Nach einer kleinen Pause, die dadurch bedingt war, dass es schlichtwegs an Neuigkeiten mangelte, gibt es nun das nächste Update aus der Pampa. Wie ich erfahren habe, scheint der Frühling oder gar der Frühsommer in Graz (zumindest temporär) Einzug gehalten zu haben. Das ist auch hier der Fall, sogar beinahe täglich! In der Früh sieht es meist so aus:
Untertags schmilzt das ganze weisse Zeug dann wieder weg und wenn ich mit der Arbeit fertig bin, sehe ich das:
Dazwischen:
Diese Bilder enstanden mit dem Parameter Niederschlag ist gleich null. Ich bitte die geschätzten Leser die Parameterwerte Regen, Schnee, Schneeregen und alles dazwischen in Gedanken selbst einzusetzen. Was man auf diesen Bildern nicht sehen kann, ist der Wind/Sturm, der hier meistens herrscht. Bitte auch dazudenken! Die 19°C , die gerüchteweise in Graz herrschen/geherrscht haben, schaffen wir hier nicht, aber plus 5 und mehr ist auch schon mal nicht schlecht.
Nach der mehr oder weniger erfolgreichen Teilnahme an dem Töltbewerb vor zwei Wochen haben mein Chef und ich gleich die Chance auf den nächsten Finalplatz ergriffen. Leider nicht ganz so erfolgreich wie letztes Mal. Diesmal ging es um Geschicklichkeit und Zeit, hier ist der Smali Parcours
Ziel war es möglichst schnell durch den Parcours zu kommen. Für umgestossene Stangen/Tonnen/Richter gab es Strafsekunden (und die Dinger sind schon umgefallen, wenn du sie nur schief angeschaut hast..). Leider konnte ich nicht mit Kraftur teilnehmen, stattdessen hab ich ein Pferd von dem Vater meines Chefs geborgt bekommen. Leider war dieses ein wenig zu ungelenk (oder ich zu ungeschickt) um unter die ersten 5 zu kommen. Mein Chef hätte eine verdammt gute Zeit hingelegt, wenn er nicht das Ziel verfehlt hätte. Damit ihr trotzdem einen Eindruck bekommt, habe ich Ninni gebeten zu fotographieren. Da meine Kamera aber nicht die beste ist, sind die Bilder etwas unscharf:
Bessere Fotos (allerdings nicht von mir) findet ihr hier.
Ansonsten ist alles in Ordnung, ich bin weder krank geworden noch vom Pferd gefallen und hoffe mal, dass das so bleibt. Pferde kommen und gehen, alles in allem viel Arbeit aber es macht Spass. Heute hab ich noch ein bissi geschwitzt, weil mein Chef auf einmal die Pferde reiten wollte, die ich in den letzten Wochen trainiert habe, aber er war zufrieden mit dem Ergebnis. Puh!
Ich hoffe, nächstes Mal hab ich Interessanteres zu berichten! :)
Bless bless!
Mittwoch, 29. Februar 2012
Montag, 20. Februar 2012
Bauernhof und Grosstadtluft
Jæja, die Zeit vergeht schneller als gedacht. :) Die zweite Woche war schon deutlich weniger anstrengend. Langsam scheinen meine Muskeln wieder zurückzukommen. Es ist eben doch was anderes ob man jeden Tag auf ungefähr zehn Pferden sitzt als nur etwa alle zwei Wochen auf einem. Aber wie gesagt, die täglichen Spatzen vom Reiten bleiben inzwischen aus. Die Pferde haben sich mittlerweile an mich gewöhnt und wir haben auch einige neue dazubekommen. Die meisten sind relativ lieb und brav, aber einige Spezialisten haben wir natürlich auch. Abgesehen davon, dass man bei Jungpferden eh nie sicher sein kann.
Das Wetter letzte Woche war eher stürmisch. Für uns ist das eher schlecht, weil wir dann mit den jungen Pferden nicht draussen arbeiten oder ausreiten können (ja, man sollte nicht glauben, was der Wind auch bei Pferden in im Freien aufgewachsen sind, so anrichten kann.. alles ist auf einmal brandgefährlich! ALLES!). Einige stabile Charaktere ausgenommen, neben denen könnte denke ich auch eine Bombe hochgehen und sie würden sich nicht schneller bewegen. Der Rest der Jungpferde musste sich drinnen auf recht engem Raum langweilen und von mir an der Hand ärgern lassen (Vorhandwendung, Rückwärtsgehen, ... ). Die älteren müssen sowieso bei (fast) jedem Wetter raus.
Letzte Woche hat mein liebes Pferdchen auch endlich Hufeisen bekommen. Vier Stück sogar! Ich hab ihn natürlich auch shcon ausprobiert und bis auf die Kondition ist alles wunderbar. Aber wir arbeiten daran! Ob er allerdings so erfreut ist, dass sein Urlaub zu Ende ist, kann ich nicht sagen...
Hin und wieder haben wir auch gutes Wetter. Hier zum Beispiel:
Das sind Flöckchen und ich am Eingang des Vatnsdalur so gegen 10 Uhr vormittags. Der Schnee ist jetzt schon wieder weg und Flöckchen ist natürlich nicht ihr richtiger Name. Den weiss ich nämlich nicht. Mein Chef weiss die meisten Namen selbst nicht, deswegen heissen die Pferde oft wie deren Besitzer. Oder wie die Ehefrauen der Besitzer. Ich habe natürlich schon Namen für die meisten Pferde. Flöckchen hatte aber Glück, bei den meisten bin ich nicht so poetisch aber zu ihr passt es irgendwie. Wir haben zum Beispiel auch Angry Bird (jetzt dürfen alle mal raten, wie der so drauf ist...), the Living Time Bomb, Freaky Friend, Pacy Guy, Týr-lookalike und Special Pinto. ^^
Da mich viele gefragt haben wie lange es im Moment hier hell ist: Hier noch ein Foto vom heutigen Sonnenuntergang (den ich fast verpasst hätte) um 17:25. Ortszeit.
Letzten Donnerstag habe ich auch ganz spontan an einem kleinen Töltwettbewerb teilgenommen. Nicht mit Kraftur, der ist noch nicht fit genug. Ich habe ein gutes Pferd (Fiðringur, der hat sogar einen echten Namen) aus unserem Stall geborgt bekommen, der einzige Haken an der Sache war, dass ich ihn erst einmal zuvor probiert hatte. Dementsprechend nicht allzu glorreich war unser mit vier anderen Reiten ex aequo 7. Platz. Da aber nur 5 Reiter im B-Finale (Wettkampf um die Plätze 6 bis 10) teilnehmen können, mussten alle auf dem 7. Platz nochmal reiten und den B-Finale Teilnehmer des 7. Platzes zu ermitteln. Dieses Vorfinale konnten wir tatsächlich für uns entscheiden und auch unseren 7. Platz haben wir im folgenden B-Finale erfolgreich verteidigt. Leider konnte niemand Fotos machen, deswegen hier nur der Link zur Vereinshompage: Töltmót 16.2.2012
Für alle die meine Reitklamotten nicht so gut kennen: ich bin auf dem ersten Foto die zweite von links. Im Video bin ich bei 1:29 kurz zu sehen. 8:39 zeigt meinen Chef Óli auf Ódeseifur, der diesen Bewerb auch am Ende für sich entscheiden konnte.
Das Ganze war sehr lustig (obwohl ich den Typen mit dem Mikrofon GAR nicht verstanden habe) und ich hoffe es ergibt sich mal wieder die Chance bei sowas mitzumachen.
Am Wochenende bin ich mit Christina, die in Þingeyrar (ein Nachbarhof) arbeitet, nach Reykjavík gefahren. Dort haben wir dann auch kräftig gefeiert, meistens im Bakkus. Es ist allerdings ein bisschen anstrengend, da man vor Mitternacht erst gar nicht gar nicht wegzugehen braucht. Um die Zeit ist alles noch leer. Nach 12 kann man dann das erste Bier in einer Bar trinken (bei den isländischen Preisen hat man aber am besten schon einige zuvor daheim genossen..) und so gegen vier Uhr geht die Party dann los. Dafür aber so richtig. Vor 6 oder 7 geht ohnehin niemand heim. Christina und ich haben das Programm gleich Freitag UND Samstag Abend durchgezogen. Wenn man in der Pampa wohnt muss man die Grossstadt eben ausnützen. Am Sonntag auf der Heimreise hat sich dann allerdings dezente Müdigkeit breitgemacht, die unverzüglich mit Schokolade und Kaffi bekämpft wurde. Ich bin dann aber doch schon so zwischen 8 und 9 schlafen gegangen. Trotzdem haben wir uns auf eine baldige Wiederholung geeinigt.
liebe Grüße!
Das Wetter letzte Woche war eher stürmisch. Für uns ist das eher schlecht, weil wir dann mit den jungen Pferden nicht draussen arbeiten oder ausreiten können (ja, man sollte nicht glauben, was der Wind auch bei Pferden in im Freien aufgewachsen sind, so anrichten kann.. alles ist auf einmal brandgefährlich! ALLES!). Einige stabile Charaktere ausgenommen, neben denen könnte denke ich auch eine Bombe hochgehen und sie würden sich nicht schneller bewegen. Der Rest der Jungpferde musste sich drinnen auf recht engem Raum langweilen und von mir an der Hand ärgern lassen (Vorhandwendung, Rückwärtsgehen, ... ). Die älteren müssen sowieso bei (fast) jedem Wetter raus.
Letzte Woche hat mein liebes Pferdchen auch endlich Hufeisen bekommen. Vier Stück sogar! Ich hab ihn natürlich auch shcon ausprobiert und bis auf die Kondition ist alles wunderbar. Aber wir arbeiten daran! Ob er allerdings so erfreut ist, dass sein Urlaub zu Ende ist, kann ich nicht sagen...
Hin und wieder haben wir auch gutes Wetter. Hier zum Beispiel:
Das sind Flöckchen und ich am Eingang des Vatnsdalur so gegen 10 Uhr vormittags. Der Schnee ist jetzt schon wieder weg und Flöckchen ist natürlich nicht ihr richtiger Name. Den weiss ich nämlich nicht. Mein Chef weiss die meisten Namen selbst nicht, deswegen heissen die Pferde oft wie deren Besitzer. Oder wie die Ehefrauen der Besitzer. Ich habe natürlich schon Namen für die meisten Pferde. Flöckchen hatte aber Glück, bei den meisten bin ich nicht so poetisch aber zu ihr passt es irgendwie. Wir haben zum Beispiel auch Angry Bird (jetzt dürfen alle mal raten, wie der so drauf ist...), the Living Time Bomb, Freaky Friend, Pacy Guy, Týr-lookalike und Special Pinto. ^^
Da mich viele gefragt haben wie lange es im Moment hier hell ist: Hier noch ein Foto vom heutigen Sonnenuntergang (den ich fast verpasst hätte) um 17:25. Ortszeit.
Letzten Donnerstag habe ich auch ganz spontan an einem kleinen Töltwettbewerb teilgenommen. Nicht mit Kraftur, der ist noch nicht fit genug. Ich habe ein gutes Pferd (Fiðringur, der hat sogar einen echten Namen) aus unserem Stall geborgt bekommen, der einzige Haken an der Sache war, dass ich ihn erst einmal zuvor probiert hatte. Dementsprechend nicht allzu glorreich war unser mit vier anderen Reiten ex aequo 7. Platz. Da aber nur 5 Reiter im B-Finale (Wettkampf um die Plätze 6 bis 10) teilnehmen können, mussten alle auf dem 7. Platz nochmal reiten und den B-Finale Teilnehmer des 7. Platzes zu ermitteln. Dieses Vorfinale konnten wir tatsächlich für uns entscheiden und auch unseren 7. Platz haben wir im folgenden B-Finale erfolgreich verteidigt. Leider konnte niemand Fotos machen, deswegen hier nur der Link zur Vereinshompage: Töltmót 16.2.2012
Für alle die meine Reitklamotten nicht so gut kennen: ich bin auf dem ersten Foto die zweite von links. Im Video bin ich bei 1:29 kurz zu sehen. 8:39 zeigt meinen Chef Óli auf Ódeseifur, der diesen Bewerb auch am Ende für sich entscheiden konnte.
Das Ganze war sehr lustig (obwohl ich den Typen mit dem Mikrofon GAR nicht verstanden habe) und ich hoffe es ergibt sich mal wieder die Chance bei sowas mitzumachen.
Am Wochenende bin ich mit Christina, die in Þingeyrar (ein Nachbarhof) arbeitet, nach Reykjavík gefahren. Dort haben wir dann auch kräftig gefeiert, meistens im Bakkus. Es ist allerdings ein bisschen anstrengend, da man vor Mitternacht erst gar nicht gar nicht wegzugehen braucht. Um die Zeit ist alles noch leer. Nach 12 kann man dann das erste Bier in einer Bar trinken (bei den isländischen Preisen hat man aber am besten schon einige zuvor daheim genossen..) und so gegen vier Uhr geht die Party dann los. Dafür aber so richtig. Vor 6 oder 7 geht ohnehin niemand heim. Christina und ich haben das Programm gleich Freitag UND Samstag Abend durchgezogen. Wenn man in der Pampa wohnt muss man die Grossstadt eben ausnützen. Am Sonntag auf der Heimreise hat sich dann allerdings dezente Müdigkeit breitgemacht, die unverzüglich mit Schokolade und Kaffi bekämpft wurde. Ich bin dann aber doch schon so zwischen 8 und 9 schlafen gegangen. Trotzdem haben wir uns auf eine baldige Wiederholung geeinigt.
liebe Grüße!
Sonntag, 12. Februar 2012
þórrablót
Gestern fand in Blönduós eine Party statt, das þórrablót. Das gibt es jedes Jahr im Februar und ist die beste Gelegenheit, echt isländsche kulinarische Highlights Kuriositäten kennenzulernen. Dieses Fest soll die Leute daran erinnern wie schwer der Winter und das Leben in Island früher waren. Daher gibts es hauptsächlich Essen, dass einem als Kontinentaleuropäer in der Form nicht unbedingt begegnet ist. Da isst man dann so leckere Sachen wie Widderhoden, Schafsköpfe (im Ganzen) und halb vergammelten Fisch. Natürlich gibt es auch den berühmten Hákarl (Hai, den man erst für ein paar Monate eingraben muss, bevor man ihn essen kann. Schmeckt und riecht auch danach). Nam Nam. Ich habe keine fotos vom Essen gemacht, aber Wikipedia weiss alles: Þorramatur.
Und ja, wir haben zuhause gegessen, bevor wir dort hingegangen sind. Es ist beruhigend, dass auch die meisten Isländer das nicht unbedingt so toll finden. Einige essen es aber mit Begeisterung, sehr faszinierend muss ich sagen.
Nach dem Essen gibt es dann ein kleines Unterhaltungsprogramm. Meist ist das so eine Art Kabarett von Leuten aus der Umgebung über Leute aus der Umgebung. Das Ganze ist vermutlich höchst unterhaltsam, wenn man a) isländisch fliessend spricht und nicht nur daherstottert wie ich, b) man die Leute kennt um die es gerade geht und c) das ganze NICHT drei Stunden dauert. Verstanden hab ich natürlich nicht soviel, vor allem sprechen die Leute wenn sie zur Pointe des Witzes kommen immer gleich noch eine Spur schneller. Aber bei mir bekannten Leuten war es einfacher und da konnte ich dann auch drüber lachen wie bestimmte Personen (zum Beispiel unser Nachbar ist ein beliebter Gegenstand der Scherze) dargestellt werden.
Danach wird gesungen wie auf jeder isländischen Party. Das meine ich ernst, Isländer sind immer und überall zum Singen bereit, jedenfalls am Land und bei entsprechendem Alkoholpegel. Getrunken wird übrigens nebenbei oder schon zuhause. Bei dieser Party ist es auch erlaubt und sogar erwünscht seinen eigenen Alk mitzubringen und zu trinken. Sehr angenehm.
Die Band war auch ganz nett, allerdings waren für meinen Geschmack zuviele langsame Lieder.
Das Ganze war eine gute Gelegenheit die anderen ausländischen Mädls zu treffen. Heidi, meine ehemalige Arbeitskollegin aus Finnland war dort, ebenso Ninni (Finnland), die extra aus Hólar für dieses Wochenende angereist kam. Weiters arbeiteten die deutschen Mädchen Ramona und Hanna in Hvammur (mein vorheriger Arbeitsplatz) und auf einer anderen Farm. Hege aus Norwegen arbeitet ebenfalls in Blönduós für einen Trainer.
Insgesamt war das Ganze sehr lustig. Um halb fünf hat mich dann ein Nachbar nachhause gefahren, während meine Chefs noch ein bisschen weitergefeiert und anschliessend in Blönduós übernachtet haben. Vor einer Stunde sind auch sie nachhause gekommen. Warum ich schon früher zuhause war? Na, jemand muss doch in der Früh die Pferde füttern... wofür hat man diese Ausländer denn eingestellt?
Scherz beiseite, ich habe jedes zweite Wochenende ganz frei und an den anderen muss ich die Pferde und die Schafe füttern, sonst nichts.
Also bin ich heute so gegen zehn Uhr in den Stall schlafgewandelt, hab den Gäulen zu essen gegeben, bin wieder in mein Bett gewankt und hab weitergeschlafen. Toll! Und nein die Schafe hab ich nicht vergessen, die haben gestern Abend mehr bekommen und kriegen jetzt auch gleich noch was.
Sonst gibt es nicht soviel Neues, ich bin nicht nochmal runtergefallen (das hat wie schon erwähnt mein Chef erledigt) und mein Pferd hat noch immer keine Hufeisen. Immerhin nimmt er langsam zu.
Ich gehe jetzt, die Schafe warten...
Und ja, wir haben zuhause gegessen, bevor wir dort hingegangen sind. Es ist beruhigend, dass auch die meisten Isländer das nicht unbedingt so toll finden. Einige essen es aber mit Begeisterung, sehr faszinierend muss ich sagen.
Nach dem Essen gibt es dann ein kleines Unterhaltungsprogramm. Meist ist das so eine Art Kabarett von Leuten aus der Umgebung über Leute aus der Umgebung. Das Ganze ist vermutlich höchst unterhaltsam, wenn man a) isländisch fliessend spricht und nicht nur daherstottert wie ich, b) man die Leute kennt um die es gerade geht und c) das ganze NICHT drei Stunden dauert. Verstanden hab ich natürlich nicht soviel, vor allem sprechen die Leute wenn sie zur Pointe des Witzes kommen immer gleich noch eine Spur schneller. Aber bei mir bekannten Leuten war es einfacher und da konnte ich dann auch drüber lachen wie bestimmte Personen (zum Beispiel unser Nachbar ist ein beliebter Gegenstand der Scherze) dargestellt werden.
Danach wird gesungen wie auf jeder isländischen Party. Das meine ich ernst, Isländer sind immer und überall zum Singen bereit, jedenfalls am Land und bei entsprechendem Alkoholpegel. Getrunken wird übrigens nebenbei oder schon zuhause. Bei dieser Party ist es auch erlaubt und sogar erwünscht seinen eigenen Alk mitzubringen und zu trinken. Sehr angenehm.
Die Band war auch ganz nett, allerdings waren für meinen Geschmack zuviele langsame Lieder.
Das Ganze war eine gute Gelegenheit die anderen ausländischen Mädls zu treffen. Heidi, meine ehemalige Arbeitskollegin aus Finnland war dort, ebenso Ninni (Finnland), die extra aus Hólar für dieses Wochenende angereist kam. Weiters arbeiteten die deutschen Mädchen Ramona und Hanna in Hvammur (mein vorheriger Arbeitsplatz) und auf einer anderen Farm. Hege aus Norwegen arbeitet ebenfalls in Blönduós für einen Trainer.
| Heidi, ich und Ninni |
Insgesamt war das Ganze sehr lustig. Um halb fünf hat mich dann ein Nachbar nachhause gefahren, während meine Chefs noch ein bisschen weitergefeiert und anschliessend in Blönduós übernachtet haben. Vor einer Stunde sind auch sie nachhause gekommen. Warum ich schon früher zuhause war? Na, jemand muss doch in der Früh die Pferde füttern... wofür hat man diese Ausländer denn eingestellt?
Scherz beiseite, ich habe jedes zweite Wochenende ganz frei und an den anderen muss ich die Pferde und die Schafe füttern, sonst nichts.
Also bin ich heute so gegen zehn Uhr in den Stall schlafgewandelt, hab den Gäulen zu essen gegeben, bin wieder in mein Bett gewankt und hab weitergeschlafen. Toll! Und nein die Schafe hab ich nicht vergessen, die haben gestern Abend mehr bekommen und kriegen jetzt auch gleich noch was.
Sonst gibt es nicht soviel Neues, ich bin nicht nochmal runtergefallen (das hat wie schon erwähnt mein Chef erledigt) und mein Pferd hat noch immer keine Hufeisen. Immerhin nimmt er langsam zu.
| Teddy-Kraftur |
Dienstag, 7. Februar 2012
Winter - zumindest dem Kalender nach
Auch auf die Gefahr hin mich extrem unbeliebt bei allen Kontinentaleuropäern zu machen: Seit ich angekommen bin hat es hier tagsüber Plusgrade, gestern sogar +8 und heute war es glaube ich noch wärmer. Dafür haben wir Sturm. Und zwar RICHTIG. Als ich heute Vormittag mit einem Pferd aus dem Windschatten der Gebäude getreten bin (also das eigentlich das Pferd, ich sass ja drauf), hat es das Tierchen und mich fast umgeweht. Dabei ist es ein grosses starkes Pferd! Ich bin jedenfalls nur noch mit bzw gegen den Wind geritten, von der Seite sind diese Sturmböen eher unlustig.
Nachts kann es aber durchaus noch frisch werden uns schneien, aber das hält nicht lange. Bis auf den Wind ist das Wetter aber leidlich schön.
Die ersten beiden vollen Arbeitstage habe ich auch beinahe unversehrt überlebt. Peinlicherweise bin ich gleich an meinem ersten vollen Arbeitstag vom Pferd gefallen. Ups. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das Vieh meiner Meinung nach Sprungfedern unter den Hufen gehabt haben muss, sonst ist es physikalisch nicht möglich dass ein so kleines Tier so hoch springt. Mein Chef war auch schwerstens überrascht, das Pferd war bisher anscheinend (milde ausgedrückt) faul. Naja, bei Jungpferden weiss man halt nie... diese hier musste vermutlich bloss erst die nötigen Muskeln aufbauen.
Mir selbst ist nichts passiert, ich hab einen eleganten Bauchfleck gemacht. Heute hat mir noch eines von den Pferden (unabsichtlich) auf die Nase gehaut, das tat wesentlich mehr weh. Aber passiert ist zum Glück ebenfalls nichts.
Der Rest der Pferdchen hat sich (von ein zwei Ausnahmen mal abgesehen) ausgesprochen gut benommen.
Kraftur ist bereits aufgefallen. Ich zitieren meinen Chef: "It is weird he is not talking to the others or making friends... also not fighting! He just looking at stones..." Wer mein Pferd kennt weiss: das ist eine völlig normale Verhaltensweise. Steine scheinen sehr interessant zu sein. Warum auch immer. Vielleicht nimmt er Drogen und ist deswegen so eine soziale Null. Wer weiss. Er wohnt zwar mit einem anderen Pferd zusammen, aber das läuft glaub ich mehr unter "Nur weil man dich mir als Mitbewohner aufgedrängt hat, heisst das noch lange nicht dass ich dich mag!!"
Leider hab ichs noch nicht geschafft ein gutes Bild von ihm als ganzes zu machen. Das wird nachgeliefert, hier kommt erst mal der Blick auf den Eingang ins Vatnsdalur.
Liebe Grüße ins frostige Europa!
Nachts kann es aber durchaus noch frisch werden uns schneien, aber das hält nicht lange. Bis auf den Wind ist das Wetter aber leidlich schön.
Die ersten beiden vollen Arbeitstage habe ich auch beinahe unversehrt überlebt. Peinlicherweise bin ich gleich an meinem ersten vollen Arbeitstag vom Pferd gefallen. Ups. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das Vieh meiner Meinung nach Sprungfedern unter den Hufen gehabt haben muss, sonst ist es physikalisch nicht möglich dass ein so kleines Tier so hoch springt. Mein Chef war auch schwerstens überrascht, das Pferd war bisher anscheinend (milde ausgedrückt) faul. Naja, bei Jungpferden weiss man halt nie... diese hier musste vermutlich bloss erst die nötigen Muskeln aufbauen.
Mir selbst ist nichts passiert, ich hab einen eleganten Bauchfleck gemacht. Heute hat mir noch eines von den Pferden (unabsichtlich) auf die Nase gehaut, das tat wesentlich mehr weh. Aber passiert ist zum Glück ebenfalls nichts.
Der Rest der Pferdchen hat sich (von ein zwei Ausnahmen mal abgesehen) ausgesprochen gut benommen.
Kraftur ist bereits aufgefallen. Ich zitieren meinen Chef: "It is weird he is not talking to the others or making friends... also not fighting! He just looking at stones..." Wer mein Pferd kennt weiss: das ist eine völlig normale Verhaltensweise. Steine scheinen sehr interessant zu sein. Warum auch immer. Vielleicht nimmt er Drogen und ist deswegen so eine soziale Null. Wer weiss. Er wohnt zwar mit einem anderen Pferd zusammen, aber das läuft glaub ich mehr unter "Nur weil man dich mir als Mitbewohner aufgedrängt hat, heisst das noch lange nicht dass ich dich mag!!"
Leider hab ichs noch nicht geschafft ein gutes Bild von ihm als ganzes zu machen. Das wird nachgeliefert, hier kommt erst mal der Blick auf den Eingang ins Vatnsdalur.
Liebe Grüße ins frostige Europa!
Samstag, 4. Februar 2012
Auf ein neues...
Angespornt von gewissen Blogschreiber-Strebern in meinem Bekanntenkreis habe ich mich entschlossen, heute schon den ersten Eintrag online zu stellen obwohl eigentlich noch gar nix passiert ist. Zumindest noch nicht viel.
Die Anreise hierher war zwar lang, aber ohne besondere Zwischenfälle. Erwähnenswert ist höchstens die Zwischenlandung in Amsterdam (ja, Feli, Schande über mich!!), bei welcher es der Pilot geschafft hat bei Sonnenschein und nicht vorhandenem Wind auf der Landebahn derart hart aufzusetzen, dass meine Wirbelsäule nun gefühlte 10 cm kürzer ist und ich nun weiss wofür die Sicherheitsgurte im Flugzeug wirklich da sind. Dagegen war die Landung in Keflavík in völligem Blindflug wegen Nebel (zeitweise war nicht mal mehr das Ende des Flugzeugflügels zu sehen) und Sturmböen relativ unspektakulär.
Wie üblich wenn ich diese Insel betrete, hat das Sauwetter dann noch bis zum Ende des Tages angehalten. Ich hab mich aber nicht weiter stören lassen und einen netten Abend bei Lilja und ihrer (Gross-)familie verbracht inklusive einem fantastischen Essen.
Am nächsten Tag bin ich im strahlenden Sonnenschein mit dem Bus in den Norden gefahren und konnte direkt bei meinem neuen Arbeitsplatz aussteigen.Fotos vom Sonnenschein und dem verschneiten Hochland gibts leider keine, der Bus hatte abgedunkelte Fensterscheiben. Auch die Busfahrt hat eine Überraschung bereitgehalten in Form eines Typen zwei Reihen vor mir, der einen Telefonanruf mit einem herzhaften: "SEAS! .... was i ned! irgendwo im nirgendwo! .... i möd mi wann i do bin." beantwortet hat. Kärntner sind anscheinend überall...
Die Familie bei der ich wohne und arbeite ist sehr nett. Óli und Inga Sóley haben drei kleine Kinder: Sunna Margrét (5), Salka Krístin (3) und Magnús ?den zweiten Vornamen hab ich leider vergessen! (1). Ich habe ein eigenes Zimmer (klein aber gemütlich), einen Fernseher und Internet (juchu!). Den Hof kenne ich ja schon vom letzten Sommer. Hier ein Bild (leider war das Wetter heute nicht mehr so schön), bessere werden folgen.
Da ich erst Freitag Mittag angekommen bin, habe ich einen gemütlichen Start. Am Nachmittag bin ich noch 2 Pferde geritten und auf zwei Jungpferden gesessen. Dann kamen Tierarzt, potentielle Pferdekäufer und neue Pferde.
Wenn wir schon bei Pferden sind: Tatsächlich hat wie angekündigt mein Pferdchen in einer Box auf mich gewartet. Oder ist es vielleicht doch ein Teddybär?
Vielleicht eher ein Teddypferd. Sooooviel Fell!!!
Ich glaub er hat sich auch gefreut mich wiederzusehen. Immerhin hat er sich sofort umgedreht, ist zur Tür gekommen und hat sich ausgiebig streicheln lassen. Jetzt brauchen wir noch Hufeisen und ein bisschen Fett, das wir dann in Muskeln umwandeln können. Er bekommt immer extra grosse Portionen zu essen, ich hoffe das wird bald was.
So, das wars mal für erste!
Bless bless!
Die Anreise hierher war zwar lang, aber ohne besondere Zwischenfälle. Erwähnenswert ist höchstens die Zwischenlandung in Amsterdam (ja, Feli, Schande über mich!!), bei welcher es der Pilot geschafft hat bei Sonnenschein und nicht vorhandenem Wind auf der Landebahn derart hart aufzusetzen, dass meine Wirbelsäule nun gefühlte 10 cm kürzer ist und ich nun weiss wofür die Sicherheitsgurte im Flugzeug wirklich da sind. Dagegen war die Landung in Keflavík in völligem Blindflug wegen Nebel (zeitweise war nicht mal mehr das Ende des Flugzeugflügels zu sehen) und Sturmböen relativ unspektakulär.
Wie üblich wenn ich diese Insel betrete, hat das Sauwetter dann noch bis zum Ende des Tages angehalten. Ich hab mich aber nicht weiter stören lassen und einen netten Abend bei Lilja und ihrer (Gross-)familie verbracht inklusive einem fantastischen Essen.
Am nächsten Tag bin ich im strahlenden Sonnenschein mit dem Bus in den Norden gefahren und konnte direkt bei meinem neuen Arbeitsplatz aussteigen.Fotos vom Sonnenschein und dem verschneiten Hochland gibts leider keine, der Bus hatte abgedunkelte Fensterscheiben. Auch die Busfahrt hat eine Überraschung bereitgehalten in Form eines Typen zwei Reihen vor mir, der einen Telefonanruf mit einem herzhaften: "SEAS! .... was i ned! irgendwo im nirgendwo! .... i möd mi wann i do bin." beantwortet hat. Kärntner sind anscheinend überall...
Die Familie bei der ich wohne und arbeite ist sehr nett. Óli und Inga Sóley haben drei kleine Kinder: Sunna Margrét (5), Salka Krístin (3) und Magnús ?den zweiten Vornamen hab ich leider vergessen! (1). Ich habe ein eigenes Zimmer (klein aber gemütlich), einen Fernseher und Internet (juchu!). Den Hof kenne ich ja schon vom letzten Sommer. Hier ein Bild (leider war das Wetter heute nicht mehr so schön), bessere werden folgen.
Da ich erst Freitag Mittag angekommen bin, habe ich einen gemütlichen Start. Am Nachmittag bin ich noch 2 Pferde geritten und auf zwei Jungpferden gesessen. Dann kamen Tierarzt, potentielle Pferdekäufer und neue Pferde.
Wenn wir schon bei Pferden sind: Tatsächlich hat wie angekündigt mein Pferdchen in einer Box auf mich gewartet. Oder ist es vielleicht doch ein Teddybär?
Vielleicht eher ein Teddypferd. Sooooviel Fell!!!
Ich glaub er hat sich auch gefreut mich wiederzusehen. Immerhin hat er sich sofort umgedreht, ist zur Tür gekommen und hat sich ausgiebig streicheln lassen. Jetzt brauchen wir noch Hufeisen und ein bisschen Fett, das wir dann in Muskeln umwandeln können. Er bekommt immer extra grosse Portionen zu essen, ich hoffe das wird bald was.
So, das wars mal für erste!
Bless bless!
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