Sonntag, 17. November 2013

ohne Worte

Heute wegen gestern geschlossen!

Update gibts unter der Woche hoffentlich einmal. Vielleicht.

Samstag, 9. November 2013

Winter Wonderland

Endlich zeigt sich der Winter mal von seiner schönen Seite. Nach einer Woche keine Sonne sehen (ja, es war tatsächlich immer bedeckt), geruhte selbige endlich zu erscheinen. Zwar sind die Tage wirklich schon deutlich kürzer und die Sonne kommt nicht mehr wirklich hoch hinauf, aber wenn sie mal da ist, hat sie dann doch mehr Kraft als man denkt. Und die tolle isländische Landschaft ist gleich noch viel schöner.

morgens im Stall
 So zwischen halb 10 und 10 Uhr vormittags kommt die Sonne momentan hinter den Bergen hervor (so der Himmel frei ist). Finster wird es dann wieder so gegen 5 Uhr. Aber durch den Schnee wird das restliche Licht reflektiert und es ist wenigstens nicht gleich stockdunkel. Gestern sind wir sogar bis 18:00 draussen geritten, da wars zwar schon eher düster, aber weder wir noch die Pferde hatte Probleme uns zu recht zu finden.
mittags

Dieses tolle Foto habe ich (wie man auch gut erkennt, wenn man genauer hinschaut) mittags durch das Küchenfenster geschossen. Wirklich hoch ist die Sonne nicht mehr über dem Horizont, gebe ich zu. Aber besser als gar nicht.

auf dem Eis
Auf dem Weg nach Húsavík muss man einen Fluss überqueren. Dieser friert nun langsam zu, eines meiner (aus dem fahrenden Auto heraus gemachten) Bilder ist tatsächlich weder unscharf noch völlig überbelichtet. Ich kanns kaum fassen.

Sonst passiert gerade nicht wirklich viel Spannendes. Gestern waren zwei bekannte erfolgreiche Reiter hier bei uns zu Besuch. Die beiden kommen jedes Jahr und sehen sich alle Jungpferde an, um zu sehen, welche im Sommer bzw. nächsten Jahr eventuell auf einer Zuchtschau vorgestellt werden können.
Also mussten wir alle Jungpferde vorreiten. In meinem Fall waren das nur zwei Stück aber Ninni hatte elf. Die war ganz schön im Stress die Gute. Dann kamen auch noch zwei Damen vorbei, die eine hat eines von den Jungpferden bereits gekauft und wollte es auch gerne gezeigt bekommen, während die andere sich für ein anderes interessiert und dieses natürlich ebenfalls geritten sehen wollte. Typisch: da passiert wochenlang nix, und dann alles auf einmal. Aber wir könnten gerade noch so alles unterbringen, bevor wir die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnten.
Es war übrigens sehr interessant zu hören, was die beiden Reiter von den jeweiligen Pferden halten und wen sie für vielversprechend halten. Wir haben auch ausreichend Tips bekommen, was man mit welchem Pferd noch üben/probieren sollte. Wirklich sehr nützlich, so ein Feedback.

Zum Abschluss poste ich noch ein Foto von mir und Ninni beim Reiten. Nein, das Pferd auf dem ich sitze, ist NICHT Kraftur. Der faulenzt noch irgendwo auf dem Gelände von Sveinsstaðir durch die Gegend. Hoffe ich jedenfalls, aber ich hab nicts gegenteiliges gehört. Aber ich gebe zu, dass Húmi Kraftur ein bisschen ähnlich sieht. Aber er ist viel kleiner. Richtig klein eigentlich, Kraftur ist ja auch nicht gerade ein Riese. Das Barbiepferd auf dem Ninni sitzt, heisst Glæsir und ist der vielversprechendste junge Hengst hier.

Ninni + Glæsir und Vroni + Húmi
Liebe Grüsse aus dem kalten Island! (-13 Grad heute tagsüber...)

Sonntag, 3. November 2013

Der erste Schnee

kam ganz traditionell über Nacht. Und zwar schon Ende Oktober. Angefangen hat es mit Frost über Nacht:

Blick nach Osten gegen 10 Uhr vormittags
Am selben Tag noch hat der Wind auf einmal gewaltig zugelegt und gegen Abend dann Schnee gebracht. Was nach dem Regen der letzten zwei Wochen fast schon eine angenehme Abwechslung war. Für arme eingewanderte Kontinentaleuropäer fühlt sich das Ganze aber doch ein wenig zu früh an.... aber da kann man wohl nichts machen.
Untertags haben wir zwar noch Plusgrade und ein Teil des Schnees schmilzt dann auch brav weg, aber am Abend kommt dann meistens wieder was dazu, deswegen ist hier schon mehr oder weniger alles weiss:

Blick nach Südosten vom Stall aus
Leider ist es auch die meiste Zeit bedeckt, und die Sonne schafft es höchstens hin und wieder mal für 10 min durch die Wolken. Erstaunlich was das dann für einen Unterschied macht. Leider habe ich es noch nie geschafft, in dieser Zeitspanne meine Kamera parat zu haben. Überhaupt macht diese alle Fotos ein wenig dunkler, als es wirklich ist. Ich bin dann aber zu faul zum bearbeiten.

Deutlich dunkler wird es allerdings, wenn sich das nächste Schneegestöber ankündigt. Hier zwei Fotos in dieselbe Richtung im zeitlichen Abstand von einer Viertelstunde aufgenommen:

Blick Richtung Húsavík 1

Blick Richtung Húsavík 2

Spätestens zwanzig Minuten später hat uns der Schnee dann erreicht, je nach Windstärke. Durch den frühen Wintereinbruch können wir noch nicht alle Pferde ausreiten, weil ungefähr die Hälfte noch Sommereisen drauf hat. (Ja, auch für Pferde gibt es sowas wie Winterreifen.) Damit sie sich aber trotzdem bewegen, lassen wir sie entweder ohne Reiter laufen (wie auf dem oberen Bild), oder wir denken uns etwas neues aus:


Es ist wirklich lustig alle Pferde zu sehen und die (teilweise wirklich grossen) Unterschiede zu beobachten. Gerade beim Springen stellt sich dann heraus, wer hier seine Beine unter Kontrolle hat und wer nicht... manche sind nicht so die Bewegungstalente... zumindest in dieser Disziplin.