Montag, 27. August 2012

Hestaferð !!

Der Sommer und ebenso meine Zeit hier neigt sich leider leider dem Ende zu. Natürlich freue ich mich schon auf euch alle in Österreich, aber Island ist und bleibt trotzdem etwas besonderes. Und die Trennung von meinem Pferdchen (schon wieder!! aaaaaaaaaaahh!) werde ich wohl auch nur schwer verkraften. Immerhin kann er hier auf Sveinsstaðir bleiben bis alles weitere entschieden ist.

Da Óli im September nicht trainiert, werden unsere Berittpferde immer weniger und weniger. Teils freut mich das, teilweise nicht. Auch die Reitpferde haben zum Grossteil schon wieder die Hufeisen herunterbekommen und durften auf eine grosse Weide, wo sie den Winter über bleiben werden. Kraftur muss noch ein bisschen weiterarbeiten bis ich weg bin. Und wehe er wirft vorzeitig mit Hufeisen um sich, das zahlt sich jetzt ja nun wirklich nicht mehr aus! Übrig sind noch einige Jungpferde und die Pferde die das Vergnügen haben werden, bei den unterschiedlichen Pferde- und Schafabtrieben mitzuwirken. Die armen Schweine. äh Pferde. Ein Zuckerschlecken ist das nicht, deswegen wird jetzt fleissig trainiert und Kondition aufgebaut.
Zu eben diesem Zwecke (nicht etwa zu unserem eigenen Vergnügen, nein... ) waren wir auch auf diversen Reittouren mit loser Pferdeherde. Teilweise auch so ganz ohne Touristen! Nur zum Spass! Herrlich!! Ein Mal hatten wir aber auch eine Gruppe deutschsprachiger Leute da, die waren zwar alle sehr nett, aber ich war doch froh, dass ich das nicht mehr dauerhaft mache. Ist schon ganz anstrengend. Allerdings konnte ich neben einer Packung Lindt Pralinen von den Touristen auch ein saftiges Taschengeld von Ólis Vater abstauben. Ich wollte es ja nicht annehmen, aber er hat darauf bestanden. Naja, ich war ja auch den ganzen Tag am Werkeln, weil die Hälfte der Gruppe Kinder bzw. Jugendliche waren.
Wenn die ReiterINNEN (nehm ich in dem Fall stark an) unterwegs unbedingt Pinkelpausen einlegen müssen, und man verzweifelt versucht, die Herde daran zu hindern, selbige Damen beim Erledigen ihres Geschäfts zu überrennen, ist das Geld vielleicht doch nicht so unverdient. Ich meine es ist ja nicht so, als würden wir keine 10 Minuten weiter nicht ohnehin Pferd wechseln....
Oder man (in dem Fall Óli, Stina und ich) reitet aus ebendiesen Gründen mit der Herde VOR den Touristen und wartet am nächsten Stop geschlagene 30 Minuten auf diese, obwohl man sie in 300 Meter Entfernung schon alle STEHEN sehen kann. Nur aus irgendeinem Grund hat ssich die Gruppe nicht weiterbewegt. Stina hat das wunderbar dokumentiert:
Drei Minuten nach unserer Ankunft. Die Pferde hinter mir lassen wir noch gesattelt, denn man weiss ja nie ob man sie noch braucht bis auch alle restlichen Pferde im Paddock sind. Man beachte mein neues Paar Ohren. Ich finde, sie stehen mir.
15 Minuten anch unserer Ankunft. Stehen ist so anstrengend, wenn man den ganzen Tag am Pferd sitzt. Jaja, ich weiss man soll nicht vor dem Pferd am Boden sitzen, denn was ist, wenn es sich schreckt? Haben die beiden zum Glück nicht. Und es ist genug Platz dass die beiden wohl hoffentlich um mich herum statt über mich drüber laufen würden.
25 Minuten Wartezeit. Óli hat tatsächlich mitten in der Pampa einen halb kaputten Camping Sessel entdeckt und ist das Risiko eingegangen, sich auf selbigem niederzulassen. (Wofür hat man denn eine Ausländerin eingestellt, die das eigene Pferd hält.) Stabil ist allerdings was anderes. Hat ihn aber nicht davon abgehalten, Inga Sóley zuhause anzurufen und zu fragen wo denn das Bier bliebe. Mir tut vom krummen Sitzen der Rücken weh und dem Hund ists auch schon zu blöd. Wie gesagt, wir konnten die Gruppe ja die ganze Zeit in geringer Entfernung stehen sehen...
30 Minuten. Es tut sich was... auch gamli Gráni hats bemerkt.
..und die Vorhut erscheint. Hrappur hat wohl auch die Geduld als Handpferd verloren. Wenig später kamen dann auch endlich die Leute. Hallelujah!





4 Kommentare:

  1. haha coole fotos! :D und das letzte von Hrappur ist unglaublich schön!
    und ja, die ohren stehen dir definitiv! so schön flauschig!!
    immer diese touristen! vermutlich haben sie so lang gebracuht, weil sie noch hunderttausend fotos schießen mussten ;)
    und wer ist eigentlich Stina?

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    1. Ziemlich cool gell? Also Stina heisst eigentlich Kristín und ist Inga Sóleys Mutter. Die hat auch ca. 10 Pferde hier und das einzige was sie manchmal am Reiten hindert bzw nicht hindert ist die Gicht. Aber sie reitet eigentlich trotzdem ziemlich oft (Auf- und Absteigen sieht etwas schmerzhaft aus), spricht nur isländisch und wiederholt für mich auch alles dreimal auf Nachfrage :) ...
      Hm bei genauerer Betrachtung des letzten Fotos fällt mir auf dass das Pferd eventuell doch Draumur sein könnte... aber hatte der nicht einen Stern? egal. Schön iser jedenfalls.

      und ja ich hab mir überlegt, solche Ohren haben eigentlich nur Vorteile: 1. man hört besser. 2. wenn einen jemand nervt, kann man sie anlegen und setzt damit gleich ein unmissverständliches auffälliges Signal! 3. NIE WIEDER kalte Ohren!!
      Warum haben wir eigentlich nicht solche Ohren?

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    2. ja die Evolution hat uns gestraft. Kein schöner felliger Hintern, keine weichbehaarte Nase, keine riesigen braunen Augen und dann noch das Dilemma mit den Ohren... Aber hey! DAUMEN!!

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    3. hehe, ich will ja nur die Ohren! Der Rest kann ruhig fell-los bleiben.. und die Daumen will ich ja trotzdem :)

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