Erst einmal zur Lage des Ortes: Hólar í Hjaltadal liegt, wie der Name schon sagt, im Hjaltadalur, welches sich im Nordwesten Islands, genauergesagt im Skagafjörður: Karte
Auf dieser Detailkarte befindet sich Hólar im rechten oberen Eck, auf der gelben Strasse zwischen 767 und 768. Und ja, diese Strasse führt ins Nirgendwo.
Rechts unten, ziemlich genau dort wo "Húnavatnshreppur" steht, ist Sveinsstaðir (und Kraftur!!). Die Fahrzeit dorthin beträgt etwa 1 Stunde 20 Minuten bei gutem Wetter.
Nach Akureyri muss man der Strasse 1 in Richtung Osten folgen, von Hólar aus sind es etwa knappe zwei Stunden.
Der nächste Ort mit Supermarkt ist Sauðárkrókur, das ist in etwa so gross wie Blönduós und "nur" 20 Minuten Fahrzeit. Leider ist der Supermarkt ziemlich teuer, aber was soll man machen.
Wie ihr Euch bestimmt denken könnt: bin ich froh dass ich ein AUTO habe!!! Hedwig macht sich bisher ganz gut und bringt mich überall hin: wir waren schon auf Sveinsstaðir und in Akureyri. Irgendwie habe ich das Gefühl dass ich ständig taken muss, aber das liegt eher daran, dass der Tank eines Polos wesentlich kleiner ist als der des California daheim. Auf 100 km gerechnet verbaucht sie recht wenig für einen Benziner, wenn man so im Internet vergleicht.
Hólar selbst liegt recht malerisch im Tal, die Kirche und ihr Turm sind schon von weitem zu erkennen:
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| Hólar í Hjaltadal |
Hier sind jetzt genau vier Dinge: eine Universität, eine Kirche, ein Restaurant und ein Kindergarten/Volksschule. Es sind eigentlich recht viele Gebäude dafür, aber schon allein die Ställe, Reithallen und Wohngebäude für Studenten und Lehrer machen den Grossteil davon aus. Das Schulgebäude selbst ist eher klein, ich nehme mal an dass die Volksschule St. Veit ein wenig grösser ist. Dafür haben wir ein Schwimmbad mit Hotpot, einen Turnsaal und das Restaurant befindet sich auch darin. Letztes ist übrigens sehr gut, aber leider nicht billig genug um dort öfter zu essen.
Auf dem Titelbild des Blogs seht ihr den Blick gen Süden ins Hjaltadalur hinein, sehr schön, aber die Berge sind so hoch, dass wir im Winter vermutlich zwei Monate lang die Sonne nicht sehen. Ich werde mich nach Sveinsstaðir zum Sonnenbaden flüchten, wenn es soweit ist.
liebe Grüsse!

Sehr schön, sehr schön. Dann können wir ja mit häufigeren Blog-Updates rechnen, wenn dir das Schreiben beim Prokrastinieren hilft! ;)
AntwortenLöschenKomische Vorstellung, was einen Bischof bewegt haben muss, in so einem einsamen Sackgassen-Tal seinen Sitz zu errichten. Auch wenn damals natürlich die Verkehrssituation eine andere war. Naja, und wahrscheinlich ist so ein im Winter fürchterlich finsteres Tal ja dem Glauben zuträglich! Gott, Trolle, Elfen.. alles wie gehabt :)
Boah, aber da fahrst du doch recht lang bis Sveinstadir! Ich hab gedacht, das liegt näher beinander. Ist ja alles "da oben" :D Besuchst du Kraftur (und deine isländische Familie) häufig?
haha, ja mal schauen wie lang ich diese regelmässigen Updates durchhalte! :D die erfahrung macht einen ja skeptisch...
Löschennaja, Einöde. Wenn man unserer Rektorin glaubt, dann war hier früher der Nabel der Welt... oder zumindest von Nordisland. Schwer vorstellbar, aber sie wirds schon wissen...
ja, leider fährt man schon ein Stück. Hm, einmal war ich schon besuchen, wollt jetzt wieder fahren, aber es is soviel zu tun, deswegen bin ich doch dageblieben in der Hoffnung was weiterzukriegen für die Prüfung und die Hausarbeit am Montag. Kraftur ist eh schon draussen auf der grossen Weide, hab ich gehört....