Samstag, 13. September 2014

Hestarannsókn

Hier wird es jetzt schon herbstlich, auch wenn ich mich nicht beschweren darf: wir haben hier noch sehr gutes Wetter, meistens entweder strahlenden Sonnenschein (allerdings nur knapp über 10 Grad) oder regnerische starke Herbststürme. Das Wetter ist auch eher stabil und wechselt nicht stündlich. Muss wohl am engen Tal liegen oder so...

Jedenfalls hatten wir diese Woche noch mehr Glück als sonst: wir mussten für das Fach "Equine Behaviour" in Gruppen aufteilen und eine kleine Studie durchführen: eine Gruppe von 14 Hengsten unterschiedlichen Alters 3 Stunden lang auf der Weide beobachten und alle 5 Minuten aufschreiben was zwei (vorher) ausgewählte grade tun. Bevor das jetzt jemand übermässig spannend findet: die Hengste kennen sich, Stuten waren keine in der Nähe und ein Pferd verbringt den Grossteil des Tages mit Nahrungsaufnahme... aber das war ja nur als Übung gedacht. Als wir die Aufgabe bekommen haben, hat es draussen gestürmt und geregnet als gäbs kein morgen. Wir mussten natürlich trotzdem kurz raus, um uns "unsere" Pferde auszusuchen. Es lebe die Farbenvielfalt der Isländer, aber nass sind sie natürlich auch schwer auseinanderzuhalten. Wir haben also gleich laut gebrüllt kundgetan, dass der (einzige) Fuchs mit der Blesse und der (einzige!) Braune der Gruppe "uns" gehören und sind wieder zurück ins Warme.
Am nächsten Tag in Erinnerung an das grausliche Wetter, kamen trotz strahlendem Sonnenschein alle mit Isipulli, drei Schichten darunter und sogar Winteroverall am Treffpunkt an. Zum Glück, denn deswegen hat das Wetter gehalten:

wunderschöner Herbst!
Unsere Gruppe war sowieso luxuriös ausgestattet, denn Blanca und ich haben die (volle) Kaffeekanne aus unserem Appartment entführt und die anderen Mädls hatten Becher. Nur die Kekse waren leider aus. Die Lehrerin hat voll gelacht als sie uns gesehen hat: alle jammern, nur wir machen Picknick. Es kam auch tatsächlich ein Kaffeebettler im Laufe der Zeit. Der Rest hat sich anscheinend nicht fragen getraut.. kam hinterher raus.

Hier sind wir bei der Arbeit:


Die Studie an sich war nicht wirklich spannend: unsere Pferde haben (Überraschung!) meistens gegrast. Sowas.
Aber erfahrungsgemäss ist das Anstrengende an Studien ja nicht das Daten sammeln, sondern das Auswerten. Damit hab ich mich aber noch nicht näher befasst, weil am Montag schon die erste Zwischenprüfung ansteht. Ihr dürft raten welches Fach das ist:


Tja, und das lerne ich halt jetzt. Oder versuche es. Irgendwie bin ich eh schon gespannt wie ich bei der Prüfung abschneiden werde. Können müssten ich den ganzen Quatsch ja eigentlich... EIGENTLICH. Wie das uneigentlich ist, werde ich wohl nächste Woche erfahren. Morgen heissts jedenfalls nochmal lernen, ich hoffe das Wetter hält, dann kann ich das wieder so machen:

Montag, 8. September 2014

Hólar í Hjaltadal

Weil ich gerade Zeit habe und nicht lernen will, gibts hier ein Update über den Ort an dem ich jetzt fürs Erste lebe. Einge Leser sind hier ja schon gewesen, aber die meisten haben ihn auf ihrer Rundfahrt ausgelassen. Kein Wunder, hier ist ja auch nicht viel.

Erst einmal zur Lage des Ortes: Hólar í Hjaltadal liegt, wie der Name schon sagt, im Hjaltadalur, welches sich im Nordwesten Islands, genauergesagt im Skagafjörður: Karte
Auf dieser Detailkarte befindet sich Hólar im rechten oberen Eck, auf der gelben Strasse zwischen 767 und 768. Und ja, diese Strasse führt ins Nirgendwo.
Rechts unten, ziemlich genau dort wo "Húnavatnshreppur" steht, ist Sveinsstaðir (und Kraftur!!). Die Fahrzeit dorthin beträgt etwa 1 Stunde 20 Minuten bei gutem Wetter.
Nach Akureyri muss man der Strasse 1 in Richtung Osten folgen, von Hólar aus sind es etwa knappe zwei Stunden.
Der nächste Ort mit Supermarkt ist Sauðárkrókur, das ist in etwa so gross wie Blönduós und "nur" 20 Minuten Fahrzeit. Leider ist der Supermarkt ziemlich teuer, aber was soll man machen.

Wie ihr Euch bestimmt denken könnt: bin ich froh dass ich ein AUTO habe!!! Hedwig macht sich bisher ganz gut und bringt mich überall hin: wir waren schon auf Sveinsstaðir und in Akureyri. Irgendwie habe ich das Gefühl dass ich ständig taken muss, aber das liegt eher daran, dass der Tank eines Polos wesentlich kleiner ist als der des California daheim. Auf 100 km gerechnet verbaucht sie recht wenig für einen Benziner, wenn man so im Internet vergleicht.

Hólar selbst liegt recht malerisch im Tal, die Kirche und ihr Turm sind schon von weitem zu erkennen:

Hólar í Hjaltadal
Der Mini-Ort ist übrigens relativ alt: 1006 gegründet. Er war lange Bischofssitz, erst von den katholischen, dann von den protestantischen Bischöfen. Früher war hier das Zentrum des Nordwestens, alle wichtigen Wegen (nach Akureyri und in den Süden) führten hier durch und das macht Hólar auch zu einem regen Handelsumschlagplatz. Heute glaubt man das nicht so, wenn man hier ist: die Ringstrasse ist 20 Autominuten entfernt, und die einzige Strasse ins Tal endet auch in diesem.
Hier sind jetzt genau vier Dinge: eine Universität, eine Kirche, ein Restaurant und ein Kindergarten/Volksschule. Es sind eigentlich recht viele Gebäude dafür, aber schon allein die Ställe, Reithallen und Wohngebäude für Studenten und Lehrer machen den Grossteil davon aus. Das Schulgebäude selbst ist eher klein, ich nehme mal an dass die Volksschule St. Veit ein wenig grösser ist. Dafür haben wir ein Schwimmbad mit Hotpot, einen Turnsaal und das Restaurant befindet sich auch darin. Letztes ist übrigens sehr gut, aber leider nicht billig genug um dort öfter zu essen.

Auf dem Titelbild des Blogs seht ihr den Blick gen Süden ins Hjaltadalur hinein, sehr schön, aber die Berge sind so hoch, dass wir im Winter vermutlich zwei Monate lang die Sonne nicht sehen. Ich werde mich nach Sveinsstaðir zum Sonnenbaden flüchten, wenn es soweit ist.

liebe Grüsse!

Sonntag, 31. August 2014

Ausbruch der Bárðarbunga

Aus aktuellem Anlass meld ich mich gleich nocheinmal dieses Wochenende: der Vulkan Bárðarbunga ist endlich ausgebrochen. Allerdings ist es nur ein vergleichsweise kleiner Ausbruch (bisher jedenfalls). Laut den Nachrichten besteht keine Gefahr für den Flugverkehr oder irgendwelche Menschen. Trotzdem ist das Gebiet grossräumig abgesperrt worden, man weiss ja nie.
Hier in Hólar bekommen wir davon nichts mit, ausser in den Nachrichten. Ich denke mal das wird auch so bleiben. Diese Fotos wollte ich euch aber nicht vorenthalten, toll anzuschauen!

Samstag, 30. August 2014

erste Uniwoche

So, die erste Uniwoche wäre mal überstanden. Der Stundenplan ist recht gut gefüllt mit Fächern wie Biochemie, Pferdenverhalten, Wissenschaftliche Arbeitsmethoden und Reitstunden. Nach der Hälfte des Semesters wird geprüft und dann gibts neue Fächer. Wenn ich mir das so anschaue, wird das recht anstrengend: die Noten setzen sich zusammen aus Mitarbeit, verschiedenen grösseren Haus- und Gruppenarbeiten, sowie Teil- und Abschlussprüfungen. Ausserdem sind wir noch zur Stallarbeit eingeteilt, aber das nur wochenweise, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber genug zu tun ist auf jeden Fall. Habe mir als erstes gleich mal ein paar Bücher bestellt, ich hoffe die kommen bald. Glücklicherweise sind die alle auf Englisch, da brauch ich dann wenigstens nicht stundenlang zum Lesen.

Natürlich gibt es hier nicht nur Vorlesungen und Lernen, sondern auch Spass. Angefangen hat das ganze mit einer kleinen Party am Sonntag Abend. Finnbogi, mein Mitbewohner kannte da jemanden, der kannte wen, der machte Party. In Anbetracht der Tatsache dass am nächsten Tag der erste Schultag war, war das Ganze eher zahm und alle gingen um Mitternacht nach Hause.
Dienstags hatten dann unsere Lehrer die Idee einen kleinen Bierabend zu veranstalten, damit wir Schüler uns untereinander besser kennenlernen. Sie haben sogar die Verantwortliche für das Restaurant dazu überredet, den Bierpreis zu senken. Selbstverständlich ging es da schon etwas feuchtfröhlicher zu und die anschliessende Party (wieder in der gleichen Wohnung) endete erst nach mehr Bier und zwei Stunden Gesang mit Gitarrenbegleitung in den frühen Morgenstunden. Am nächsten Morgen durften Margaux und ich feststellen, dass Finnbogi einen wirklich gesegneten Schlaf hat: sein Wecker hat zwar uns beide (in den Nebenzimmern) aufgeweckt, ihn selbst aber völlig kalt gelassen! Nachdem er auch so nicht wachzukriegen war, sind wir eben ohne ihn zur Vorlesung. Wir haben ihn beneidet, so spannend war die nämlich nicht.

Den Vogel abgeschossen haben allerdings die Schüler der höheren Jahrgänge. Selbige sind anscheinend sehr um unser Wohl besorgt und glauben, dass wir uns selbst nicht genug amüsieren können. Darum gab es einen Abend für Neuanfänger, wo alle hinmussten (besonders alle Pferdeleute, da wurde dreimal nachgefragt ob jemand fehlt) mit der Anweisung nichts anzuziehen, was nicht auch dreckig und/oder nass werden darf. Klingt schon mal vielversprechend, oder?
Erstmal wurden wir alle zusammen in einen grossen Pferdetransporter gesteckt und ein bisschen durch die Gegend gefahren. Als wir dann endlich aussteigen durften, bekamen wir erst mal das Gesicht mit unterschiedlichen Farben vollgeschmiert (man muss ja die verschiedenen Teams irgendwie auseinanderkennen). Ich will jetzt nicht allzusehr ins Detail gehen, aber das ganze lief auf einen Stationenlauf hinaus. Aber erstmal gabs ein Bier und einen Shot. Dann Laufen, durch Rohre kriechen, Liegestütze machen, weiterlaufen, Sackhüpfen, durch den Fluss und dazwischen immer Bier, Bier, Bier und Wodka. Das alles auf Zeit, versteht sich! Ich kann kein Bier mehr sehen. Dazu noch die körperliche Anstrengung.... da haben fast alle das Bier nochmal gesehen, mmmhm. Immerhin hat mein Team gewonnen (wär noch schöner, wenn nicht!). Schliesslich waren wir dann alle wieder verschwitzt, verdreckt, gefärbt, klatschnass und betrunken im Pferdeanhänger und es ging zurück. Nett, wie sie sind, hat uns dann der Jahrgang über uns noch eine Abkühlung verschafft und uns beim Aussteigen mit dem Wasserschlauch vollgespritzt, während andere mehrere Kilo Mehl über uns ausgekippt haben.

so sieht das dann aus
Aber wir haben uns gerächt, ein Mädchen aus meinem Jahrgang ist kurzerhand auf den Burschen mit dem Wasserschlauch zugerannt und hat ihm diesen in Nullkommanix abgenommen um ihn von oben bis untern nasszumachen! Die anderen haben ihn einhellig im Stich gelassen und sind gerannt wie die Hasen. Leider hat eine von denen richtig schnell geschalten und das Wasser abgedreht. Aber immerhin!
Nachdem alle geduscht hatten, gabs natürlich (zur Abwechslung) mal wieder Party. Hat auch recht lang gedauert und ich war richtig froh dass ich erst um 10 zur Reitstunde eingeteilt war.

Das war übrigens dann nämlich die erste richtige Reitstunde. Endlich wieder am Pferd! Das ist mir schon abgegangen. Mein Pferd hiess Rammi und war total lieb und gut. Ein bisschen herumgeeiert sind wir am Anfang, er hält nicht gut gerade (oder auch gebogene) Linien, aber er hat alles brav gemacht und wir wurden sogar ausdrücklich gelobt von der Lehrerin. Hab mich sehr gefreut, das ist ja nicht selbstverständlich. Gestern hat Lilli (die hat die Schule schon fertig) mir dann erzählt, dass dieses Pferd eigentlich "ein kleines Rabenaas" ist. Zum Glück war brav! Bin schon gespannt auf das nächste Pferd..

Rammi und ich
So, das wars jetzt erst mal, ich werde jetzt noch ein bisschen lernen und dann... wer errät es? Genau, da gibts dann eine Party...
Ich werd langsam zu alt für sowas.

liebe Grüsse

Montag, 25. August 2014

erster Schultag

Zur Feier des Tages gibt es gleich noch einen Post, denn wer weiss, wann ich wieder dazu kommen werde. Heute war es dann soweit: der erste Unitag!
Die ersten Tage sind als Orientierungstage gedacht, wo allen Neuanfängern (aller Studienrichtungen) erst mal alles gezeigt wird: Die Umgebung, den Stall, die restlichen Gebäude, die Kirche und das Bischofshaus. Das Titelbild im Blog zeigt den Blick ins Hjaltadalur hinein.
Ausserdem hatten wir bereits eine kleine Lehrveranstaltung über Lernen im Allgemeinen: die verschiedenen Lerntypen (inklusive Einstufungstest dazu), Arbeitsmethoden sowie Zeitmanagement. Für mich war nichts Neues dabei, aber es war interessant, die ganze Sache auf isländisch zu hören. Wo wir gerade beim Thema sind: irgendwie bin ich gerade beinahe froh, dass ich die Aufnahmsprüfung letztes Jahr nicht bestanden habe, ich täte mir bestimmt viel schwerer mit der Sprache. Jetzt verstehe ich soweit genug, dass ich nebenbei noch Wörter rausschreiben und nachschlagen kann, die ich nicht kenne.
Dann haben noch verschiedene andere Leute gesprochen, die Rektorin (die trug übrigens rote Converse :D und hat uns auch noch persönlich den ganzen Tag herumgeführt!), und die Vertreter der verschiedenen Studienrichtungen, die Studierendenvertretung etc. Alles in allem wurden wir gewarnt, dass das Studium viel Arbeit sein wird, wir am besten gleich mitlernen sollen und was für eine Ehre es doch ist, hier sein zu dürfen. Soweit alles wie in Österreich, nur eben auf isländisch.

Ich wohne übrigens in einer 4er WG, aber wir sind (derweil) erst zu dritt. Meine Mitbewohner sind ein Isländer namens Finnbogi (20, auch Pferdewissenschaften) und eine Halbbelgierin/isländerin mit dem klingenden Namen Margaux Thórdís (18, Tourismus). Letztere hat ihr Leben lang in Belgien gewohnt, und spricht isländisch mit starkem Akzent. Meine Frage, wieso sie hier und nicht dort studiert, konnte sie nicht so recht beantworten. Aber sie will jetzt wohl erst mal ein Jahr hier machen und sehen wie es ihr gefällt.

Mein Zimmer ist nicht riesig, aber auch nicht klein, und ausgepackt habe ich sogar auch schon. Hier sind die vorher-nachher Bilder:

vorher....

nachher!
 Morgen gehts weiter mit der Benutzung der Bibliothek bzw. des Intranets und dessen Programmen hier. Das ist anscheinend wirklich wichtig, denn ohne das geht gar nichts behaupten alle Lehrer. Naja, ich bin zuversichtlich, so kompliziert wird das schon nicht sein. Hoffe ich jedenfalls.

Eine lustige Sache noch: bei der Besichtigung des Stalles waren schon einige Boxen mit Trainingspferden für die Schüler des 2. Jahres belegt, und ich habe tatsächlich zwei Stuten (Kvík und Gullsól) aus Torfunes dort angetroffen! Ob sich die beiden erinnert haben, weiss ich aber nicht.

Leider wieder nur ein kurzer Beitrag, aber ich bin recht müde. Den ganzen Tag isländisch zuhören zu müssen, geht enorm auf meine Konzentration... aber ich gewöhne mich wohl bald daran!

Bless bless!

Samstag, 23. August 2014

Schulanfang!

Ich blase hiermit mal die gefühlte Staubschicht von diesem Blog. Wie immer haben Mai und Sommer meine Schreibbereitschaft arg gebremst.. tja. Vielleicht schaff ichs ja im einsamen Hjaltadalur eher einen halbwegs regelmässigen Update-Rhythmus einzuhalten. Soll ja eher finster und kalt sein dort im Winter...

Noch ist hier jedenfalls Sommer: um diese Jahreszeit kommt man zwar in der Finsternis an (wenn man mit airberlin fliegt), aber am nächsten Morgen hat mich strahlender Sonnenschein begrüsst, der auch bis jetzt durchgehend angehalten hat. Der etwas kühle Wind ist beinahe angenehm. Ich habe das schöne Wetter und die Zeit genützt um (neben einem Grosseinkauf bei Lífland) in der Cafeteria am Perlan zu essen und die Aussicht zu geniessen. Die Tomatensuppe kann ich nur empfehlen, auch wenn sie etwas scharf ist.

Blick auf die Hallgrimskirkja von Perlan aus

Um allerdings nicht völlig zu vereinsamen und ein wenig unabhängig zu sein, habe ich mir einen (hoffentlich) fahrbaren Untersatz zugelegt. Nein, Scherz beiseite, natürlich fährt das Auto, ich habe es schon getestet. Sieht gut aus und war bisher ein typisches Reykjavík-Auto, sprich: pfleglich behandelt, wenig Kilometer und gut in Schuss.


???
Ich warte auf Namensvorschläge.
Leider ist er so dunkel, da sieht man den schwarzen Sticker mit dem töltenden Pferd, den mir eine Dame aus den USA im Sommer geschenkt hat, dann bestimmt nicht. Naja, vielleicht klebe ich ihn auf eine Scheibe oder so.

Ich bin gerade rechtzeitig für eine Reittour nach Sveinsstaðir gekommen, da bin ich dann auch gleich mitgeritten. Zwar nur ein Stück, aber besser als nix. Wirklich schön, mal wieder am eigenen Pferd. Ob er sich auch so drüber gefreut hat, weiss ich nicht... aber immerhin war er nicht beleidigt und hat sich ausnahmsweise sogar fotographieren lassen:

Kraftur und Rós
Zum Abschluss gibts noch eine kleine Überraschung, oder vielmehr 9 kleine Überraschungen:

Wer will mich?
Die Katze hat auch schon wieder geworfen, aber die Jungen hat noch niemand gefunden. Also, falls wer Tiere braucht, einfach zugreifen.

liebe Grüsse nach Österreich!

Sonntag, 25. Mai 2014

(hoffentlich) laaaaaaanges Update

Ich hab das Gefühl, nix geht so schnell den Bach runter wie gute Vorsätze... jetzt ist mein letzter Post schon über ein Monat her!

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat sich vermutlich schon gedacht, woran das liegt, und zwar an diesen possierlichen aber nicht übermässig intelligenten (meist weissen) Tieren. Dieses Jahr läuft das eigentlich ganz gut bisher. Die Schafe haben sich die erste Maiwoche zwar etwas zurückgehalten, dafür aber dann zwei Wochen lang im Akkord Lämmer gekriegt. Dann kam ein langes Wochenende und fünf Leute zum Helfen, was die Schafe dazu veranlasst hat, umgehend in Streik zu treten. Ich glaube, in diesen Tagen sind nicht mehr als 25 Lämmer gekommen. Óli meint, das liegt an Inga Sóleys Schwester, immer wenn sie kommt, hören die Schafe auf. Tatsächlich, kaum war sie wieder weg, war wieder alle Hände voll zu tun. Typisch. Jetzt sind nur noch 29 Schafe übrig, juhuuuu! Es wird absehbar.

Draussen ist alles voll mit Schafen, Lämmern und es "mäht" pausenlos. Besonders Sonntag morgen direkt vor meinem Fenster. Das machen die doch absichtlich...
Lämmer gibt es übrigens in verschiedenen Designs:


Produktbeschreibung:
"Mittig auf dem Bild zu sehen ist das Modell "weiss" (Standarddesign). Verschiedene Grössen und Prototypen lieferbar. Darunter das Modell "schwarz", nur wenige auf Lager. Im oberen Teil des Bildes finden Sie den Prototyp "Kuh", der aber noch nicht serienmässig hergestellt wird.
Am nächsten Bild zu sehen ist das Modell Staubzucker. Sieht zwar etwas schimmlig aus, ist aber frisch und lange haltbar. Limited Edition!"


Bedienungsanleitung:
"Für optimale Haltbarkeit und Lebensdauer im Sommer draussen aufbewahren. Einige Modelle sind aber nicht winterfest, in dieser Zeit kühl und trocken lagern. Muss regelmässig Wasser und Heu, sowie Gesellschaft zur Verfügung haben. Keine Garantie."


Ausserdem gibts noch ein paar andere neue Tiere: da wären mal die Katzen... ich versteh nicht, warum man das erwachsene Tier nicht kastrieren kann. Dann muss man nämlich nicht jammern, wenn sie überraschenderweise schon wieder tragend ist.


5 Stück, auch in verschiedensten Designs, entweder so wie auf dem Bild oder dreifärbig und getigert. Falls wer eins will. Nur zu, mich nerven sie mitterweile gewaltigst.

Da finde ich dieses Tier schon besser:


Sóley heisst es, und soll der nächste Schäferhund werden. Allerdings bezweifle ich, ob das der Fall ist, wenn man sie nicht erzieht. Border Collie hin oder her. Aber das ist ja nicht mein Problem.

So, zum Schluss noch ein kleiner Nachtrag von meinem Geburtstag: die Mädls und ich haben in Blönduós gegessen, Lena hat sehr gut gekocht und dann haben wir einen gemütlichen Filmabend gemacht.





So, naja allzu lang ist das Update leider nicht geworden, aber viel mehr aufregendes ist einfach nicht passiert. Ich hoffe ich komme in Zukunft wieder häufiger zum Schreiben und der Sommer ist ja auch nicht mehr weit.


ganz liebe Grüsse nach Österreich!