Freitag, 15. Juli 2016

Urlaub Teil II - Glencoe und Ben Nevis

Ich weiss selbst nicht genau, wie ich auf die Idee gekommen bin nach Schottland zu fahren, aber irgendein hartnäckiger Floh hat sich da bei mir im Früjahr eingenistet. Als ich dann mit einer Freundin in der Reiseabteilung vom Moser stand, habe ich mir spontan einen Schottland Führer gekauft und damit war das Ganze besiegelt.
Die "Planung" erfolgte dann doch recht spontan. Erst die passenden Reisegefährten finden, dann Flüge buchen und Quartiere finden. Letzteres war fast die grösste Herausforderung, da wir mehr oder weniger eine Touristenhochburg nach der anderen aufsuchen wollten. Aber so ist das eben wenn man sich nicht früher als 2 Wochen vorher um seinen Urlaub schert. Dafür hat eigentlich fast alles wunderbar geklappt. Was auch beinahe immer mitgespielt hat war das Wetter. Laut Gerüchten regnet es ja oft in Schottland, aber davon konnte bei uns keine Rede sein. Das Land hat sich uns fast nur von der besten Seite gezeigt.

Loch Lomond


Felis Tapferkeit kennt keine Grenzen, deswegen hatten wir gleich am Flughafen in Edinburgh ein Auto gemietet. Die fahren ja alle auf der falschen Seite dort, ich hätte mich ja nicht getraut zu fahren. Aber Feli hat uns sicher und souverän nach Glencoe gebracht. Die Unterkunft war etwas rustikal, aber funktional und eindeutig für sportliche Menschen gedacht. Mit Übergewicht weiss ich nämlich nicht wie man dort duschen soll...

Von dort haben wir unser erstes Ziel in Angriff genommen: den Gipfel des Ben Nevis. Der Weg hinauf ist auf den meisten Abschnitten kaum zu verfehlen, die Briten haben da eine echte Autobahn gebaut. Dem entsprechened gut besucht ist der Berg auch und mehr oder weniger gut ausgerüstete Touristen aller Nationen schleppen sich strömen von Fort William aus hinauf. Das kann sich zum Problem auswachsen wenn man mal für kleine Königstiger muss, denn die Vegetation ist dort auch recht spärlich. Dafür hat man umso bessere Blicke am Weg:

Aussicht von unterwegs ( (c) Eli )
etwas mehr als die Hälfte ist geschafft! (c) Eli
Gipfelselfie

 Am Gipfel selbst war es (wie zu erwarten) leider etwas neblig, windig und kalt. Da haben wir wohl keinen von den 10 Tagen im Jahr erwischt an denen Ben Nevis wolkenfrei ist. Deswegen haben wir nur kurz gegessen, das obligatorische Gipfelselfie und die üblichen Selbstauslöserbilder gemacht und nix wie runter (wo es dann auch wieder schön war).
Wir waren (bis auf die Eli) relativ untrainiert, aber haben den Berg innerhalb der Standardzeit geschafft: 4 Stunden rauf, 3 Stunden runter. Fun fact: der Rekord (Damen) liegt bei 1h 43 min. Close enough.



Dass die ganze Gegend dort auf Outdoor Touristen ausgelegt ist war auch im nahegelegenen Pub zu erkennen: Bergausrüstung umfunktioniert zum Raumteiler hab ich vorher auch noch nie gesehen:

(c) Eli

Davon mal ganz abgesehen konnte man im Clachaig Inn ganz wunderbar essen und trinken. Da könnt ich sofort wieder hinfahren!


4 Kommentare:

  1. boah ja, das Essen dort war echt sooo gut!! :) war überhaupt ein cooler Urlaub! überraschenderweise auch von der kulinarischen Seite (haggis!! :D )

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  2. Ja, sehr cooler Urlaub!
    Haggis is was Gutes, und der Cider dort war auch nicht schlecht. Zu schade dass ich meinen Holler Cider nie bekommen hab...

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  3. Haben die Karabiner noch funktioniert?? :-D

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