Samstag, 14. April 2012

Gleðilega Páska!

Für all jene, deren Kenntnis in nordischen Sprachen nicht gar so ausgeprägt ist: der Titel des Posts lautet "Frohe Ostern!". Ist zwar schon ein bisschen spät, kann aber nicht schaden.
Ostern ist hier beinahe ein grösseres Fest als Weihnachten. Naja, FAST. Das hat aber auch sein Gutes. Wenn man zum Beispiel wie ich aus einem doch eher katholisch geprägten Land wie Österreich kommt und als gedanklicher Ketzer vergessen hat, dass der höchste Feiertag der Protestanten eigentlich der Karfreitag ist, wird einem eine eher angenehme Überraschung durch den Chef beschert: "We are not working on Thursday and Friday.." Der Heide in mir hatte nämlich mit einer ganz normalen Arbeitswoche und Fütterdienst am Wochenende gerechnet. Stattdessen hatte ich von Donnerstag bis einschliesslich Montag frei. So ganz und richtig frei!! Toll.

Ostern in Island läuft ein bisschen anders ab als bei uns. Am allerwichtigsten (für die Kinder vor allem) ist das Páskaegg.  Das ist ein grosses Osterei aus Schokolade, dekoriert mit Küken und Blumen in verschiedenen Farben, je nach Sorte. Man kann zwischen Lakritz- und Reiscracker- und anderen Eiern wählen. Aber das ist noch nicht alles: Das Ding ist auch noch mit Süssigkeiten gefüllt! Nam nam. Jedes Kind (und auch viele Erwachsene) bekommen sowas zu Ostern. Der Osterhase ist auch irgendwie mit dabei, aber nicht so präsent. Vermutlich liegt das daran, dass er hier auf Island so ein fauler Sack ist, er bringt die Ostereier nämlich nicht. Die tauchen einfach auf, ganz plötzlich. Óli hat zum Beispiel seiner ältesten Tochter erklärt, dass die Ostereier auf einmal in seinem Auto aufgetaucht wären, als er mal kurz nicht aufgepasst hatte. Leider ist die Kleine mit ihren beinahe fünf Jahren wohl doch schon ein bisschen zu gewitzt: "Das stimmt doch gar nicht Papa, die Ostereier liegen doch schon seit einer Woche da oben im Schrank...." Tja. Dafür hält sie einen bärtigen Mitarbeiter im Schwimmbad für einen Weihnachtsmann. Oder war das vielleicht doch die jüngere Tochter?

Nachdem ich überraschender Weise nicht füttern musste, stand einem entspannten verlängerten Wochenende auf der Nachbarfarm Þingeyrar nichts mehr im Wege. Dort traf sich die übliche Party: Christina (sie arbeitet ja dort), Lisa (hilft dort für drei Wochen aus, bevor sie wieder nach Dänemark fährt um dann im Sommer wieder nach Steinnes [die Farm zwischen Sveinsstaðir und Þingeyrar] zu kommen), Jana (arbeitet in Dalvík) und deren Freundin Elena (war bloss auf Besuch), sowie Ágúst und Ívar (zwei Freunde von Christina aus Reykjavík). Mit dabei war natürlich auch er:

Dieser süsse Kerl hört auf den Namen Tom Waits und ist ein wenig schüchtern. Er gehört Christina, die ihn aber meist nur Tommy ruft. Nützlich macht er sich als Kuschelhund und Staubsauger unter dem Tisch.

Am Samstag beschloss ein Teil von uns, eine kleine Tour um eine naheliegende Halbinsel zu machen. Das Wetter war leider eher mässig (typisch Ostern...), aber nicht zu schlecht. Einige Leser dieses Blogs erkennen die Gegend unter Umständen wieder, da ich diese Fahrt nicht zum ersten Mal gemacht habe. Diesmal immerhin in die andere Richtung.



Die Berge im Hintergrund gehören bereits zu den Westfjorden, eine Gegend in die es mich heuer hoffentlich auch (aber nur bei gutem Wetter!!) verschlagen wird. Ich habs zumindest fest vor, es soll wirklich schön sein dort. Nach diversen Stops bei Vogelfelsen und anderen schönen Fotomotiven und mehreren Diskussionen, was Leute dazu bewegen könnte, fernab jeglicher Zivilisation (und zwar so richtig FERN) auf einem Bauernhof zu leben, erreichten wir schliesslich gegen Abend das Highlight unseres Trips: die Grettislaug. Das ist ein natürliches heisses Bad mitten im Nirgendwo an der Küste. Von dort aus hat man einen sehr guten Blick auf die Vogelinsel Drángey, die ich 2010 beuscht habe.

Der Legende zufolge wurde Grettir (der stärkste Mann Islands) nach einigen Morden (vermutlich eher Kneipenschlägereien mit Todesfolge oder so...) mit seiner Frau auf eben diese Insel verbannt. Tatsächlich kann man dort noch Reste eines uralten halb in eine Höhle hineingebauten Torfhauses erkennen. Nicht unbedingt der freundlichste Platz zum Wohnen, diese Insel, aber was soll man machen als Geächteter. Eines Tages hat aber jemand nicht aufgepasst und in der Hütte ging auf einmal das Feuer aus. Mitten im Winter, versteht sich! Was tun?
Man(n) hält sich nicht umsonst für den stärksten Mann Islands und springt flugs ins Meer um an Land Feuer zu holen. Mit dem Schiff haben wir so ungefähr 20 Minuten dorthin gebraucht. Es ist also nicht so als ob man von der Insel an Land spucken könnte. Wie lange der gute Grettir unterwegs war, weiss man nicht, aber sogar er scheint ein wenig durchgefroren an Land geklettert zu sein. Da kam ihm die heisse Quelle, die seitdem Grettislaug heisst, gerade recht zum Aufwärmen. Nachdem sein Zähneklappern nachgelassen hatte, ging er auf die Suche nach Feuer. Als dieses (recht- oder unrechtmässig, da scheiden sich die Geister) beschafft war, ging er wieder zurück zum Strand und schwamm zurück. Einfach so, ja. Fragt mich nicht, wie er das gemacht hat ohne dass das Feuer wieder ausging. Wie er sich dann auf der Insel wieder aufgewärmt hatte, weiss ich auch nicht, dort gibt es nämlich keine heisse Quelle. Aber dort wartete ja seine Frau...

Wir haben uns das Bad im Atlantik geschenkt und bekamen aber trotzdem eine Ahnung davon was der gute Grettir durchgemacht hatte. Kaum waren wir angekommen, zogen nämlich Sturm und Regen auf. Wundervoll. Aber da wir schon mal hier waren, musste das natürlich auch ausgenutzt werden. Wenn man erst mal im heissen Wasser drin sitzt, ist das alles kein Problem mehr. Aber zieht euch mal um bei Regen und einer Windgeschwindigkeit von 15 m/s. OHNE Umkleidekabine!! Um zu beweisen, dass ich das auch wirklich gemacht habe, hier ist ein Foto von uns in der Quelle. Leider ist die Qualität nicht so toll weil ich es von Janas Facebook Seite geklaut habe.


Nachdem wir uns danach wieder in unsere (natürlich nasse!) Kleidung gezwängt hatten, gings es erst mal ab ins nahegelegene Sauðárkrókur, wo wir uns erstmal das inoffizielle isländische Nationalgericht einverleibten, um nicht an Ort und Stelle des Hunger zu sterben.

Der Rest des Osterwochenendes verlief dann eher gemütlich. Vielleicht auch, weil die Hälfte von uns halb krank war. Als ich Jana von meinen Halsschmerzen berichtete, meinte sie bloss: "Ja, das hatte ich letzte Woche. Freu dich schon mal, da bekommst du jetzt einen Schnupfen in der nächsten Woche.." Montags vermeinte dann auch Christina, ein leichtes Kratzen im Hals zu verspüren... tja. Und, nein, das Bad in der Quelle war bestimmt nicht dran schuld!!
Am Ostersonntag gab es natürlich auch bei uns eine improviersierte Osterjause, Lisa hat sogar Osterbrot gebacken. Sehr löblich. Und die Ostereier durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Hier ein Bild von Jana, Elena und mir. Der Rest der Mannschaft ist entweder bereits auf und davon (Lisa) oder schläft auf Grund der Kombination Alkohol + Hotpot noch ein wenig länger.


Eine kleine vorösterliche Überraschung gab es übrigens auf der Nachbarfarm Steinnes:


Der kleine Fratz ist etwa drei Wochen alt und war eines Morgens einfach da. Im Hintergrund zu sehen ist die Mutter, die sich wohl selbst einen Hengst gesucht hat. Um dem ganzen noch eins aufzusetzen: Maggi (der Bauer dort) sortierte vor kurzem seine tragenden Zuchtstuten in 'bekommt früh im Jahr ein Fohlen' und 'bekommt spät im Jahr ein Fohlen' und liess sie auf unterschiedliche Weiden. Als er am nächsten Tag nachsah, stand bei der 'bekommt spät'-Fraktion ein weiteres Fohlen! Das hab ich allerdings noch nicht gesehen.

Liebe Grüsse nach Österreich!
Veronika

Sonntag, 1. April 2012

Die Zeit vergeht...

Jetzt ist schon wieder soviel Zeit seit meinem letzten Post vergangen, furchtbar. Dabei hab ich mir so fest vorgenommen, mich zu bessern. Leider komme ich von meinen freien Wochenenden immer so müde zurück, dass ich mich nicht zum Schreiben aufraffen kann. Unter der Woche bin ich meist auch zu müde,  ich gebs zu. Wir haben allerdings auch einen voll besetzten Stall und sind eigentlich den ganzen Tag mit den Pferden beschäftigt. OHNE Kaffeepause. Was auch daran liegt, dass ich hier in dem vermutlich einzigen Haushalt Islands, in dem kein Kaffee getrunken wird, gelandet bin. Ehrlich. Ich hab gedacht, dass gibts nicht. Wie gut, dass ich kein Koffeinjunkie bin! Wir besitzen natürlich eine Kaffeemaschine, schliesslich kommen ja immer wieder mal Gäste. Aber für mich allein zahlt es sich wirklich nicht aus, diese anzuschmeissen.

Ich habe gerade in meinem Kalender nachgesehen, was denn eigenlich in den letzten zwei bis drei Wochen so passiert ist. Leider bin ich draufgekommen, dass nichts wirklich Berichtenswertes passiert ist. Zumindest nichts, dass nicht unmittelbar mit den vierbeinigen Bewohnern unseres Stalls zu tun hat. Pferde kommen und werden wieder abgeholt, alle lernen langsam oder etwas schneller dazu (bis auf einen.. aber das ist ein Fall für die Wurst äh Sonderfall) und ich könnte euch jetzt mit einer langen detailierten Liste dieser Ereignisse langweilen, aber ich denk ich lass es. Schliesslich sollt ihr das ja gerne lesen, deswegen langweile ich nur mit Updates vom besten aller Pferde:
Kraftur ist auch endlich wieder der Alte. Sprich: wir schiessen wieder durch die Gegend wie blöd. ..sein Vorwärtsdrang hat deutlich zugenommen. Liegt eventuell vielleicht auch am Frühling. Aber auch der Tölt ist wieder da und ihn zu reiten macht einfach SOVIEL Spass! Die ersten Wochen war er ja eher mau. Naja, kein Wunder wenn er so dünn ist/war. Dafür sieht er im Moment eher aus wie ein Erdferkel, deswegen komm jetzt auch kein Bild von ihm. Vielleicht wasche ich ihn morgen, auch wenn er mich dann hassen wird und mich ein, zwei Tage mit Nichtbeachtung straft... aber lang schau ich mir das nicht mehr an.

Wir nehmen auch immer wieder mal mehr oder weniger erfolgreich an kleinen oder grösseren Turnieren teil... also, soll heissen: mein Chef nimmt höchst erfolgreich an grösseren und ich etwas weniger erfolgreich an kleineren Wettkämpfen teil. So hat Óli letztens den Tölt Bewerb im KS Meistaradeild Norðurlands,  ein aus vier Teilbewerben (Viergang, Fünfgang, Tölt, Zügelüberstreichen-Tölt & Pass) bestehendes Turnier der besten Reiter des Nordens gewonnen. Nachdem er im Viergang auf Platz 2 gelandet ist, ist er auch in der Gesamtwertung Dritter und wir hoffen alle auf gute Ergebnisse im letzten Bewerb am Mittwoch. Inga Sóley und ich sitzen dann auch immer (wenn die Verbindung es zulässt) ganz brav vor unseren Computern (eine mit dem Live Stream, die andere mit der Startliste..) und halten die Daumen.
Am Íslandsmót (das hat diesmal nur bedingt mit Island zu tun: es handelt sich um den Ís-Landsmót, also die isländischen Meisterschaft auf Eis ausgetragen) hatte er leider ein wenig Pech, da Gáski (das Pferd) im Finale ein Eisen verloren hat. Blöd gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich hingegen versuche mein Glück hin und wieder auf wechselnden Pferden bei den lokalen Turnieren in der Reithalle von Blönduós in der Freizeitreiterklasse. Da ich das ganze immer recht spät erfahre ("hey, are you also competing tomorrow?"), wird das ganze dann immer ein wenig chaotisch, vor allem da ich die Pferde meist nicht kenne ("You can borrow a horse from my dad.." / "Take this one, he was very good with me yesterday.."). Óli versteht es auch ausgezeichnet, mich zu motivieren: "He is a very good horse, if you don't get in the finals, you have to feed next weekend too!!" Ob er das ernst meint, hab ich noch nicht herausgefunden... ich tippe aber eher auf nein. ;)
Umso mehr erstaunt es mich dann, wenn ich aus irgendwelchen mir nicht nachvollziehbaren Gründen im B- (Plätze 6-9) oder sogar A-Finale (Plätze 1-5) lande. Ja, auch das kommt vor, zum Beispiel im Viergang vor ein paar Wochen. Diesmal habe ich (Thanks to Hege!) auch ein etwas schärferes Bild von mir.


Irgendwie haben wirs auf Anhieb ins A Finale geschafft, aber dann waren zu viele Pferde und ich hatte zwar noch die Kontrolle über mein Pferd, aber nicht über dessen Gänge. Naja die kleine Stute ist ja auch erst fünf und hat vermutlich gedacht wir machen ein Wettrennen. Die Richterin scheint sogar ihre einzigen 5 Trabschritte im ganzen Finale gesehen zu haben, denn ich bekam auch für diese Gangart eine Note. Falls jetzt jemand wissen will wie das Pferd heisst: ich habe keine Ahnung. Für mich war das "the small pinto in the corner" und auch auf Nachfrage bei Óli kam nur ein Schulterzucken und "I know her and who her parents are... that's enough." So ist das hier. Entweder die Pferde heissen gar nicht oder nach ihren Besitzern. :D

Erschwerte Bedingungen herrschen auch in der Reithalle selbst, weil das Mikrophon so schlecht ist, dass man als Ausländer fast keine Chance hat, den Sprecher zu verstehen. Das resultiert dann immer in lustigen Gesprächen mit meinem Chef (der mir nämlich nie zuschauen kann, weil seine Klasse direkt nach meiner dran ist): "How did it go?" - "Not so bad, I think.." - "What points did you get??" - "I didn't understand it.." - "Are you in the finals?" - "Hm, I don't know..".
Zum Glück gibt es ja noch Sonja aus Hvammur (wo ich letztes Mal gearbeitet habe), die mir dann unbeabsichtigt die Neuigkeiten überbringt: "Gratuliere zum Einzug ins Finale!" - "?!Ernsthaft?" - "Ja, der Richter hat dir ... gegeben und du bist am ... Platz." Auch Ólis Vater schafft es meist irgendwie, obwohl in der selben Klasse reitet wie ich, meine Noten rauszufinden. Sehr praktisch.

Aber dann geht der Stress erst richtig los: Ist das Finale gleich anschliessend? Oder gibt es eine Pause? Wenn ja, wie lange? Ist das Finale der Kinder und Jugendlichen vorher? Ist die Siegerehrung direkt nach dem Finale oder gesammelt für alle Klassen später? Gibt es überhaupt ein B-Finale? Reite ich in die gleiche Richtung wie vorher oder in die andere? Als wievielte muss ich einreiten?
Und es geht nicht nur mir so. Hanifé aus Deutschland (arbeitet auf einer Farm in der Nähe) ist zwar schon ein paar Monate länger hier, hat aber die gleichen Kommunikationsprobleme. Sie hat sogar noch etwas mehr Stress, weil sie meist gleich mit zwei Pferden startet.
Dann fragen wir in unserer Verzweiflung immer drei Leute und jeder sagt was anderes. Island halt. Zum Glück gibt es meist jemanden, der (manchmal selbsternannt) für den reibungslosen Ablauf sorgt und vor der Reithalle steht und die nächsten Reiter aufruft. ("Veronika und Runar sind als nächstes!! Wer zum Henker ist denn bitte Veronika???" - auf isländisch natürlich :) )

Aber alles in allem ist das Ganze meist ein Riesenspass und ich sehe das auch so. Auf Biegen und Brechen zu gewinnen, ist eh nicht möglich, dafür laufen hier (auch in der Freizeitklasse) ein paar zu gute Pferde herum. Da kann man nur auf einen Fehler oder Startverzicht hoffen. Nervös bin ich meist nicht so sehr. Aber ich schätze, das kommt noch wenn ich mal mit meinem eigenen Pferd starte.
Mehr hab ich beim besten Willen nicht zu berichten, hier noch ein Bild von einem Teddypferd als Ablenkung!



achja und das Vampirpferd:




Bless Bless!

Samstag, 10. März 2012

Snæfellness

Wem fällt an nachfolgendem Satz was auf? Meine freien Wochenenden beinahe anstrengender als die an denen ich arbeite. Irgendwas mach ich falsch. Zum Beispiel hatte ich letztes Wochenende gerade mal so Zeit für eine Dusche bevor Christina und die anderen mich abgeholt haben um nach Snæfellness zu fahren. Die letzte Strecke der Fahrt war dann auch recht abenteuerlich: im Regensturm und Dunkelheit entlang der Nordküste der Halbinsel bis nach Grúndarfjörður, wo wir spätnachts dann auch tatsächlich angekommen sind.

Die offizielle Entschuldigung für ein weiteres Partywochenende ... *husthust* Der Grund für unsere kleine Reise war das Northern Wave International Film Festival. Hat noch nie jemand gehört? Sehr gut, ich auch nicht. Auch mein Chef nicht. Zumindest nicht bevor Christina davon gesprochen hat.

 
Trotzdem war das Programm sehr interessant, eine bunte Mischung aus internationalen Kurzfilmen, isländischen Musikvideos, kleinen Dokumentationen, animierten/Kinder-filmen und sogar einer Meisterklasse mit einer (mir unbekannten, aber offenbar sehr guten) französischen Kamerafrau. Die haben wir aber nicht besucht, sondern sind stattdessen in Grúndarfjörður herumspaziert. Allerdings nicht zu lange, da uns das Wetter einen Strich durch Rechnung gemacht hat: Schnee, Sturm und Sonne haben sich im Halbstundentakt abgewechselt. Sprich: das Wetter ist toll wenn man aus dem Fenster schaut, aber hat man sich dann endlich fertiggemacht, gegessen und steht auf der Strasse, ist von der schönen Landschaft nix mehr zu sehen vor lauter Schnee. Hin und wieder konnte ich trotzdem das eine oder andere Foto machen.

Kirkjúfell und Kirche
Nein, ich war nicht betrunken als ich das Foto gemacht habe. Aber das Fenster war schmutzig und man konnte es nicht wirklich weit öffnen.


Im Hintergrund kann man den eindrucksvollen Berg vom vorigen Foto noch im Schneegestöber erahnen...


Hier ist es wieder schön sonnig, aber ich kann den nächsten Schnee schon sehen..

Jana, ich und Zuzka im Schnee (schon wieder!) Dankeschön an Lisa für das Bild!

Ich hab es nicht geschafft, alle Filme zu sehen (irgendwann muss ich ja auch mal schlafen und mich erholen). Empfehlen kann ich aber die Kurzfilme Ainult Meie kolm (Just the three of us) aus Estland und Glasgow aus Polen. Beide sind eher nachdenklich und einfach gehalten, aber die Schauspieler in beiden sind wirklich gut. Die isländischen Kurzfilme waren zum Grossteil... naja, recht isländisch eben. Erwähnenswert ist der erste isländische Zombiefilm Ódauðleg ást (Undying Love) mit recht eindrucksvollem Zombie Make-up. Gut gefallen hat mir auch Rabbit Hole, ein sehr experimenteller surrealer Film, in dem eine Frau auf einer geheimnisvollen Mission im isländischen Hochland unterwegs ist. Der Regisseur ist, soweit ich das verstanden habe, eigentlich ein Modedesigner, der in diesem Film seine Kreationen vorstellt.
Die Kategorie, die mich am meisten interessiert hätte, habe ich leider halb verschlafen: animierte Filme. Mit Ach und Krach und viel Eile habe ich es dann noch in den letzten Animationsfilm eines spanischen Regisseurs geschafft. Der war eigentlich recht traurig, aber ich mochte den Stil von Birdboy.

Da auch recht viele der Regisseure anwesend waren, wurde abends natürlich auch immer brav gefeiert. Für so ein kleines verschlafenes Fischerdorf auch gar nicht mal schlecht. DJs und Bands waren richtig gut. Entsprechend spät in der Nacht sind wir dann auch im Sturm zu unserem Hostel gelatscht und ins Bett gefallen.
Als wir dann am Sonntag zurückgefahren sind, war das Wetter wunderschön und wir konnten auch die zugegebenermassen atemberaubende Landschaft von Snæfellsness geniessen. Wer schon einmal dort war, weiss was ich meine. Für alle anderen habe ich hier ein paar Fotos zum Fernweh wecken:






Noch ein bisschen was zu unserer (überwiegend deutschen) kleinen Reisegruppe: Christina arbeitet auf der Farm Þingeyrar ganz in meiner Nähe. Lisa macht ein Praktikum für ihre Ausbildung als Physiotherapeutin in Akureyri und arbeitet im Sommer auf Steinnes (die Farm neben Sveinsstaðir). Sie und Jana, die in Dalvik arbeitet hatten definitiv die längste An- und Abreise zu bewältigen. Hut ab. Aus Reykjavík kamen noch zwei Freunde von Christina, Águst (aus Island) und Zuzka (Erasmusstudentin aus der Slowakei).
Ein vollständiges Gruppenbild ist uns nicht gelungen, aber hier ist zum Abschluss eines von der Heimfahrt. Das hat auch Lisa mit ihrer tollen Kamera gemacht.

Lisa, ich, Jana und Christina

Viele liebe Grüsse nach Österreich!

p.s.: Wer sich fragt, wie wir diese ganzen Wochenendtrips unternehmen: Christina hat zum Glück ein Auto! :)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Frühling - oder doch nicht?

Nach einer kleinen Pause, die dadurch bedingt war, dass es schlichtwegs an Neuigkeiten mangelte, gibt es nun das nächste Update aus der Pampa. Wie ich erfahren habe, scheint der Frühling oder gar der Frühsommer in Graz (zumindest temporär) Einzug gehalten zu haben. Das ist auch hier der Fall, sogar beinahe täglich! In der Früh sieht es meist so aus:


Untertags schmilzt das ganze weisse Zeug dann wieder weg und wenn ich mit der Arbeit fertig bin, sehe ich das:


Dazwischen:


Diese Bilder enstanden mit dem Parameter Niederschlag ist gleich null. Ich bitte die geschätzten Leser die Parameterwerte Regen, Schnee, Schneeregen und alles dazwischen in Gedanken selbst einzusetzen. Was man auf diesen Bildern nicht sehen kann, ist der Wind/Sturm, der hier meistens herrscht. Bitte auch dazudenken! Die 19°C , die gerüchteweise in Graz herrschen/geherrscht haben, schaffen wir hier nicht, aber plus 5 und mehr ist auch schon mal nicht schlecht.



Nach der mehr oder weniger erfolgreichen Teilnahme an dem Töltbewerb vor zwei Wochen haben mein Chef und ich gleich die Chance auf den nächsten Finalplatz ergriffen. Leider nicht ganz so erfolgreich wie letztes Mal. Diesmal ging es um Geschicklichkeit und Zeit, hier ist der Smali Parcours
Ziel war es möglichst schnell durch den Parcours zu kommen. Für umgestossene Stangen/Tonnen/Richter gab es Strafsekunden (und die Dinger sind schon umgefallen, wenn du sie nur schief angeschaut hast..). Leider konnte ich nicht mit Kraftur teilnehmen, stattdessen hab ich ein Pferd von dem Vater meines Chefs geborgt bekommen. Leider war dieses ein wenig zu ungelenk (oder ich zu ungeschickt) um unter die ersten 5 zu kommen. Mein Chef hätte eine verdammt gute Zeit hingelegt, wenn er nicht das Ziel verfehlt hätte. Damit ihr trotzdem einen Eindruck bekommt, habe ich Ninni gebeten zu fotographieren. Da meine Kamera aber nicht die beste ist, sind die Bilder etwas unscharf:


Bessere Fotos (allerdings nicht von mir) findet ihr hier.

Ansonsten ist alles in Ordnung, ich bin weder krank geworden noch vom Pferd gefallen und hoffe mal, dass das so bleibt. Pferde kommen und gehen, alles in allem viel Arbeit aber es macht Spass. Heute hab ich noch ein bissi geschwitzt, weil mein Chef auf einmal die Pferde reiten wollte, die ich in den letzten Wochen trainiert habe, aber er war zufrieden mit dem Ergebnis. Puh!

Ich hoffe, nächstes Mal hab ich Interessanteres zu berichten! :)
Bless bless!

Montag, 20. Februar 2012

Bauernhof und Grosstadtluft

Jæja, die Zeit vergeht schneller als gedacht. :) Die zweite Woche war schon deutlich weniger anstrengend. Langsam scheinen meine Muskeln wieder zurückzukommen. Es ist eben doch was anderes ob man jeden Tag auf ungefähr zehn Pferden sitzt als nur etwa alle zwei Wochen auf einem. Aber wie gesagt, die täglichen Spatzen vom Reiten bleiben inzwischen aus. Die Pferde haben sich mittlerweile an mich gewöhnt und wir haben auch einige neue dazubekommen. Die meisten sind relativ lieb und brav, aber einige Spezialisten haben wir natürlich auch. Abgesehen davon, dass man bei Jungpferden eh nie sicher sein kann. 
Das Wetter letzte Woche war eher stürmisch. Für uns ist das eher schlecht, weil wir dann mit den jungen Pferden nicht draussen arbeiten oder ausreiten können (ja, man sollte nicht glauben, was der Wind auch bei Pferden in im Freien aufgewachsen sind, so anrichten kann.. alles ist auf einmal brandgefährlich! ALLES!). Einige stabile Charaktere ausgenommen, neben denen könnte denke ich auch eine Bombe hochgehen und sie würden sich nicht schneller bewegen. Der Rest der Jungpferde musste sich drinnen auf recht engem Raum langweilen und von mir an der Hand ärgern lassen (Vorhandwendung, Rückwärtsgehen, ... ). Die älteren müssen sowieso bei (fast) jedem Wetter raus.
Letzte Woche hat mein liebes Pferdchen auch endlich Hufeisen bekommen. Vier Stück sogar! Ich hab ihn natürlich auch shcon ausprobiert und bis auf die Kondition ist alles wunderbar. Aber wir arbeiten daran! Ob er allerdings so erfreut ist, dass sein Urlaub zu Ende ist, kann ich nicht sagen...


Hin und wieder haben wir auch gutes Wetter. Hier zum Beispiel: 




Das sind Flöckchen und ich am Eingang des Vatnsdalur so gegen 10 Uhr vormittags. Der Schnee ist jetzt schon wieder weg und Flöckchen ist natürlich nicht ihr richtiger Name. Den weiss ich nämlich nicht. Mein Chef weiss die meisten Namen selbst nicht, deswegen heissen die Pferde oft wie deren Besitzer. Oder wie die Ehefrauen der Besitzer. Ich habe natürlich schon Namen für die meisten Pferde. Flöckchen hatte aber Glück, bei den meisten bin ich nicht so poetisch aber zu ihr passt es irgendwie. Wir haben zum Beispiel auch Angry Bird (jetzt dürfen alle mal raten, wie der so drauf ist...), the Living Time Bomb, Freaky Friend, Pacy Guy, Týr-lookalike und Special Pinto. ^^




Da mich viele gefragt haben wie lange es im Moment hier hell ist: Hier noch ein Foto vom heutigen Sonnenuntergang (den ich fast verpasst hätte) um 17:25. Ortszeit. 

Letzten Donnerstag habe ich auch ganz spontan an einem kleinen Töltwettbewerb teilgenommen. Nicht mit Kraftur, der ist noch nicht fit genug. Ich habe ein gutes Pferd (Fiðringur, der hat sogar einen echten Namen) aus unserem Stall geborgt bekommen, der einzige Haken an der Sache war, dass ich ihn erst einmal zuvor probiert hatte. Dementsprechend nicht allzu glorreich war unser mit vier anderen Reiten ex aequo 7. Platz. Da aber nur 5 Reiter im B-Finale (Wettkampf um die Plätze 6 bis 10) teilnehmen können, mussten alle auf dem 7. Platz nochmal reiten und den B-Finale Teilnehmer des 7. Platzes zu ermitteln. Dieses Vorfinale konnten wir tatsächlich für uns entscheiden und auch unseren 7. Platz haben wir im folgenden B-Finale erfolgreich verteidigt. Leider konnte niemand Fotos machen, deswegen hier nur der Link zur Vereinshompage: Töltmót 16.2.2012 
Für alle die meine Reitklamotten nicht so gut kennen: ich bin auf dem ersten Foto die zweite von links. Im Video bin ich bei 1:29 kurz zu sehen. 8:39 zeigt meinen Chef Óli auf Ódeseifur, der diesen Bewerb auch am Ende für sich entscheiden konnte. 
Das Ganze war sehr lustig (obwohl ich den Typen mit dem Mikrofon GAR nicht verstanden habe) und ich hoffe es ergibt sich mal wieder die Chance bei sowas mitzumachen.


Am Wochenende bin ich mit Christina, die in Þingeyrar (ein Nachbarhof) arbeitet, nach Reykjavík gefahren. Dort haben wir dann auch kräftig gefeiert, meistens im Bakkus. Es ist allerdings ein bisschen anstrengend, da man vor Mitternacht erst gar nicht gar nicht wegzugehen braucht. Um die Zeit ist alles noch leer. Nach 12 kann man dann das erste Bier in einer Bar trinken (bei den isländischen Preisen hat man aber am besten schon einige zuvor daheim genossen..) und so gegen vier Uhr geht die Party dann los. Dafür aber so richtig. Vor 6 oder 7 geht ohnehin niemand heim. Christina und ich haben das Programm gleich Freitag UND Samstag Abend durchgezogen. Wenn man in der Pampa wohnt muss man die Grossstadt eben ausnützen. Am Sonntag auf der Heimreise hat sich dann allerdings dezente Müdigkeit breitgemacht, die unverzüglich mit Schokolade und Kaffi bekämpft wurde. Ich bin dann aber doch schon so zwischen 8 und 9 schlafen gegangen. Trotzdem haben wir uns auf eine baldige Wiederholung geeinigt. 


liebe Grüße!

Sonntag, 12. Februar 2012

þórrablót

Gestern fand in Blönduós eine Party statt, das þórrablót. Das gibt es jedes Jahr im Februar und ist die beste Gelegenheit, echt isländsche kulinarische Highlights Kuriositäten kennenzulernen. Dieses Fest soll die Leute daran erinnern wie schwer der Winter und das Leben in Island früher waren. Daher gibts es hauptsächlich Essen, dass einem als Kontinentaleuropäer in der Form nicht unbedingt begegnet ist. Da isst man dann so leckere Sachen wie Widderhoden, Schafsköpfe (im Ganzen) und halb vergammelten Fisch. Natürlich gibt es auch den berühmten Hákarl (Hai, den man erst für ein paar Monate eingraben muss, bevor man ihn essen kann. Schmeckt und riecht auch danach). Nam Nam. Ich habe keine fotos vom Essen gemacht, aber Wikipedia weiss alles: Þorramatur.
Und ja, wir haben zuhause gegessen, bevor wir dort hingegangen sind. Es ist beruhigend, dass auch die meisten Isländer das nicht unbedingt so toll finden. Einige essen es aber mit Begeisterung, sehr faszinierend muss ich sagen.
Nach dem Essen gibt es dann ein kleines Unterhaltungsprogramm. Meist ist das so eine Art Kabarett von Leuten aus der Umgebung über Leute aus der Umgebung. Das Ganze ist vermutlich höchst unterhaltsam, wenn man a) isländisch fliessend spricht und nicht nur daherstottert wie ich, b) man die Leute kennt um die es gerade geht und c) das ganze NICHT drei Stunden dauert. Verstanden hab ich natürlich nicht soviel, vor allem sprechen die Leute wenn sie zur Pointe des Witzes kommen immer gleich noch eine Spur schneller. Aber bei mir bekannten Leuten war es einfacher und da konnte ich dann auch drüber lachen wie bestimmte Personen (zum Beispiel unser Nachbar ist ein beliebter Gegenstand der Scherze) dargestellt werden.
Danach wird gesungen wie auf jeder isländischen Party. Das meine ich ernst, Isländer sind immer und überall zum Singen bereit, jedenfalls am Land und bei entsprechendem Alkoholpegel. Getrunken wird übrigens nebenbei oder schon zuhause. Bei dieser Party ist es auch erlaubt und sogar erwünscht seinen eigenen Alk mitzubringen und zu trinken. Sehr angenehm.
Die Band war auch ganz nett, allerdings waren für meinen Geschmack zuviele langsame Lieder.

Das Ganze war eine gute Gelegenheit die anderen ausländischen Mädls zu treffen. Heidi, meine ehemalige Arbeitskollegin aus Finnland war dort, ebenso Ninni (Finnland), die extra aus Hólar für dieses Wochenende angereist kam. Weiters arbeiteten die deutschen Mädchen Ramona und Hanna in Hvammur (mein vorheriger Arbeitsplatz) und auf einer anderen Farm. Hege aus Norwegen arbeitet ebenfalls in Blönduós für einen Trainer.

Heidi, ich und Ninni


Insgesamt war das Ganze sehr lustig. Um halb fünf hat mich dann ein Nachbar nachhause gefahren, während meine Chefs noch ein bisschen weitergefeiert und anschliessend in Blönduós übernachtet haben. Vor einer Stunde sind auch sie nachhause gekommen. Warum ich schon früher zuhause war? Na, jemand muss doch in der Früh die Pferde füttern... wofür hat man diese Ausländer denn eingestellt?
Scherz beiseite, ich habe jedes zweite Wochenende ganz frei und an den anderen muss ich die Pferde und die Schafe füttern, sonst nichts.
Also bin ich heute so gegen zehn Uhr in den Stall schlafgewandelt, hab den Gäulen zu essen gegeben, bin wieder in mein Bett gewankt und hab weitergeschlafen. Toll! Und nein die Schafe hab ich nicht vergessen, die haben gestern Abend mehr bekommen und kriegen jetzt auch gleich noch was.

Sonst gibt es nicht soviel Neues, ich bin nicht nochmal runtergefallen (das hat wie schon erwähnt mein Chef erledigt) und mein Pferd hat noch immer keine Hufeisen. Immerhin nimmt er langsam zu.

Teddy-Kraftur

Ich gehe jetzt, die Schafe warten...

Dienstag, 7. Februar 2012

Winter - zumindest dem Kalender nach

Auch auf die Gefahr hin mich extrem unbeliebt bei allen Kontinentaleuropäern zu machen: Seit ich angekommen bin hat es hier tagsüber Plusgrade, gestern sogar +8 und heute war es glaube ich noch wärmer. Dafür haben wir Sturm. Und zwar RICHTIG. Als ich heute Vormittag mit einem Pferd aus dem Windschatten der Gebäude getreten bin (also das eigentlich das Pferd, ich sass ja drauf), hat es das Tierchen und mich fast umgeweht. Dabei ist es ein grosses starkes Pferd! Ich bin jedenfalls nur noch mit bzw gegen den Wind geritten, von der Seite sind diese Sturmböen eher unlustig.
Nachts kann es aber durchaus noch frisch werden uns schneien, aber das hält nicht lange. Bis auf den Wind ist das Wetter aber leidlich schön.





Die ersten beiden vollen Arbeitstage habe ich auch beinahe unversehrt überlebt. Peinlicherweise bin ich gleich an meinem ersten vollen Arbeitstag vom Pferd gefallen. Ups. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das Vieh meiner Meinung nach Sprungfedern unter den Hufen gehabt haben muss, sonst ist es physikalisch nicht möglich dass ein so kleines Tier so hoch springt. Mein Chef war auch schwerstens überrascht, das Pferd war bisher anscheinend (milde ausgedrückt) faul. Naja, bei Jungpferden weiss man halt nie... diese hier musste vermutlich bloss erst die nötigen Muskeln aufbauen.
Mir selbst ist nichts passiert, ich hab einen eleganten Bauchfleck gemacht. Heute hat mir noch eines von den Pferden (unabsichtlich) auf die Nase gehaut, das tat wesentlich mehr weh. Aber passiert ist zum Glück ebenfalls nichts.
Der Rest der Pferdchen hat sich (von ein zwei Ausnahmen mal abgesehen) ausgesprochen gut benommen.

Kraftur ist bereits aufgefallen. Ich zitieren meinen Chef: "It is weird he is not talking to the others or making friends... also not fighting! He just looking at stones..." Wer mein Pferd kennt weiss: das ist eine völlig normale Verhaltensweise. Steine scheinen sehr interessant zu sein. Warum auch immer. Vielleicht nimmt er Drogen und ist deswegen so eine soziale Null. Wer weiss. Er wohnt zwar mit einem anderen Pferd zusammen, aber das läuft glaub ich mehr unter "Nur weil man dich mir als Mitbewohner aufgedrängt hat, heisst das noch lange nicht dass ich dich mag!!"
Leider hab ichs noch nicht geschafft ein gutes Bild von ihm als ganzes zu machen. Das wird nachgeliefert, hier kommt erst mal der Blick auf den Eingang ins Vatnsdalur.





Liebe Grüße ins frostige Europa!