Wie schon erwähnt will Óli nächstes Jahr noch mehr Schafe haben. Damit man diese auch irgendwo (kühl und trocken) lagern kann, wird der Schafstall ausgebaut. Soll heissen: alle Schafe rausschmeissen, alles drinnen abreissen, die hintere Wand entfernen, den Boden zerlegen und ein groooooosses Loch graben. Das Ergbenis schaut dann so aus:
So eine Grossbaustelle kostet zwar Geld, aber ist auch eine gute Gelegenheit sich neues Spielzeug äh Arbeitsgerät zu kaufen: ein Lastwagen!
Das gute Stück ist schon ein wenig älter (ein Jahr älter als Óli selbst, vielleicht mag er es deswegen so gern), aber noch gut in Schuss und auf Grund seiner Farbe und Ähnlichkeit zu einem Feuerwehrauto bei den Kindern sehr beliebt.
Bei den Pferden ist das neue Auto wie zu erwarten weniger beliebt, aber das wird hoffentlich auch noch werden..
liebe Grüsse nach Ö!
Montag, 8. Juni 2015
Donnerstag, 4. Juni 2015
Update
Ich versuch jetzt mal wieder einen Post. Mein 2 monatiges Schweigen war natürlich der Schule zu verdanken. Irgendwie ist das Sommerstemester noch schneller vergangen als das Wintersemester, keine Ahnung warum.
Die Fächer in diesem Semester hatten es auch ein bisschen in sich: Wir hatten noch einmal eine Vorlesung über Fütterung, diesmal ein bisschen fortgeschrittener. Dazu mussten wir auch einen Futterplan für unser Pferd erstellen: Zuerst wird es angeschaut und gewogen, dann haben wir ein Computerprogramm genutzt um herauszufinden, wieviel ein Islandpferd dieser Grösse und Gewichts im Training braucht. Das Heu und das Kraftfutter wurde analysiert (nicht von uns) und das Programm mit den Inhaltsstoffen gefüttert. Die Ergebnisse werden dann verglichen und das Programm zeigt eventuelle Mängel oder Überschüsse auf, die wir dann versuchen auszugleichen.
Rós war zu dünn und hat also eine Menge Futter bekommen, aber hat am Schluss trotzdem nur 7 kg mehr gewogen als am Anfang. Tja. Wenn sie halt auch so heiklich ist. Furchtbar.
Dann war noch eine Vorlesung über die Evolution und Geschichte des Pferdes. Grundsätzlich interessant, aber hin und wieder auch todlangweilig. Es interessiert mich nicht wirklich wieviele Islandpferde in den 1920er Jahren nach Dänemark exportiert wurden...wirklich nicht.
Aber jetzt sind alle Fächer positiv abgeschlossen und ich bin wieder auf Sveinsstadir. Das schwedische Arbeitsmädchen (die wollte eigentlich bis September bleiben) hatte soviel Heimweh dass sie ein Woche bevor ich gekommen bin gefahren ist. Davor hat sie sich noch einen Hengst gekauft, der hier auf seinen Flug nach Schweden wartet und mich in den Wahnsinn treibt weil er über/unter/durch alle Zäune geht. Immerhin ist er schön. Leider wird es aufgrund eines grossen Streiks (ja, das gibts auch auf Ísland) keinen Flug nach Schweden für ihn geben, lucky me!
Nach dem Schulschluss war leider keine Zeit zum Entspannen für mich, weil der Mai ist Schafmonat. Ich weiss nicht warum Óli es für eine gute Idee hält, 300 Schafe mehr zu haben im nächsten Jahr, ich finde ja er hat genug. Aber der Plan ist, an den Schafstall anzubauen damit noch mehr Schafe Platz haben. Juchu!
Leider ist es dieses Jahr auch im Juni noch lausig kalt und den Voraussagen nach wird sich das auch nicht so bald ändern. Brrrr. Aber da kann man nix machen. Ich freu mich schon auf Österreich!
Die Fächer in diesem Semester hatten es auch ein bisschen in sich: Wir hatten noch einmal eine Vorlesung über Fütterung, diesmal ein bisschen fortgeschrittener. Dazu mussten wir auch einen Futterplan für unser Pferd erstellen: Zuerst wird es angeschaut und gewogen, dann haben wir ein Computerprogramm genutzt um herauszufinden, wieviel ein Islandpferd dieser Grösse und Gewichts im Training braucht. Das Heu und das Kraftfutter wurde analysiert (nicht von uns) und das Programm mit den Inhaltsstoffen gefüttert. Die Ergebnisse werden dann verglichen und das Programm zeigt eventuelle Mängel oder Überschüsse auf, die wir dann versuchen auszugleichen.
Rós war zu dünn und hat also eine Menge Futter bekommen, aber hat am Schluss trotzdem nur 7 kg mehr gewogen als am Anfang. Tja. Wenn sie halt auch so heiklich ist. Furchtbar.
Dann war noch eine Vorlesung über die Evolution und Geschichte des Pferdes. Grundsätzlich interessant, aber hin und wieder auch todlangweilig. Es interessiert mich nicht wirklich wieviele Islandpferde in den 1920er Jahren nach Dänemark exportiert wurden...wirklich nicht.
Aber jetzt sind alle Fächer positiv abgeschlossen und ich bin wieder auf Sveinsstadir. Das schwedische Arbeitsmädchen (die wollte eigentlich bis September bleiben) hatte soviel Heimweh dass sie ein Woche bevor ich gekommen bin gefahren ist. Davor hat sie sich noch einen Hengst gekauft, der hier auf seinen Flug nach Schweden wartet und mich in den Wahnsinn treibt weil er über/unter/durch alle Zäune geht. Immerhin ist er schön. Leider wird es aufgrund eines grossen Streiks (ja, das gibts auch auf Ísland) keinen Flug nach Schweden für ihn geben, lucky me!
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| Hrappur alias Houdini |
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| Salka Kristín und Lamm Nr. 656 |
Leider ist es dieses Jahr auch im Juni noch lausig kalt und den Voraussagen nach wird sich das auch nicht so bald ändern. Brrrr. Aber da kann man nix machen. Ich freu mich schon auf Österreich!
Mittwoch, 18. März 2015
Frühling?
Ich trau's mich ja kaum laut sagen, aber es könnte tatsächlich sein, dass es jetzt auch hier bei mir langsam Frühling wird! Zumindest siehts ein bisschen danach aus. Aber erfahrungsgemäß kann sich das auch wieder gaaaanz schnell ändern.
Wie ihr hier auf dem Bild sehen könnt, liegt im Tal herunten gerade kein Schnee! Wir hoffen alle sehr dass das so bleibt. Die Schüler aus den höheren Jahrgängen meinen allerdings, das wär recht unwahrscheinlich..
Ich hab jedenfalls beschlossen, Rós nur noch aus der Ferne zu fotographieren, da sieht man dann nicht wie dreckig sie ist. Ihre Freundin Baugalin auf dem Bild illustriert recht gut, wie praktische Schecken aussehen: viiiiiiiiiiiel Farbe und wenig weiss. Rós ist in der Hinsicht eher unpraktisch: viel weiss, wenig Farbe (und diese noch dazu an Stellen wo sie eh nicht so dreckig wird). Typisch. Ich beneide Denise in diesem Fall wirklich, die wäscht ihrem Pferd die Füsse und alle gratulieren ihr wie schön das weiss ist. Ich wasche das ganze Pferd, nur damit sie dann vor der Prüfung erst wieder dreckig ist. Eigentlich darf ich mich zwar nicht beschweren, weil für ein Pferd ist Rós eh sehr reinlich. (Ich tu's aber trotzdem.)
Die letzte Prüfung lief nicht ganz nach meinem Geschmack, aber das passiert. Soll nicht heissen dass es schlecht lief, nur dass es beim Üben viel besser war. Ich ärger mich ja nur weil ich dann nicht zeigen kann wie toll das Pferd wirklich ist. Die Note ist mir mehr wurscht, wobei es natürlich cool ist gute Noten zu haben. Das war der so genannte Vinnu við hendi próf, da arbeitet mit dem Pferd an der Hand, muss verschiedene Übungen zeigen und wird dafür bewertet. Rós kann das eigentlich relativ gut (wir haben ja auch ewig geübt), aber irgendwie hats dann in der Prüfung nicht so gut geklappt.
Drei Tage später war sie dann um Längen besser, da war Úttekt. Da hatten wir 8 Minuten Zeit den Lehrern das Pferd in allen Gangarten auf beiden Händen zu zeigen, plus alle Dressurlektionen die das Pferd kann. Dann steigt einer von den Lehrern auf (der das Pferd anfang des Semesters probiert hat) und reitet es ein bisschen. Im Anschluss bewertet er ob sich das Pferd verbessert hat ud legt ein neues Zwischenziel für Pferd und Reiter fest. Da haben wir sogar besser abgeschnitten als ich dachte, aber dieses Pferd ist ja halt auch einfach ein Genie und stellt sich sofort auf den Reiter ein.
Diese Woche ist es auch ganz gut gelaufen und ich hoffe das bleibt so.
liebe Grüsse!
Wie ihr hier auf dem Bild sehen könnt, liegt im Tal herunten gerade kein Schnee! Wir hoffen alle sehr dass das so bleibt. Die Schüler aus den höheren Jahrgängen meinen allerdings, das wär recht unwahrscheinlich..
Ich hab jedenfalls beschlossen, Rós nur noch aus der Ferne zu fotographieren, da sieht man dann nicht wie dreckig sie ist. Ihre Freundin Baugalin auf dem Bild illustriert recht gut, wie praktische Schecken aussehen: viiiiiiiiiiiel Farbe und wenig weiss. Rós ist in der Hinsicht eher unpraktisch: viel weiss, wenig Farbe (und diese noch dazu an Stellen wo sie eh nicht so dreckig wird). Typisch. Ich beneide Denise in diesem Fall wirklich, die wäscht ihrem Pferd die Füsse und alle gratulieren ihr wie schön das weiss ist. Ich wasche das ganze Pferd, nur damit sie dann vor der Prüfung erst wieder dreckig ist. Eigentlich darf ich mich zwar nicht beschweren, weil für ein Pferd ist Rós eh sehr reinlich. (Ich tu's aber trotzdem.)
Die letzte Prüfung lief nicht ganz nach meinem Geschmack, aber das passiert. Soll nicht heissen dass es schlecht lief, nur dass es beim Üben viel besser war. Ich ärger mich ja nur weil ich dann nicht zeigen kann wie toll das Pferd wirklich ist. Die Note ist mir mehr wurscht, wobei es natürlich cool ist gute Noten zu haben. Das war der so genannte Vinnu við hendi próf, da arbeitet mit dem Pferd an der Hand, muss verschiedene Übungen zeigen und wird dafür bewertet. Rós kann das eigentlich relativ gut (wir haben ja auch ewig geübt), aber irgendwie hats dann in der Prüfung nicht so gut geklappt.
Drei Tage später war sie dann um Längen besser, da war Úttekt. Da hatten wir 8 Minuten Zeit den Lehrern das Pferd in allen Gangarten auf beiden Händen zu zeigen, plus alle Dressurlektionen die das Pferd kann. Dann steigt einer von den Lehrern auf (der das Pferd anfang des Semesters probiert hat) und reitet es ein bisschen. Im Anschluss bewertet er ob sich das Pferd verbessert hat ud legt ein neues Zwischenziel für Pferd und Reiter fest. Da haben wir sogar besser abgeschnitten als ich dachte, aber dieses Pferd ist ja halt auch einfach ein Genie und stellt sich sofort auf den Reiter ein.
Diese Woche ist es auch ganz gut gelaufen und ich hoffe das bleibt so.
liebe Grüsse!
Mittwoch, 4. März 2015
Prófvika og Kennsluvika
Ich versuche mich mal wieder an regelmässigen Updateabständen, ich bin gespannt wie lange es diesmal funktioniert. Nach zwei vorangegangenen ziemlich intensiven Wochen haben wir jetzt ganze 4 Tage frei, woohoo! Ich hab die Gelegenheit genützt und mich postwendend (naja, also nachdem ich jemanden gefunden hatte, der auf das Röschen aufpasst) nach Sveinsstaðir abgesetzt. Dort ist es wie immer ganz wundervoll und dass das grösste Eisturnier des Landes dort am Samstag 20 Minuten entfernt stattgefunden hat, war nur ein Bonus. Das Wetter war übrigens toll:
Viele meiner Klassenkollegen haben sogar teilgenommen, aber nicht viele sind sonderlich weit gekommen. Ich weiss nicht woher die nach der letzten Woche noch die Energie für ein Turnier genommen haben, ich hätte das nicht geschafft.
Die Kennsluvika (= Unterrichtswoche) hat uns alle ganz schön geschlaucht obwohl wir eigentlich nicht sooo viel getan haben. Trotzdem war es ziemlich stressig und zuviele Köche verderben halt den Brei. Ich unterrichte ja ganz gerne, aber nicht unter diesen Umständen. Deswegen bin ich eigentlich ganz froh dass es vorbei ist und mir ist auch ziemlich wurscht, was das für eine Note wird.
Hauptsache vorbei! Dabei waren die Kinder richtig nett, haben immer zugehört, auch wenn sie das meiste eh schon wussten und waren höflich. Das Problem war die schiere Anzahl: 48. Das war eindeutig zuviel, und auch die Kinder hatten weniger davon, weil sie dadurch ja die Zeit, die jeder einzelne dann tatsaechlich am Pferderücken verbringen kann, deutlich verkürzt hat. Eine halbe Stunde am Tag ist schon ein bisschen wenig, besonders für unsere Gruppe Kinder. Da waren Kinder dabei die schon seit sie klein sind Turniere reiten und so. Für die war das natürlich nicht so spannend wie es hätte sein können.
Wir mussten auch kleine Vorlesungen vorbereiten und dann auch halten, meine zwei waren "Die Gangarten des Islandpferdes" und "Heute lebende andere Equus Arten". Die 2. Vorlesung kam natürlich am besten an, ich hatte tausend Bilder und Videos von verschiedenen Eseln, Wildpferden, Zebras, Maultieren, Zorses und Zonkeys (ja das gibts auch.). Und wusstet ihr, dass es töltende Maultiere gibt? Ich auch nicht, bevor ich recherchiert habe. Aber das ist anscheinend gar nicht so selten, weil die Leute in Südamerika gerne Paso Finos mit Eseln kreuzen um bequeme Maultiere zu bekommen.
Ein weiterer Bestandteil der Kennsluvika waren die Sýnikennslur. Ich hab noch immer keine gute Übersetzung dafür, im Wesentlichen zeigen wir da den Kindern etwas und sie schauen zu und sollen was lernen dabei. "Demonstration" passt vielleicht am besten. Wir haben es genützt, dass wie einen gelernten Hufschmied in der Klasse haben und Jacob hat den Kids nicht nur gezeigt wie man beschlägt sondern das Hufeisen dazu auch gleich mal selbst geschmiedet. Dann durften alle Kinder einen Nagel in einen Huf schlagen. Keine Sorge, dass Pferd hat nichts mehr gespürt.
So weit, so gut. Die Woche davor war auch stressig, denn wir hatten mal wieder Prüfungen. Anatomie und Fütterung des Sportpferdes. Ergebnisse gibt es noch keine, aber ich hoffe ich habe bestanden.
In Fütterung des Sportpferdes lernen wir alles mögliche, nur leider nicht wie man seine Prinzessin von Sportpferd dazu bekommt alles was so eine ausgewogene Sportpferdeernährung ausmacht auch wirklich zu fressen. Rós ist da nämlich ein bisschen speziell:
Die Halme im Heu sind zu gross? - Püh. Sowas fress ich nicht.
Mineralstoffe in Pelletform? - Wie das schon riecht!
Müsli über die Mineralstoffpelletts? - ...ich kanns immer noch riechen...
Öl über die Mineralstoffpelletts? - Du hältst dich wohl für besonders schlau, was?
Da soll mir nochmal einer sagen wie ich sie zum Zunehmen kriegen soll. Immerhin nimmt sie nicht ab, frisst Salz und diese Woche haben wir schon 3 kg mehr.Yeah!
Viele meiner Klassenkollegen haben sogar teilgenommen, aber nicht viele sind sonderlich weit gekommen. Ich weiss nicht woher die nach der letzten Woche noch die Energie für ein Turnier genommen haben, ich hätte das nicht geschafft.
Die Kennsluvika (= Unterrichtswoche) hat uns alle ganz schön geschlaucht obwohl wir eigentlich nicht sooo viel getan haben. Trotzdem war es ziemlich stressig und zuviele Köche verderben halt den Brei. Ich unterrichte ja ganz gerne, aber nicht unter diesen Umständen. Deswegen bin ich eigentlich ganz froh dass es vorbei ist und mir ist auch ziemlich wurscht, was das für eine Note wird.
Hauptsache vorbei! Dabei waren die Kinder richtig nett, haben immer zugehört, auch wenn sie das meiste eh schon wussten und waren höflich. Das Problem war die schiere Anzahl: 48. Das war eindeutig zuviel, und auch die Kinder hatten weniger davon, weil sie dadurch ja die Zeit, die jeder einzelne dann tatsaechlich am Pferderücken verbringen kann, deutlich verkürzt hat. Eine halbe Stunde am Tag ist schon ein bisschen wenig, besonders für unsere Gruppe Kinder. Da waren Kinder dabei die schon seit sie klein sind Turniere reiten und so. Für die war das natürlich nicht so spannend wie es hätte sein können.
Wir mussten auch kleine Vorlesungen vorbereiten und dann auch halten, meine zwei waren "Die Gangarten des Islandpferdes" und "Heute lebende andere Equus Arten". Die 2. Vorlesung kam natürlich am besten an, ich hatte tausend Bilder und Videos von verschiedenen Eseln, Wildpferden, Zebras, Maultieren, Zorses und Zonkeys (ja das gibts auch.). Und wusstet ihr, dass es töltende Maultiere gibt? Ich auch nicht, bevor ich recherchiert habe. Aber das ist anscheinend gar nicht so selten, weil die Leute in Südamerika gerne Paso Finos mit Eseln kreuzen um bequeme Maultiere zu bekommen.
Ein weiterer Bestandteil der Kennsluvika waren die Sýnikennslur. Ich hab noch immer keine gute Übersetzung dafür, im Wesentlichen zeigen wir da den Kindern etwas und sie schauen zu und sollen was lernen dabei. "Demonstration" passt vielleicht am besten. Wir haben es genützt, dass wie einen gelernten Hufschmied in der Klasse haben und Jacob hat den Kids nicht nur gezeigt wie man beschlägt sondern das Hufeisen dazu auch gleich mal selbst geschmiedet. Dann durften alle Kinder einen Nagel in einen Huf schlagen. Keine Sorge, dass Pferd hat nichts mehr gespürt.
So weit, so gut. Die Woche davor war auch stressig, denn wir hatten mal wieder Prüfungen. Anatomie und Fütterung des Sportpferdes. Ergebnisse gibt es noch keine, aber ich hoffe ich habe bestanden.
In Fütterung des Sportpferdes lernen wir alles mögliche, nur leider nicht wie man seine Prinzessin von Sportpferd dazu bekommt alles was so eine ausgewogene Sportpferdeernährung ausmacht auch wirklich zu fressen. Rós ist da nämlich ein bisschen speziell:
Die Halme im Heu sind zu gross? - Püh. Sowas fress ich nicht.
Mineralstoffe in Pelletform? - Wie das schon riecht!
Müsli über die Mineralstoffpelletts? - ...ich kanns immer noch riechen...
Öl über die Mineralstoffpelletts? - Du hältst dich wohl für besonders schlau, was?
Da soll mir nochmal einer sagen wie ich sie zum Zunehmen kriegen soll. Immerhin nimmt sie nicht ab, frisst Salz und diese Woche haben wir schon 3 kg mehr.Yeah!
Freitag, 20. Februar 2015
Rósin mín!
Wie den meisten Lesern (durch mich) bewusst ist, müssen wir hier in Hólar im 2. Semester des 1. Jahres ein "eigenes" Pferd mitbringen. Also, es muss nicht unbedingt uns gehören, aber wir sollten es zumindest gut kennen und wenn möglich auch schon Turniere mit ihm geritten sein und so weiter. Nach einigem hin und her hab ich dann schliesslich ein halbwegs passendes Pferd bei Ólis Vater gefunden und auch die Reitlehrerin hat (wenn auch widerstrebend) zugestimmt. Der Wallach war sehr schön, aber leider auch ein schreckhaft. Was ja an sich nichts macht, aber anscheinend hat er gelernt, dass er, wenn er sich so aufführt, dann weniger arbeiten muss, weil die Leute Angst vor ihm kriegen. Soll konkret heissen, er hat sich vor allem und jedem "geschreckt", aber oft war das mehr Getue als wirkliche Angst. Seeeeeeeehr nervtötend, die reinste Drama Queen!
Nach einer Woche stellte sich dann heraus, dass ich ein viel besseres Pferd haben kann. Die Stute ist zwar schon seit 2 Jahren mindestens nach England verkauft, aber die Besitzerin hat sie nie exportiert. Sie hatte es zwar immer vor (ich hab mich von dem Pferd bestimmt schon 3 mal verabschiedet), aber immer wenn ich zurückkam, stand das Tier noch immer bei uns. Was ja niemanden wirklich gestört hat, weil es ein sehr gutes und auch noch dazu sehr liebes Tier ist. Diesen Sommer hätte sie nun wirklich fahren sollen, hat es (Überraschung!) aber nicht getan. Auf diverse Mails was denn jetzt mit dem Pferd geschehen sollte, hat die Besitzerin nicht reagiert. Óli (denkt ja mit, der Mann) hat schon im Sommer und im Herbst angefragt ob die Stute denn nicht mit mir nach Hólar könnte, falls sie nicht exportiert wird, aber nie eine Antwort erhalten. Umso überraschter waren wir, als sie dann in der 2. Jännerwoche schrieb, ja, gute Idee. Ich will mich nicht beschweren. Die Lehrer waren zwar anfangs nicht so begeistert, aber ich soll sie behalten weil sie ist auf jeden Fall besser und ruhiger als das andere Pferd. Also behalte ich sie. Mittlerweile gefällt sie den Lehrern auch ganz gut. :)
Sie heisst Rós (wie unschwer zu erraten bedeutet das "Rose") frá Sveinsstöðum und ist eine ganz liebe. Anfangs war sie etwas gestresst, kein Wunder, wir haben die Arme mit der ganzen Sache ziemlich überfallen. Am einen Tag steht sie noch friedlich auf der Weide und denkt sich nix Böses, am nächsten Tag steht sie im Stall und kriegt Hufeisen verpasst (darauf steht sie sowieso nicht besonders). Damit nicht genug, am übernächsten Tag wird sie in einen Lastwagen gesteckt (sie kennt eigentlich nur normale Hänger) und an einen Ort verfrachtet, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat und muss arbeiten. Also ich wär ja auch angepisst.
Das Bild ist natürlich vom Sommer, jetzt ist sie ein bisschen wuscheliger. Sie hat nur einen Nachteil: nämlich viel weiss. Das heisst, wo andere vor der Prüfung ein bisschen gründlicher putzen und Glanzspray auftragen, muss ich waschen. Das ganze Pferd! -_- Und dann schafft sies trotzdem, sofort wieder dreckig zu sein wie man auf dem Bild sieht:
Das Bild ist übrigens von unserer ersten Prüfung. Da mussten wir so Sachen machen wie Tore auf und zu, Bälle und "Lämmer" durch die Gegend befördern, über Tonnen springen und über Cavalettis balancieren. Das alles und noch mehr in 6 Minuten. Falls jetzt jemand wissen will was ich auf dem Foto mache: blöde Frage, ich suche Schafe. Das mit der Hand die Augen beschatten gehört nämlich auch zur Prüfung. Ja, ernsthaft. Auf die Frage eines Mitschülers nach dem Warum kam nur ein: "Wie willst du denn sonst die Schafe finden??" Völlig klar, immer diese Stadtkinder, keine Ahnung vom Leben.
Ich hab wohl was falsch gemacht, ich hab nämlich keine Schafe gefunden. Ob schon jemand in der Geschichte der Schule Schafe in der Reithalle gefunden hat, ist nicht überliefert. Falls doch wüsste ich gerne, was der- oder diejenige voher eingeworfen hatte.
Nach einer Woche stellte sich dann heraus, dass ich ein viel besseres Pferd haben kann. Die Stute ist zwar schon seit 2 Jahren mindestens nach England verkauft, aber die Besitzerin hat sie nie exportiert. Sie hatte es zwar immer vor (ich hab mich von dem Pferd bestimmt schon 3 mal verabschiedet), aber immer wenn ich zurückkam, stand das Tier noch immer bei uns. Was ja niemanden wirklich gestört hat, weil es ein sehr gutes und auch noch dazu sehr liebes Tier ist. Diesen Sommer hätte sie nun wirklich fahren sollen, hat es (Überraschung!) aber nicht getan. Auf diverse Mails was denn jetzt mit dem Pferd geschehen sollte, hat die Besitzerin nicht reagiert. Óli (denkt ja mit, der Mann) hat schon im Sommer und im Herbst angefragt ob die Stute denn nicht mit mir nach Hólar könnte, falls sie nicht exportiert wird, aber nie eine Antwort erhalten. Umso überraschter waren wir, als sie dann in der 2. Jännerwoche schrieb, ja, gute Idee. Ich will mich nicht beschweren. Die Lehrer waren zwar anfangs nicht so begeistert, aber ich soll sie behalten weil sie ist auf jeden Fall besser und ruhiger als das andere Pferd. Also behalte ich sie. Mittlerweile gefällt sie den Lehrern auch ganz gut. :)
Sie heisst Rós (wie unschwer zu erraten bedeutet das "Rose") frá Sveinsstöðum und ist eine ganz liebe. Anfangs war sie etwas gestresst, kein Wunder, wir haben die Arme mit der ganzen Sache ziemlich überfallen. Am einen Tag steht sie noch friedlich auf der Weide und denkt sich nix Böses, am nächsten Tag steht sie im Stall und kriegt Hufeisen verpasst (darauf steht sie sowieso nicht besonders). Damit nicht genug, am übernächsten Tag wird sie in einen Lastwagen gesteckt (sie kennt eigentlich nur normale Hänger) und an einen Ort verfrachtet, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat und muss arbeiten. Also ich wär ja auch angepisst.
Das Bild ist natürlich vom Sommer, jetzt ist sie ein bisschen wuscheliger. Sie hat nur einen Nachteil: nämlich viel weiss. Das heisst, wo andere vor der Prüfung ein bisschen gründlicher putzen und Glanzspray auftragen, muss ich waschen. Das ganze Pferd! -_- Und dann schafft sies trotzdem, sofort wieder dreckig zu sein wie man auf dem Bild sieht:
Das Bild ist übrigens von unserer ersten Prüfung. Da mussten wir so Sachen machen wie Tore auf und zu, Bälle und "Lämmer" durch die Gegend befördern, über Tonnen springen und über Cavalettis balancieren. Das alles und noch mehr in 6 Minuten. Falls jetzt jemand wissen will was ich auf dem Foto mache: blöde Frage, ich suche Schafe. Das mit der Hand die Augen beschatten gehört nämlich auch zur Prüfung. Ja, ernsthaft. Auf die Frage eines Mitschülers nach dem Warum kam nur ein: "Wie willst du denn sonst die Schafe finden??" Völlig klar, immer diese Stadtkinder, keine Ahnung vom Leben.
Ich hab wohl was falsch gemacht, ich hab nämlich keine Schafe gefunden. Ob schon jemand in der Geschichte der Schule Schafe in der Reithalle gefunden hat, ist nicht überliefert. Falls doch wüsste ich gerne, was der- oder diejenige voher eingeworfen hatte.
Sonntag, 25. Januar 2015
Jólafrí í Austurríki und back to school
Puh da hat sich ja schon ein bisschen Staub angesammelt hier (im übertragenen Sinne natürlich), ich hoffe ich kann meinen üblichen Update Rhythmus einhalten dieses Semester. Das letzte Semester hats ja ganz gut geklappt, aber irgendwas sagt mir, dass das Sommersemester etwas stressiger wird als das Wintersemester.
Ich wollte ja von Österreich aus einen Weihnachtspost schreiben, war dann aber zufaul beschäftigt. Deshalb hier nur kurz eine Info. Wie ihr wahrscheinlich alle wisst, hab ich meine Weihnachtsferien sehr genossen, mit Christbaum, Glühwein (Rei Lühwei, für alle Insider hier, um genau zu sein), Kerzenschein, Familie und allem was dazugehört.
Es war sehr schön Euch alle wiederzusehen und auf den neuesten Stand im Tratsch und Klatsch gebracht zu werden. :) Vielen Dank an alle, die sich Zeit für mich genommen haben, und ein "Entschuldigung" an alle, die ich verabsäumt habe zu treffen! Wir holen das im Sommer nach, versprochen!
Nach einigen Schwierigkeiten (über die ich nicht sprechen will, weil ich mich sonst wieder ärgern muss) hab ich es geschafft, am 3. Jänner wieder in Island zu landen. Obwohl es relativ teuer war, war es schon angenehm dass mein Auto direkt am Flughafen auf mich gewartet hat. Dann hab ich noch einen grossen Bónuseinkauf gemacht und bin gleich weiter nach Sveinsstaðir. Dort angekommen bin ich mehr oder weniger strax ins Bett gefallen und eingepennt.
Am nächsten Tag bin ich dann nach Blönduós gefahren um einige Pferde zu probieren. Eines hat dann auch tatsächlich Gnade vor den Augen der Lehrerin gefunden und den habe ich auch nach Hólar mitgenommen. Aber mehr darüber in einem anderen Post.
Die Fächer in diesem Semester sind: Reiten (kommt sehr überraschend, ich weiss..) auf den Schulpferden und auf unserem mitegbrachten Pferd, Pädagogik 2, Anatomie (siehe Bild), Futter und noch mehr, aber es will mir jetzt gerade nicht einfallen. Alles sehr interessant, leider sind manche Vortragenden wirklich zum Einschlafen. Und den Hinweis, dass ein Fragenkatalog bekannt gegeben wird, aus welchem die Prüfungsfragen dann kommen werden, schon am Anfang des Semesters zu geben, find ich eine strategische Fehlleistung des Vortragenden. Das erhöht die Motivation jetzt nämlich nicht unbedingt...
Jedenfalls haben wir schon wieder alle Hände voll zu tun und freuen uns auf die Wochenenden. Nicht dass wir da weniger zu tun hätte... aber man kann ja so tun als ob unter der Woche.
Ich wollte ja von Österreich aus einen Weihnachtspost schreiben, war dann aber zu
Es war sehr schön Euch alle wiederzusehen und auf den neuesten Stand im Tratsch und Klatsch gebracht zu werden. :) Vielen Dank an alle, die sich Zeit für mich genommen haben, und ein "Entschuldigung" an alle, die ich verabsäumt habe zu treffen! Wir holen das im Sommer nach, versprochen!
Nach einigen Schwierigkeiten (über die ich nicht sprechen will, weil ich mich sonst wieder ärgern muss) hab ich es geschafft, am 3. Jänner wieder in Island zu landen. Obwohl es relativ teuer war, war es schon angenehm dass mein Auto direkt am Flughafen auf mich gewartet hat. Dann hab ich noch einen grossen Bónuseinkauf gemacht und bin gleich weiter nach Sveinsstaðir. Dort angekommen bin ich mehr oder weniger strax ins Bett gefallen und eingepennt.
Am nächsten Tag bin ich dann nach Blönduós gefahren um einige Pferde zu probieren. Eines hat dann auch tatsächlich Gnade vor den Augen der Lehrerin gefunden und den habe ich auch nach Hólar mitgenommen. Aber mehr darüber in einem anderen Post.
Die Fächer in diesem Semester sind: Reiten (kommt sehr überraschend, ich weiss..) auf den Schulpferden und auf unserem mitegbrachten Pferd, Pädagogik 2, Anatomie (siehe Bild), Futter und noch mehr, aber es will mir jetzt gerade nicht einfallen. Alles sehr interessant, leider sind manche Vortragenden wirklich zum Einschlafen. Und den Hinweis, dass ein Fragenkatalog bekannt gegeben wird, aus welchem die Prüfungsfragen dann kommen werden, schon am Anfang des Semesters zu geben, find ich eine strategische Fehlleistung des Vortragenden. Das erhöht die Motivation jetzt nämlich nicht unbedingt...
Jedenfalls haben wir schon wieder alle Hände voll zu tun und freuen uns auf die Wochenenden. Nicht dass wir da weniger zu tun hätte... aber man kann ja so tun als ob unter der Woche.
Sonntag, 14. Dezember 2014
Jólahlaðborð & snjór
Wie schon befürchtet, bin ich das letzte Monat nicht dazugekommen auch nur an meinen Blog zu denken: Hausübungen ohne Ende und dann das lernen für die Prüfungen. Die sind jetzt zum Glück alle überstanden (auch endgültig, wie ich hoffe). Noten wissen wir noch keine, nur die praktische Prüfung ist schon benotet. Das Ergebnis davon war bei mir, wie schon befürchtet, nicht so berühmt, aber im Moment ist mir das wurscht, ich bin froh dass ich meinen Flug nicht umbuchen muss. Das wär nämlich der Fall gwesen, wenn ich nicht bestanden hätte. Also bin ich daweil einfach nur froh und werde mich später auf Ursacherforschung und so weiter begeben.
Das vergangene Monat war für alle recht anstrengend, zusätzlich dazu kam der Stress auf einmal alle Türen immer zusperren zu müssen:Mitte Dezember war nämlich das Jólahlaðborð. Das ist eine Art Weihnachtsfeier, wo traditionellerweise jeder Jahrgang ein lustiges Video vorbereitet. Auf diesem Video ist dann zu sehen wie man anderen Leuten (hauptsächlich aus anderen Jahrgängen) Streiche spielt und im besten Fall auch deren Reaktion. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich: Der direkte Zugang besteht meist darin zu nachtschlafender Zeit bei anderen Leuten ins Appartment zu stürmen und einen Wasserkübel samt Mehlpackerl oder ähnlichem über dem Schläfer auszuleeren. Oder während der Abwesenheit desjenigen das dazugehörige Appartment einfach auszuräumen und alle Möbel irgendwo anders hin zu tragen. Subtilere Herangehensweisen sind auch beliebt: Man kauft eine Rolle Heuballen-plastik und wickelt das Auto des Opfers damit ein. Oder gleich das ganze Appartment, nachdem man vorher heimlich alle Scheren, Messer, Rasierer und ähnliches daraus entfernt hat. Oder man setzt lebende Hühner im Schlafzimmer eines anderen aus (was ein bissi gemein ist, wenn derjenige Angst vor Hühnern hat). Oder man legt Pferdefüsse (die kann man im Schlachthof in Sauðárkrókur holen) auf den Frühstückstisch, das riecht dann so .. paradiesisch. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Alles in allem gute Gründe, die Haustür in diesen Wochen einfach NIE unversperrt zu lassen. Für Europäer mag das komisch klingen, aber hier sind tatsächlich alle Türen immer offen (am Land halt).
Wir (Jacob, Margaux und ich) hatten diesmal Glück und uns wurden keine Streiche gespielt. Andere aus unserem Jahrgang kamen nicht soooo gut dabei weg... aber uns Ausländern fällt halt auch das zusperren leichter.
Ausserdem kam dann der Schnee. Und zwar so richtig. Aussehen tut er ja ganz nett:
... aaaaaaaber wenn man dann weg will:
Also wir haben eine Stunde ausgegraben, nur um dann draufzukommen, dass Hedwig beleidigt ist, weil wir sie 2 Tage unter dem Schnee warten lassen haben. Schlussendlich haben wirs dann aber doch noch nach Reykjavík geschafft:
Morgen gehts dann endlich nach Österreich! Juchuuu!!
Das vergangene Monat war für alle recht anstrengend, zusätzlich dazu kam der Stress auf einmal alle Türen immer zusperren zu müssen:Mitte Dezember war nämlich das Jólahlaðborð. Das ist eine Art Weihnachtsfeier, wo traditionellerweise jeder Jahrgang ein lustiges Video vorbereitet. Auf diesem Video ist dann zu sehen wie man anderen Leuten (hauptsächlich aus anderen Jahrgängen) Streiche spielt und im besten Fall auch deren Reaktion. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich: Der direkte Zugang besteht meist darin zu nachtschlafender Zeit bei anderen Leuten ins Appartment zu stürmen und einen Wasserkübel samt Mehlpackerl oder ähnlichem über dem Schläfer auszuleeren. Oder während der Abwesenheit desjenigen das dazugehörige Appartment einfach auszuräumen und alle Möbel irgendwo anders hin zu tragen. Subtilere Herangehensweisen sind auch beliebt: Man kauft eine Rolle Heuballen-plastik und wickelt das Auto des Opfers damit ein. Oder gleich das ganze Appartment, nachdem man vorher heimlich alle Scheren, Messer, Rasierer und ähnliches daraus entfernt hat. Oder man setzt lebende Hühner im Schlafzimmer eines anderen aus (was ein bissi gemein ist, wenn derjenige Angst vor Hühnern hat). Oder man legt Pferdefüsse (die kann man im Schlachthof in Sauðárkrókur holen) auf den Frühstückstisch, das riecht dann so .. paradiesisch. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Alles in allem gute Gründe, die Haustür in diesen Wochen einfach NIE unversperrt zu lassen. Für Europäer mag das komisch klingen, aber hier sind tatsächlich alle Türen immer offen (am Land halt).
Wir (Jacob, Margaux und ich) hatten diesmal Glück und uns wurden keine Streiche gespielt. Andere aus unserem Jahrgang kamen nicht soooo gut dabei weg... aber uns Ausländern fällt halt auch das zusperren leichter.
Ausserdem kam dann der Schnee. Und zwar so richtig. Aussehen tut er ja ganz nett:
... aaaaaaaber wenn man dann weg will:
Also wir haben eine Stunde ausgegraben, nur um dann draufzukommen, dass Hedwig beleidigt ist, weil wir sie 2 Tage unter dem Schnee warten lassen haben. Schlussendlich haben wirs dann aber doch noch nach Reykjavík geschafft:
Morgen gehts dann endlich nach Österreich! Juchuuu!!
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