Auf ein Neues. Und nein, für mein Nicht-posten der letzten Monate gibt es keine andere Entschuldigung als meine bodenlose Faulheit. Mein Post vom Mittwoch war auch ein Unfall, der sollte nämlich am 22.12. online gehen, nicht am 22.1. Da hab ich wohl eine Ziffer vergessen. Künstlerpech. Wie der Kenner sofort bemerkt, ist das Foto noch in Torfunes aufgenommen worden und auch der ganze Post gehört natürlich noch dorthin.
Für alle, die es nicht mitbekommen haben: ich bin wieder in Island und zurück auf Sveinsstaðir. Meine Reise war diesmal relativ unspektatulär... eine kleine Verspätung aufgrund vereister Tragflächen schreckt einen ja nicht sonderlich, wenn man einen Aufenthalt von 4 Stunden vor sich hat. Diesmal mal wieder in Amsterdam. Der Flughafen ist auch grösser als man erwarten würde, scheint auch so eine Art Drehscheibe zu sein. Aber sie haben dort die beste Tomatensuppe, die ich je gekostet habe.
Der Weiterflug verlief auch ohne Zwischenfälle und es hat tatsächlich NICHT geregnet bei meiner Ankunft in Keflavík. Erstaunlich, ich habs im Kalender vermerkt. Wirklich.
Nach einer beinahe pünktlichen Landung in Keflavík und der Tatsache, dass mein Koffer tatsächlich als allererster am Band daherkam, war ich eigentlich zuversichtlich, den Bus nach Norden noch zu erreichen. Aber ich hatte vergessen, dass der Flybus erst fährt wenn er voll besetzt ist. Das hat natürlich noch ein wenig gedauert, so dass wir in der Stadt voll im Feierabendverkehr gelandet sind. Nach einigem Bangen und Laufen und gestresst Taxi fahren hab ichs aber gerade noch so geschafft.
Im Vatnsdalur angekommen war erst mal keiner daheim, aber ich war vorgewarnt. Todesfall in der Familie (niemand den ich kenne), da waren sie auf dem Weg nach Reykjavík. Immerhin musste ich nicht füttern, das hat (auch am nächsten Tag) wer anderes erledigt.
Im Stall stehen hauptsächlich Pferde, die ich kenne und in den Jahren davor eingeritten bin. Ein paar neue/fremde sind auch dabei, aber jetzt gehört fast alles entweder Óli oder dessen Vater.
Kraftur ist noch nicht da, ich hoffe er kommt im Laufe der Woche. Wenn Óli die Herde nicht heimholt, dann geh ich ihn eben zu Fuss holen.
Auch hier in Island ist daweil vom Winter nicht sehr viel zu merken. Es hat so um die null Grad, hier und da noch ein paar Schneereste und jede Menge Glatteis. Die unbeschlagenen Pferde haben es heute kaum bis auf die Weide geschafft ohne Sturz. Zurück war noch schwieriger, da gehts leicht bergauf. Für alle die glauben, es wäre mit 4 Füssen leichter als mit 2: stimmt nicht. Zumindest sah es nicht danach aus. Andererseits gibts es definitiv geschicktere und weniger geschickte Pferde...
Samstag, 25. Januar 2014
Mittwoch, 22. Januar 2014
Tja, so schnell gehen die guten Vorsätze den Bach runter.... hat nicht mal zwei Monate gedauert. Ähem.
Trotzdem gibts jetzt noch einen Weihnachtspost. Viel hat sich allerdings nicht verändert.
Im vergangenen Monat hatten wir temperaturmässig von -18 bis hin zu frühlingshaften 8 Grad Celsius alles. Ich muss sagen, so eine Reithalle hat schon was für sich. Nicht, dass wir an den echt kalten Tagen viel zum Reiten gekommen wären. Wir waren viel mehr damit beschäftigt, eingefrorene Wasserleitungen aufzutauen. Toll, so ein grosser Stall: wenn man endlich mit der letzten Box fertig ist, sind in den ersten die Tränken schon wieder eingefroren! Für Schnee war es zu kalt, aber eine tolle Morgenstimmung war drin:
Zum Glück waren dass Tage, an denen die meisten Pferde sowieso Pause hatten, da am darauffolgenden Tag wieder die zwei bekannten Reiter kamen, um sich die Fortschritte der einzelnen Pferde anzuschauen. Ninni ist wieder in Stress verfallen, dabei waren eh alle Pferde toll und alle zufrieden.
Island hat auch zu Weihnachten einige Kuriositäten zu bieten: abgesehen davon, dass es 13 Weihnachtsmänner und eine Weihnachtskatze gibt, haben sie einen auch einen Radiosender, der den ganzen Dezember den ganzen Tag nichts anderes als Weihnachtslieder spielt. Nichts gegen Weihnachtsstimmung, aber alles was recht ist....
Für alle Interessierten (und Kinder) hab ich hier einen Link zu den Weihnachtsmännern: Jólamjólk
Nicht wundern, das heisst tatsächlich "Weihnachtsmilch", weil die Milchfirma zur Weihnachtszeit eben diese Figuren auf die Milchpackerln drucken lässt.
Ich hab mir sagen lassen, dass die Weihnachtsmänner in Dimmuborgir auch leibhaftig herumspazieren. Allerdings nicht bei Schlechtwetter, und nur an ausgewählten Tagen. Die muss man sich als Elternteil im Internet heraussuchen und dann vor den Kindern überrascht tun.
Ich sitze mal wieder in Akureyri in dem Bistro vom letzten Mal. Hier ist es auch schon ganz weihnachtlich und die Dekoration entsprechend. Die Sonne hab ich heute auch noch nicht gesehen, hier sind einfach zu viele Berge. In Torfunes war das besser, obwohl es weiter nördlich liegt.
Trotzdem gibts jetzt noch einen Weihnachtspost. Viel hat sich allerdings nicht verändert.
Im vergangenen Monat hatten wir temperaturmässig von -18 bis hin zu frühlingshaften 8 Grad Celsius alles. Ich muss sagen, so eine Reithalle hat schon was für sich. Nicht, dass wir an den echt kalten Tagen viel zum Reiten gekommen wären. Wir waren viel mehr damit beschäftigt, eingefrorene Wasserleitungen aufzutauen. Toll, so ein grosser Stall: wenn man endlich mit der letzten Box fertig ist, sind in den ersten die Tränken schon wieder eingefroren! Für Schnee war es zu kalt, aber eine tolle Morgenstimmung war drin:
Zum Glück waren dass Tage, an denen die meisten Pferde sowieso Pause hatten, da am darauffolgenden Tag wieder die zwei bekannten Reiter kamen, um sich die Fortschritte der einzelnen Pferde anzuschauen. Ninni ist wieder in Stress verfallen, dabei waren eh alle Pferde toll und alle zufrieden.
Island hat auch zu Weihnachten einige Kuriositäten zu bieten: abgesehen davon, dass es 13 Weihnachtsmänner und eine Weihnachtskatze gibt, haben sie einen auch einen Radiosender, der den ganzen Dezember den ganzen Tag nichts anderes als Weihnachtslieder spielt. Nichts gegen Weihnachtsstimmung, aber alles was recht ist....
Für alle Interessierten (und Kinder) hab ich hier einen Link zu den Weihnachtsmännern: Jólamjólk
Nicht wundern, das heisst tatsächlich "Weihnachtsmilch", weil die Milchfirma zur Weihnachtszeit eben diese Figuren auf die Milchpackerln drucken lässt.
Ich hab mir sagen lassen, dass die Weihnachtsmänner in Dimmuborgir auch leibhaftig herumspazieren. Allerdings nicht bei Schlechtwetter, und nur an ausgewählten Tagen. Die muss man sich als Elternteil im Internet heraussuchen und dann vor den Kindern überrascht tun.
Ich sitze mal wieder in Akureyri in dem Bistro vom letzten Mal. Hier ist es auch schon ganz weihnachtlich und die Dekoration entsprechend. Die Sonne hab ich heute auch noch nicht gesehen, hier sind einfach zu viele Berge. In Torfunes war das besser, obwohl es weiter nördlich liegt.
Sonntag, 17. November 2013
ohne Worte
Heute wegen gestern geschlossen!
Update gibts unter der Woche hoffentlich einmal. Vielleicht.
Samstag, 9. November 2013
Winter Wonderland
Endlich zeigt sich der Winter mal von seiner schönen Seite. Nach einer Woche keine Sonne sehen (ja, es war tatsächlich immer bedeckt), geruhte selbige endlich zu erscheinen. Zwar sind die Tage wirklich schon deutlich kürzer und die Sonne kommt nicht mehr wirklich hoch hinauf, aber wenn sie mal da ist, hat sie dann doch mehr Kraft als man denkt. Und die tolle isländische Landschaft ist gleich noch viel schöner.
So zwischen halb 10 und 10 Uhr vormittags kommt die Sonne momentan hinter den Bergen hervor (so der Himmel frei ist). Finster wird es dann wieder so gegen 5 Uhr. Aber durch den Schnee wird das restliche Licht reflektiert und es ist wenigstens nicht gleich stockdunkel. Gestern sind wir sogar bis 18:00 draussen geritten, da wars zwar schon eher düster, aber weder wir noch die Pferde hatte Probleme uns zu recht zu finden.
Dieses tolle Foto habe ich (wie man auch gut erkennt, wenn man genauer hinschaut) mittags durch das Küchenfenster geschossen. Wirklich hoch ist die Sonne nicht mehr über dem Horizont, gebe ich zu. Aber besser als gar nicht.
Auf dem Weg nach Húsavík muss man einen Fluss überqueren. Dieser friert nun langsam zu, eines meiner (aus dem fahrenden Auto heraus gemachten) Bilder ist tatsächlich weder unscharf noch völlig überbelichtet. Ich kanns kaum fassen.
Sonst passiert gerade nicht wirklich viel Spannendes. Gestern waren zwei bekannte erfolgreiche Reiter hier bei uns zu Besuch. Die beiden kommen jedes Jahr und sehen sich alle Jungpferde an, um zu sehen, welche im Sommer bzw. nächsten Jahr eventuell auf einer Zuchtschau vorgestellt werden können.
Also mussten wir alle Jungpferde vorreiten. In meinem Fall waren das nur zwei Stück aber Ninni hatte elf. Die war ganz schön im Stress die Gute. Dann kamen auch noch zwei Damen vorbei, die eine hat eines von den Jungpferden bereits gekauft und wollte es auch gerne gezeigt bekommen, während die andere sich für ein anderes interessiert und dieses natürlich ebenfalls geritten sehen wollte. Typisch: da passiert wochenlang nix, und dann alles auf einmal. Aber wir könnten gerade noch so alles unterbringen, bevor wir die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnten.
Es war übrigens sehr interessant zu hören, was die beiden Reiter von den jeweiligen Pferden halten und wen sie für vielversprechend halten. Wir haben auch ausreichend Tips bekommen, was man mit welchem Pferd noch üben/probieren sollte. Wirklich sehr nützlich, so ein Feedback.
Zum Abschluss poste ich noch ein Foto von mir und Ninni beim Reiten. Nein, das Pferd auf dem ich sitze, ist NICHT Kraftur. Der faulenzt noch irgendwo auf dem Gelände von Sveinsstaðir durch die Gegend. Hoffe ich jedenfalls, aber ich hab nicts gegenteiliges gehört. Aber ich gebe zu, dass Húmi Kraftur ein bisschen ähnlich sieht. Aber er ist viel kleiner. Richtig klein eigentlich, Kraftur ist ja auch nicht gerade ein Riese. Das Barbiepferd auf dem Ninni sitzt, heisst Glæsir und ist der vielversprechendste junge Hengst hier.
Liebe Grüsse aus dem kalten Island! (-13 Grad heute tagsüber...)
| morgens im Stall |
| mittags |
Dieses tolle Foto habe ich (wie man auch gut erkennt, wenn man genauer hinschaut) mittags durch das Küchenfenster geschossen. Wirklich hoch ist die Sonne nicht mehr über dem Horizont, gebe ich zu. Aber besser als gar nicht.
| auf dem Eis |
Sonst passiert gerade nicht wirklich viel Spannendes. Gestern waren zwei bekannte erfolgreiche Reiter hier bei uns zu Besuch. Die beiden kommen jedes Jahr und sehen sich alle Jungpferde an, um zu sehen, welche im Sommer bzw. nächsten Jahr eventuell auf einer Zuchtschau vorgestellt werden können.
Also mussten wir alle Jungpferde vorreiten. In meinem Fall waren das nur zwei Stück aber Ninni hatte elf. Die war ganz schön im Stress die Gute. Dann kamen auch noch zwei Damen vorbei, die eine hat eines von den Jungpferden bereits gekauft und wollte es auch gerne gezeigt bekommen, während die andere sich für ein anderes interessiert und dieses natürlich ebenfalls geritten sehen wollte. Typisch: da passiert wochenlang nix, und dann alles auf einmal. Aber wir könnten gerade noch so alles unterbringen, bevor wir die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnten.
Es war übrigens sehr interessant zu hören, was die beiden Reiter von den jeweiligen Pferden halten und wen sie für vielversprechend halten. Wir haben auch ausreichend Tips bekommen, was man mit welchem Pferd noch üben/probieren sollte. Wirklich sehr nützlich, so ein Feedback.
Zum Abschluss poste ich noch ein Foto von mir und Ninni beim Reiten. Nein, das Pferd auf dem ich sitze, ist NICHT Kraftur. Der faulenzt noch irgendwo auf dem Gelände von Sveinsstaðir durch die Gegend. Hoffe ich jedenfalls, aber ich hab nicts gegenteiliges gehört. Aber ich gebe zu, dass Húmi Kraftur ein bisschen ähnlich sieht. Aber er ist viel kleiner. Richtig klein eigentlich, Kraftur ist ja auch nicht gerade ein Riese. Das Barbiepferd auf dem Ninni sitzt, heisst Glæsir und ist der vielversprechendste junge Hengst hier.
| Ninni + Glæsir und Vroni + Húmi |
Sonntag, 3. November 2013
Der erste Schnee
kam ganz traditionell über Nacht. Und zwar schon Ende Oktober. Angefangen hat es mit Frost über Nacht:
Am selben Tag noch hat der Wind auf einmal gewaltig zugelegt und gegen Abend dann Schnee gebracht. Was nach dem Regen der letzten zwei Wochen fast schon eine angenehme Abwechslung war. Für arme eingewanderte Kontinentaleuropäer fühlt sich das Ganze aber doch ein wenig zu früh an.... aber da kann man wohl nichts machen.
Untertags haben wir zwar noch Plusgrade und ein Teil des Schnees schmilzt dann auch brav weg, aber am Abend kommt dann meistens wieder was dazu, deswegen ist hier schon mehr oder weniger alles weiss:
Leider ist es auch die meiste Zeit bedeckt, und die Sonne schafft es höchstens hin und wieder mal für 10 min durch die Wolken. Erstaunlich was das dann für einen Unterschied macht. Leider habe ich es noch nie geschafft, in dieser Zeitspanne meine Kamera parat zu haben. Überhaupt macht diese alle Fotos ein wenig dunkler, als es wirklich ist. Ich bin dann aber zu faul zum bearbeiten.
Deutlich dunkler wird es allerdings, wenn sich das nächste Schneegestöber ankündigt. Hier zwei Fotos in dieselbe Richtung im zeitlichen Abstand von einer Viertelstunde aufgenommen:
Spätestens zwanzig Minuten später hat uns der Schnee dann erreicht, je nach Windstärke. Durch den frühen Wintereinbruch können wir noch nicht alle Pferde ausreiten, weil ungefähr die Hälfte noch Sommereisen drauf hat. (Ja, auch für Pferde gibt es sowas wie Winterreifen.) Damit sie sich aber trotzdem bewegen, lassen wir sie entweder ohne Reiter laufen (wie auf dem oberen Bild), oder wir denken uns etwas neues aus:
Es ist wirklich lustig alle Pferde zu sehen und die (teilweise wirklich grossen) Unterschiede zu beobachten. Gerade beim Springen stellt sich dann heraus, wer hier seine Beine unter Kontrolle hat und wer nicht... manche sind nicht so die Bewegungstalente... zumindest in dieser Disziplin.
| Blick nach Osten gegen 10 Uhr vormittags |
Untertags haben wir zwar noch Plusgrade und ein Teil des Schnees schmilzt dann auch brav weg, aber am Abend kommt dann meistens wieder was dazu, deswegen ist hier schon mehr oder weniger alles weiss:
| Blick nach Südosten vom Stall aus |
Deutlich dunkler wird es allerdings, wenn sich das nächste Schneegestöber ankündigt. Hier zwei Fotos in dieselbe Richtung im zeitlichen Abstand von einer Viertelstunde aufgenommen:
| Blick Richtung Húsavík 1 |
| Blick Richtung Húsavík 2 |
Spätestens zwanzig Minuten später hat uns der Schnee dann erreicht, je nach Windstärke. Durch den frühen Wintereinbruch können wir noch nicht alle Pferde ausreiten, weil ungefähr die Hälfte noch Sommereisen drauf hat. (Ja, auch für Pferde gibt es sowas wie Winterreifen.) Damit sie sich aber trotzdem bewegen, lassen wir sie entweder ohne Reiter laufen (wie auf dem oberen Bild), oder wir denken uns etwas neues aus:
Es ist wirklich lustig alle Pferde zu sehen und die (teilweise wirklich grossen) Unterschiede zu beobachten. Gerade beim Springen stellt sich dann heraus, wer hier seine Beine unter Kontrolle hat und wer nicht... manche sind nicht so die Bewegungstalente... zumindest in dieser Disziplin.
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Húsavík
Endlich habe ich es einmal in dieses hübsche Städtchen geschafft. Alle, die bereits dort waren, haben mir Húsavík als "malerisch", "süß" oder zumindest "sehr schön" beschrieben. Ich muss zugeben, es hat seinen Charme, auch zu dieser Jahreszeit. Ninni meinte, im Sommer wäre es noch viel schöner, vor allem wäre der Berg mit blühenden Lupinien übersät. Das kann ich nun nicht beurteilen, denn mittlerweile ist es hier eher gelb-braun, soweit das Auge reicht. Aber einen Ausflug ist es allemal wert. Letzten Samstag sind wir mit Baldvin dorthin gefahren, weil er auf einem Begräbnis singen musste. (Er singt tatsächlich sehr gut, deswegen wird er öfters für sowas engagiert.)
Ninni und ich waren natürlich nicht auf dem Begräbnis, sondern in der "Stadt". Svanhildur, die Mutter einer von Ninnis Reitschülerinnen war so freundlich uns ihr Auto zu überlassen, so konnten wir auch ein bisschen in der Umgebung herumkurven. Eigentlich wollten wir ja ganz brav in ein Museum gehen, aber wochenends im Winter hat man keine Chance auf Kultur. Walmuseum, Naturmuseum, etc. alles geschlossen. Das einzige, welches ganzjährig samstags geöffnet hat, war wegen Renovierung geschlossen. Dabei wollt ich doch so gern ein Foto von mir und dem Eisbär...
Als Ersatzprogramm haben wir als erstes die N1 heimgesucht (Ninni: "Ich brauche ZUCKER!") und sind dann ein bisschen herumgeschlendert. Kirche, Hafen und Strand liegen nur Minuten von einander entfernt und bei dem strahlend schönen Wetter auch hübsch anzusehen. Leider war der Wind dann aber doch ein wenig zu kalt um draussen länger zu verweilen.
Um dem Erfrierungstod (ein Monat Mitteleuropa und ma haltet nix mehr aus...) zu entgehen haben wir uns also in das Auto gesetzt und die Shoppingcenter des Ortes aufgesucht. Man höre und staune: Húsavík besitzt tatsächlich 2 (in Worten zwei!) Lebensmittelgeschäfte. Eines hat sogar einen kleinen Gemischtwarenladen dabei (der Teil war aber natürlich geschlossen), und Ninni meint was es dort nicht gibt, braucht man zum (Über-)Leben nicht.
Ob der ganzen Reizüberflutung (Achtung: Ironie!) hätten wir fast nicht gemerkt, dass wir zwar das Einfrieren erfolgreich abgewendet hatten, aber dafür in nächster Zukunft dem Hunger zum Opfer fallen würden. Was also tun? Wir haben uns was zum Essen gekauft und Ninni wussten einen Platz mit schöner Aussicht.
Das Wasser ist sogar lauwarm. Seltsam, man kann nämlich nirgends den üblichen Wasserdampf entdecken, der auf eine heisse Quelle in der Nähe hinweist. Baden gehen würd ich nur im Sommer. Und auch dann kann man nur planschen, der Teich ist wirklich flach. Jemand hatte die grossartige Idee, hier Krokodile zu züchten, bekam aber die behördliche Erlaubnis nicht. Sowas.Ich möchte mal wissen, was dieser kreative Mensch so zu trinken pflegte...
| Húsavík |
Als Ersatzprogramm haben wir als erstes die N1 heimgesucht (Ninni: "Ich brauche ZUCKER!") und sind dann ein bisschen herumgeschlendert. Kirche, Hafen und Strand liegen nur Minuten von einander entfernt und bei dem strahlend schönen Wetter auch hübsch anzusehen. Leider war der Wind dann aber doch ein wenig zu kalt um draussen länger zu verweilen.
| am Strand von Húsavík |
| Hafen |
Ob der ganzen Reizüberflutung (Achtung: Ironie!) hätten wir fast nicht gemerkt, dass wir zwar das Einfrieren erfolgreich abgewendet hatten, aber dafür in nächster Zukunft dem Hunger zum Opfer fallen würden. Was also tun? Wir haben uns was zum Essen gekauft und Ninni wussten einen Platz mit schöner Aussicht.
| lauwarmer Teich kurz vor Húsavík |
Das Wasser ist sogar lauwarm. Seltsam, man kann nämlich nirgends den üblichen Wasserdampf entdecken, der auf eine heisse Quelle in der Nähe hinweist. Baden gehen würd ich nur im Sommer. Und auch dann kann man nur planschen, der Teich ist wirklich flach. Jemand hatte die grossartige Idee, hier Krokodile zu züchten, bekam aber die behördliche Erlaubnis nicht. Sowas.
Freitag, 18. Oktober 2013
Oktober
Schon wieder Freitag! Die Zeit verfliegt wie immer, ohne dass man etwas merkt. Diese Woche ist ohne nennenswerte Zwischenfälle vergangen: wir trainieren die Jungpferde und auch die älteren, lassen die Hengste auf die Weide und holen sie am Abend wieder herein, füttern und misten aus. Zwischendurch kommen Ninnis Reitschüler für ihre Unterrichtsstunden und manchmal mache ich da auch mit. Letztens haben wir in der Reithalle eine Art Fuchsjagd gemacht: ein Reiter sitzt auf einem roten Tuch im Sattel und die anderen müssen versuchen ihm selbiges wegzunehmen. Wer das Tuch von selbst verliert, muss absteigen, es aufheben, sich verkehrt aufs Pferd setzen und so weiterspielen, bis ein anderer Reiter ihm das Tuch wegnimmt. Die Kinder sind verdammt geschickt darin, mir ist das zum Glück nie passiert. Ich glaube, ich hätteaber eine Sondergenehmigung zum richtig sitzen bekommen, schliesslich war das ganze auch ein Testlauf für den vor kurzem erst kastrierten Wallach, auf dem ich gesessen bin. Er war zwar ruhig, aber Ninni traut ihm (noch) nicht so ganz....
Mittlerweile werden die Tage hier schon deutlich kürzer: Wenn wir rausgehen, geht die Sonne gerade mal auf. Vor zwei Wochen war sie schon aufgegangen wenn bei mir der Wecker geläutet hat. Wenn wir abends reinkommen, ist es meist schon recht finster. Unglaublich, wie es einem dann sofort die Augen zudrückt. Wobei das vielleicht nicht nur die Dunkelheit, sondern auch die Wärme, das Stillsitzen und nicht zuletzt das warme Essen bewirken. Aber ich könnte sofort einschlafen.
Um dem zu entgehen, haben Ninni und ich beschlossen die TV-Serie Game of Thrones zu schauen. Schwerer Fehler, jetzt sind wir beide süchtig und die Internetverbindung ist verdammt langsam.
Für alle die das nicht kennen: das ist die Verfilmung der Bücher von George R. R. Martin, einer Fantasy-Reihe mit vielen Charakteren, Schauplätzen und Handlungen. Wie es sich für ein zünftiges Epos gehört, gibt es schon auf den ersten 100 Seiten im Buch allerhand Intrigen, Liebschaften, Anschläge und ein gerüttelt Maß an Mord und Totschlag. Ich habe im Sommer in Kroatien den ersten Band gelesen und mir graut schon vor dem Zeitpunkt an dem wir in der Serie weiter sind als im Buch und ich nicht mehr weiss was passieren wird... wer Fantasy mag, dem kann ich diese Bücher (soweit ich sie kenne) nur empfehlen.
Bevor ich hier aber noch alle nicht-Fantasy-Leser zuquatsche, poste ich lieber ein paar Fotos: gestern waren wir bei den Zuchtstuten. Auch Ninni hat eine und wollte sehen wie es ihrem Baby geht. Also haben wir eine kleine Wanderung unternommen und haben den Fohlenkindergarten besucht: Sehr niedlich, die Kleinen.
Mittlerweile werden die Tage hier schon deutlich kürzer: Wenn wir rausgehen, geht die Sonne gerade mal auf. Vor zwei Wochen war sie schon aufgegangen wenn bei mir der Wecker geläutet hat. Wenn wir abends reinkommen, ist es meist schon recht finster. Unglaublich, wie es einem dann sofort die Augen zudrückt. Wobei das vielleicht nicht nur die Dunkelheit, sondern auch die Wärme, das Stillsitzen und nicht zuletzt das warme Essen bewirken. Aber ich könnte sofort einschlafen.
Um dem zu entgehen, haben Ninni und ich beschlossen die TV-Serie Game of Thrones zu schauen. Schwerer Fehler, jetzt sind wir beide süchtig und die Internetverbindung ist verdammt langsam.
Für alle die das nicht kennen: das ist die Verfilmung der Bücher von George R. R. Martin, einer Fantasy-Reihe mit vielen Charakteren, Schauplätzen und Handlungen. Wie es sich für ein zünftiges Epos gehört, gibt es schon auf den ersten 100 Seiten im Buch allerhand Intrigen, Liebschaften, Anschläge und ein gerüttelt Maß an Mord und Totschlag. Ich habe im Sommer in Kroatien den ersten Band gelesen und mir graut schon vor dem Zeitpunkt an dem wir in der Serie weiter sind als im Buch und ich nicht mehr weiss was passieren wird... wer Fantasy mag, dem kann ich diese Bücher (soweit ich sie kenne) nur empfehlen.
Bevor ich hier aber noch alle nicht-Fantasy-Leser zuquatsche, poste ich lieber ein paar Fotos: gestern waren wir bei den Zuchtstuten. Auch Ninni hat eine und wollte sehen wie es ihrem Baby geht. Also haben wir eine kleine Wanderung unternommen und haben den Fohlenkindergarten besucht: Sehr niedlich, die Kleinen.
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