Die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug. Der erste Tail des Sommersemesters ist schon so gut wie vorbei. Das heisst auch, dass wir das schöne Hjaltadal bald verlassen um unsere Praktika zu machen. Jeder von uns muss dafür 8-9 Wochen auf einem Hof arbeiten und Pferde trainieren. Auf dem Hof muss auch ein geeigneter Reitlehrer zur Verfügung stehen, der uns beurteilt und uns bei Bedarf hilft. Ausserdem müssen wir einen Reitkurs halten.
Ich werde also die nächsten 2 Monate auf Torfunes verbringen und dort arbeiten. Petronella, eine Schwedin die auch einmal bei Óli gearbeitet hat, wird meine Reitlehrerin. Ich freu mich schon aufs arbeiten, denn so interessant die Schule auch ist, das Arbeiten macht mehr Spass. Kraftur und Rós kommen auch mit, sobald ich eine Fahrt für die beiden gefunden habe.
Die letzten Wochen waren wie üblich stressig. Zuerst hatten wir eine Statistik Prüfung. So eine hab ich natürlich schon in Ö abgelegt, aber leider konnte ich sie mir nicht anrechnen lassen (zuwenig ECTS Punkte). Also nochmal der ganze Spass. Ich muss sagen, der Stoff wird auch beim 2. Mal nicht wirklich interessanter... und Excel ist immer noch nicht mein Liebelingsprogramm. Aber die Prüfung ist bestanden.
Mit meinen lieben Jungpferden hat alles ganz hervorragend geklappt. Die waren alle 3 so gut, dass ich mich bis zum Vorabend nicht entschlossen hatte, welche 2 von den dreien ich in der Prüfung zeige. Ich hab mich dann für die beiden Damen entschieden und sowohl Drottning als auch Fjöður haben diese Aufgabe super bewältigt. Der Prüfer (der die beiden probiert hat) war sehr beeindruckt von beiden und unsere Noten waren demensprechend hoch. So macht das Spass! Ich werde die 3 vermissen. Die Prüfung mit dem Trainingspferd ist nicht ganz so gut gelaufen, aber bestanden.
Jetzt habe ich zwei Tage zum Ausspannen in Sveinsstaðir und dann heisst es packen, putzen und auf nach Torfunes.
Dienstag, 22. März 2016
Donnerstag, 21. Januar 2016
Neues Jahr, neue Pferde
Diesmal zur Abwechslung kein Nachtrag, nein, ein brandaktueller Post! Man glaubt es kaum, ich weiss...
Wie einigen Lesern schon bekannt ist, ist dieses Semester bei mir zweigeteilt. Bis Ostern sind wir in der Schule, lernen unter anderem "Sportpsychologie" und Statistik (der entkommt man einfach nicht, es is zum Auswachsen) und absolvieren den ersten Teil unseres Praktikums. Der besteht darin, 3 Jungpferde einzureiten, von denen wir mit zweien dann zur Prüfung antreten. Zum Glück dürfen wir selbst aussuchen welche das sein werden. Deswegen platzt der Stall aus allen Nähten weil 19 Schüler mal 3 Pferde pro mann eigentlich gar nicht so wenig sind. Unsere Trainingspferde (die älteren) mussten jedenfalls schon in den alten Stall umziehen. Die mir zugeteilten Pferde sieht man auf dem Bild unten und sie heissen (von links) Fjöður ("Feder"), Drottning ("Königin") und Freyr. Freyr und Fjöður sind soweit ganz lieb und brav, Drottning ist eher schwierig und probt mitunter den Aufstand, aber was will man erwarten von einer Königin.
Das schwarze Tier auf dem Einzelbild hört auf den Namen Gyðja und ist mein Trainingspferd. Sie war bereits im Herbst hier im Training, ich habe sie quasi von einem meiner Klassenkollegen übernommen. Meine Aufgabe ist nun ihr den Tölt beizubringen. Also, was heisst beibringen. Tölten kann sie natürlich selbst, aber die Hilfen muss man ihr beibringen. Sie ist sehr lieb und arbeitet eifrig mit, ich mag sie sehr gern.
Kraftur und Rós sind gestern auch endlich eingetroffen. Sie stehen bei einem Bauern weiter draussen im Tal, aber es sind zum Glück nur 10 Minuten mit dem Auto zu fahren. Dort teilen sie sich eine Box, was auch sehr gut funktioniert, sie sind jetzt beste Freunde! Jetzt haben auch endlich beide Hufeisen und den winterlichen Ausritten steht nix mehr im Weg! (wenn das Wetter und der Stundenplan mitspielen, soll das heissen.)
Wie einigen Lesern schon bekannt ist, ist dieses Semester bei mir zweigeteilt. Bis Ostern sind wir in der Schule, lernen unter anderem "Sportpsychologie" und Statistik (der entkommt man einfach nicht, es is zum Auswachsen) und absolvieren den ersten Teil unseres Praktikums. Der besteht darin, 3 Jungpferde einzureiten, von denen wir mit zweien dann zur Prüfung antreten. Zum Glück dürfen wir selbst aussuchen welche das sein werden. Deswegen platzt der Stall aus allen Nähten weil 19 Schüler mal 3 Pferde pro mann eigentlich gar nicht so wenig sind. Unsere Trainingspferde (die älteren) mussten jedenfalls schon in den alten Stall umziehen. Die mir zugeteilten Pferde sieht man auf dem Bild unten und sie heissen (von links) Fjöður ("Feder"), Drottning ("Königin") und Freyr. Freyr und Fjöður sind soweit ganz lieb und brav, Drottning ist eher schwierig und probt mitunter den Aufstand, aber was will man erwarten von einer Königin.
![]() |
| Gyðja |
Kraftur und Rós sind gestern auch endlich eingetroffen. Sie stehen bei einem Bauern weiter draussen im Tal, aber es sind zum Glück nur 10 Minuten mit dem Auto zu fahren. Dort teilen sie sich eine Box, was auch sehr gut funktioniert, sie sind jetzt beste Freunde! Jetzt haben auch endlich beide Hufeisen und den winterlichen Ausritten steht nix mehr im Weg! (wenn das Wetter und der Stundenplan mitspielen, soll das heissen.)
![]() |
| Rós & Kraftur |
Dienstag, 12. Januar 2016
Ende 2015
Mein letzter Post ist ja schon länger her (leider), deswegen eine kurze Zusammenfassung von vor Weihnachten. Das Semester ging sehr stressig weiter, aber ich hab es erfolgreich zu Ende gebracht. Alles Prüfungen (von denen ich weiss) sind bestanden, einige sogar mit richtig gutem Erfolg.
Wir haben mit den Jungpferden quasi dort weitergemacht, wo wir aufgehört hatten. Jeder von uns durfte eines behalten und die andern wurden durchgetauscht. Ich habe Krás behalten dürfen (das seltsam gefärbete Tier) und bekam dazu eine andere Stute namens Evrópa. Die mustte dann leider nach 3 Wochen aus gesundheitstechnischen Gründen heimfahren und mein Ersatzpferd hiess tatsächlich Asía! Mit den beiden Damen habe ich dann auch die Prüfungen erfolgreich absolviert.
Mein Trainingspferd wurde auch getauscht, der neue sah fast gleich aus (auch riesengross und schwaz), war aber um Längen einfacher. Eyvindur heisst der Gute. Ein bisschen gestresst war er, aber das hielt sich in Grenzen und wir haben auch ganz gute Noten bekommen.
Das einzig wirklich interessante, das in dieser Zeit passiert ist (soweit wir mitbekommen haben), war der schwere Sturm um den 7. Dezember. Die geneigten Leser erinnern sich vielleicht an katastrophale Bilder aus Schottland. Island wurde in den Medien eigentlich nicht erwähnt, aber der Sturm hat uns auch voll erwischt. Am schlimmsten war es natürlich im Süden, wo der Sturm auf die Küste getroffen ist. Island ist da ja sehr pragmatisch, es wurden tagelang vorher Warnungen ausgegeben und vorsorglich ab 17 Uhr alle Strassen gesperrt. Das sieht dann so aus wie auf dem obigen Bild.
Öffentliche Verkehrsmittel fuhren auch keine mehr und alle Ämter, Geschäfte, Restaurants und sonstigen Einrichtungen hatten geschlossen. Wir in unserem Tal waren ein wenig geschützt, aber nicht viel. Alle Lehrer sind schon um 3 am Nachmittag gefahren, damit sie auch ganz sicher vor dem Eintreffen des Sturms daheim sind. Wir durften uns nach 5 nicht mehr im Stall aufhalten und alle Türen wurden zugesperrt und verriegelt. Der Orkan selbst traf allerdings nicht vor 21 Uhr ein, obwohl einige der Vorboten (einzelne Windböen) auch nicht schlecht waren. Die waren so stark, dass unsere Jungpferde nicht einmal durchgehen konnten, weil sie nicht vom Fleck kamen. Wir waren nämlich alle ausreiten in der Ruhe vor dem Sturm. Diese Ruhe vor dem Sturm ist übrigens wirklich etwas Unheimliches. Aber der eigentliche Sturm war ein ziemlich einmaliges Erlebnis. Wir haben schon überlegt was wir machen, wenn unsere Fensterscheiben nicht halten... und die sind ganz neu. Zum Glück haben sie gut gehalten und wir hatten nicht einmal Stromausfall. Auch das Internet war die ganze Zeit da. Damit war das Ganze mit der Zeit eher heimelig.
Zum Schluss zeige ich euch noch die Wettervorhersage für besagten Abend. Zur Information: normalerweise ist alles im grünen Bereich. Und bei rosa fang ich normalerweise an zu überlegen ob ich jetzt wirklich unbedingt heute fahren muss.
Wir haben mit den Jungpferden quasi dort weitergemacht, wo wir aufgehört hatten. Jeder von uns durfte eines behalten und die andern wurden durchgetauscht. Ich habe Krás behalten dürfen (das seltsam gefärbete Tier) und bekam dazu eine andere Stute namens Evrópa. Die mustte dann leider nach 3 Wochen aus gesundheitstechnischen Gründen heimfahren und mein Ersatzpferd hiess tatsächlich Asía! Mit den beiden Damen habe ich dann auch die Prüfungen erfolgreich absolviert.
Mein Trainingspferd wurde auch getauscht, der neue sah fast gleich aus (auch riesengross und schwaz), war aber um Längen einfacher. Eyvindur heisst der Gute. Ein bisschen gestresst war er, aber das hielt sich in Grenzen und wir haben auch ganz gute Noten bekommen.
![]() |
| Eyvindur |
Das einzig wirklich interessante, das in dieser Zeit passiert ist (soweit wir mitbekommen haben), war der schwere Sturm um den 7. Dezember. Die geneigten Leser erinnern sich vielleicht an katastrophale Bilder aus Schottland. Island wurde in den Medien eigentlich nicht erwähnt, aber der Sturm hat uns auch voll erwischt. Am schlimmsten war es natürlich im Süden, wo der Sturm auf die Küste getroffen ist. Island ist da ja sehr pragmatisch, es wurden tagelang vorher Warnungen ausgegeben und vorsorglich ab 17 Uhr alle Strassen gesperrt. Das sieht dann so aus wie auf dem obigen Bild.
Öffentliche Verkehrsmittel fuhren auch keine mehr und alle Ämter, Geschäfte, Restaurants und sonstigen Einrichtungen hatten geschlossen. Wir in unserem Tal waren ein wenig geschützt, aber nicht viel. Alle Lehrer sind schon um 3 am Nachmittag gefahren, damit sie auch ganz sicher vor dem Eintreffen des Sturms daheim sind. Wir durften uns nach 5 nicht mehr im Stall aufhalten und alle Türen wurden zugesperrt und verriegelt. Der Orkan selbst traf allerdings nicht vor 21 Uhr ein, obwohl einige der Vorboten (einzelne Windböen) auch nicht schlecht waren. Die waren so stark, dass unsere Jungpferde nicht einmal durchgehen konnten, weil sie nicht vom Fleck kamen. Wir waren nämlich alle ausreiten in der Ruhe vor dem Sturm. Diese Ruhe vor dem Sturm ist übrigens wirklich etwas Unheimliches. Aber der eigentliche Sturm war ein ziemlich einmaliges Erlebnis. Wir haben schon überlegt was wir machen, wenn unsere Fensterscheiben nicht halten... und die sind ganz neu. Zum Glück haben sie gut gehalten und wir hatten nicht einmal Stromausfall. Auch das Internet war die ganze Zeit da. Damit war das Ganze mit der Zeit eher heimelig.
Zum Schluss zeige ich euch noch die Wettervorhersage für besagten Abend. Zur Information: normalerweise ist alles im grünen Bereich. Und bei rosa fang ich normalerweise an zu überlegen ob ich jetzt wirklich unbedingt heute fahren muss.
Freitag, 6. November 2015
Schafstall die 2.
Hier kommt ein kleiner Nachtrag zum Oktober, da hatten wir nach einer enorm stressigen Prüfungswoche nämlich ein paar Tage frei. Und wie das so ist war unser ganzer Jahrgang binnen einer Stunde nach der letzten Show aus Hólar verschwunden. Das geht dann immer recht schnell, keiner kanns erwarten von hier wegzukommen. Ich bilde da keine Ausnahme, hatte mein Zeug schon gepackt und ab nach Sveinsstaðir! Dort kam ich gerade rechtzeitig zu Magnús` Geburtstagsfeier mit gefühlten 1000 Kuchen, wie immer.
Der nächste Tag war ein besonderer: zum ersten Mal Schafe im neuen Schafstall! Zur Erinnerung: Anfang Juni war der neue Schafstall nichts weiter als ein Loch im Boden. Wer sich nicht erinnert: hier klicken. Nach einem langen und arbeitsreichen Sommer hab ich noch ein Foto gemacht, bevor ich gefahren bin. Man sieht, der Keller ist schon fertig und das "Gerippe" wird aufgerichtet. (Man beachte das tolle isländische Herbstwetter.)
Tja, als ich jetzt wiedergekommen bin, war das ganze auf einmal ein Riiiiiiiiiiesenhaus. Drinnen waren grosse Boxen (für ca. 50 Schafe) eingerichtet und ein Futtergang. Sonst war es noch recht karg, aber man sieht schon wie schön (und vor allem PRAKTISCH) das wird. Ich hab noch schnell ein paar Fotos gemacht bevor die Schafe kommen. Die machen ja dann alles dreckig, igitt. Hier ist der Stall ohne Schafe:
Nass ist es am Boden, weil es geregnet hat und die Dachfenster noch nicht geliefert wurden.
Falls sich jetzt jemand fragt, was ich die ganzen Herbstferien gemacht habe: Um die Schafe in das neue Schafhaus zu kriegen, muss man sie erst mal zusammensammeln, das ist eigentlich die Hauptarbeit. Deswegen sind wir jeden Morgen um 8 aufgestanden, um dann stundenlang mit Autos, Quads, Pferden, Hunden oder zu Fuss möglichst alle Schafe und Lämmer zusammen zu treiben. Dann wird alles sortiert (Schafe vs Lämmer), die Lämmer werden gewogen und dann wird über Leben und Tod entschieden...
Wie immer war es sehr schön für mich mal was anderes zu machen und aus diesem finsteren Tal wegzukommen. Man glaubt gar nicht, wie interessant einem Schafe auf einmal erscheinen können!
![]() |
| Kuchen mit Ponykerzen! |
| 25.September |
![]() |
| ohne Schafe |
![]() |
| mit Schafen |
Falls sich jetzt jemand fragt, was ich die ganzen Herbstferien gemacht habe: Um die Schafe in das neue Schafhaus zu kriegen, muss man sie erst mal zusammensammeln, das ist eigentlich die Hauptarbeit. Deswegen sind wir jeden Morgen um 8 aufgestanden, um dann stundenlang mit Autos, Quads, Pferden, Hunden oder zu Fuss möglichst alle Schafe und Lämmer zusammen zu treiben. Dann wird alles sortiert (Schafe vs Lämmer), die Lämmer werden gewogen und dann wird über Leben und Tod entschieden...
![]() |
| Sveinsstaðir |
Samstag, 24. Oktober 2015
Rosie
Hier ein kleiner Nachtrag zum Sommer: wie die meisten schon wissen, habe ich mir im Sommer ein "kleines" Geburtatstagsgeschenk gekauft. Es ist schwarz und weiss, hat 4 Beine, 2 Ohren, Mähne, Schweif und ein weiches Fell. Jawohl, es ist ein Pferd! Genauer gesagt ist es das Pferd mit dem ich letztes Jahr in der Schule war: Sie heisst Rós frá Sveinsstöðum (Ólis Vater hat sie gezüchtet) und ist 2007 geboren.
Weil sie so toll ist, habe ich die Besitzerin immer wieder gefragt, ob sie sie nicht verkaufen würde. Ich hab aber eigentlich nicht mit einer positiven Antwort gerechnet, aber Ende Juni meinte sie dann auf einmal, na gut, wenn ich sie soooo dringend haben will, dann kann ich sie haben. Ich hab mir das nicht zweimal sagen lassen und die teuerste Anschaffung meines Lebens getätigt.
Dann hat sie ein bisschen frei bekommen und seit dieser Woche ist sie wieder bei mir in Hólar. Ich weiss nicht wie sie das sieht, aber mir macht es grossen Spass ein Pferd hier zu haben, das man stressfrei trainieren kann. Also ohne die nächste Prüfung im Hinterkopf und was bis dahin alles klappen muss.
Das Beste ist, dass Kraftur sie anscheinend mag! Oder zumindest haut er sie nicht. Das ist sehr gut wenn man die beiden mal gemeinsam in einer Box unterbringen muss.
Kraftur kann leider nicht nach Hólar kommen, weil er ja koppt und solche Pferde dürfen hier nicht in den Stall. Ich werd ihn aber nach Weihnachten wieder in der Nähe hier unterbringen, wenn es möglich ist. Und Rós gleich mitübersiedeln, hier müssen die so viel drinnen stehen, das macht keinen Spass.
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Anschaffung und freu mich sehr!
liebe Grüsse nach Ö!
Weil sie so toll ist, habe ich die Besitzerin immer wieder gefragt, ob sie sie nicht verkaufen würde. Ich hab aber eigentlich nicht mit einer positiven Antwort gerechnet, aber Ende Juni meinte sie dann auf einmal, na gut, wenn ich sie soooo dringend haben will, dann kann ich sie haben. Ich hab mir das nicht zweimal sagen lassen und die teuerste Anschaffung meines Lebens getätigt.
Dann hat sie ein bisschen frei bekommen und seit dieser Woche ist sie wieder bei mir in Hólar. Ich weiss nicht wie sie das sieht, aber mir macht es grossen Spass ein Pferd hier zu haben, das man stressfrei trainieren kann. Also ohne die nächste Prüfung im Hinterkopf und was bis dahin alles klappen muss.
Das Beste ist, dass Kraftur sie anscheinend mag! Oder zumindest haut er sie nicht. Das ist sehr gut wenn man die beiden mal gemeinsam in einer Box unterbringen muss.
Kraftur kann leider nicht nach Hólar kommen, weil er ja koppt und solche Pferde dürfen hier nicht in den Stall. Ich werd ihn aber nach Weihnachten wieder in der Nähe hier unterbringen, wenn es möglich ist. Und Rós gleich mitübersiedeln, hier müssen die so viel drinnen stehen, das macht keinen Spass.
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Anschaffung und freu mich sehr!
liebe Grüsse nach Ö!
Samstag, 3. Oktober 2015
Pferdchen und noch mehr Pferdchen
Allerhöchste Zeit für einen neuen Blogpost! Wie Ihr Euch denken könnt, hat mich die Schule wieder fest im Griff. Das 2. Jahr ist definitiv praktischer veranlagt als das erste. Wir haben trotzdem eine gewisse Anzahl theoretischer Fächer, zum Beispiel lernen wir "Hreyfingarfræði og þjálfun", es gibt bestimmt eine gute Übersetzung dafür, aber ich weiss sie nicht. Man könnt es mit Bewegungswissenschaften übersetzen und wir müssen uns genauer mit der Mechanik der Gangarten auseinandersetzen. Aber im Grossen und Ganzen verbringen wir viiiiel mehr Zeit im Stall, das ist natürlich lustiger und besser und überhaupt.
Was wir dort machen? Die meiste Zeit geht für "Frumtamningar" drauf: Jeder von uns hat (nach Einschätzungen der Lehrer) 2 Jungpferde zum Einreiten bekommen. Und das machen wir jetzt seit 5 Wochen, unter Aufsicht der Lehrer, versteht sich. Mir macht das grossen Spass, denn a) ich hab tolle Jungpferde bekommen, die alles ohne grösseren Aufstand mit sich veranstalten lassen, und b) endlich kann ich was machen was ich kann und wo ich nicht so unsicher bin in dem was ich tue! Das Resultat sind sehr gute Zwischennoten, ich hoffe ich kann das bis zur Abschlussprüfung in 2 Wochen halten.
Hier sind meine zwei Damen:
Krás ("Krausi-Maus") ist zwar komisch gefärbt, aber zum Glück nur bedingt komisch im Kopf. Sie hat bisher nur einmal kurz gebockt und ist ansonsten sehr kooperativ und ruhig. Wenn sie nicht will dann lässt sie einen das deutlich wissen, aber es hält sich in Grenzen.
Björk ist ein echter Schatz, genauso will ich meine Pferde haben. Naja, ok, vielleicht ein bissichen grösser, sie ist relativ winzig. Einer unserer Lehrer meinte er freut sich schon drauf den Besitzer drauf zu sehen und hat dabei fett gegrinst... da die Kleine immer lieb und brav ist, nehm ich an dass der Besitzer signifikant grösser ist als ich und auf ihr aussehen wird wie der Affe auf dem Schleifstein oder so. Ich meine, ich schau schon lustig aus auf ihr und ich bin jetzt nicht riesig.
Jedenfalls ist sie ganz brav, folgt mir wie ein Hund und macht alles was ich sage. Total niedlich eben!
Ich hoffe dass ich mit beiden in den Prüfungen gut abschneide, aber wir werden sehen..
Dann haben wir noch jeder ein Trainingspferd bekommen. Meiner heisst Fundur und ist eher auf der faulen Seite. Immerhin ist er ruhig und abgeworfen hat er mich auch noch nicht (das ist schon jemandem aus meiner Klasse passiert..). Mit ihm läuft es nicht ganz so am Schnürchen wie mit den Youngsters, da er ein bisschen seltsam ist. Mal sehen wie da die Prüfung wird.. die Lehrer kennen ihr ja immerhin auch. Unser Lehrer hat ihn mal probiert und mich dann streng angeschaut, ich dachte schon jetzt kommt das Donnerwetter, dabei kam nur: "hm.. der is ja nicht das schärfste Messer in der Schublade...". Immerhin sieht er imposant aus, pechschwarz und riesig. Dieses Bild gibt ihn relativ gut wieder, wie ich finde.
liebe Grüsse!
Was wir dort machen? Die meiste Zeit geht für "Frumtamningar" drauf: Jeder von uns hat (nach Einschätzungen der Lehrer) 2 Jungpferde zum Einreiten bekommen. Und das machen wir jetzt seit 5 Wochen, unter Aufsicht der Lehrer, versteht sich. Mir macht das grossen Spass, denn a) ich hab tolle Jungpferde bekommen, die alles ohne grösseren Aufstand mit sich veranstalten lassen, und b) endlich kann ich was machen was ich kann und wo ich nicht so unsicher bin in dem was ich tue! Das Resultat sind sehr gute Zwischennoten, ich hoffe ich kann das bis zur Abschlussprüfung in 2 Wochen halten.
Hier sind meine zwei Damen:
| Krás |
| Björk |
Jedenfalls ist sie ganz brav, folgt mir wie ein Hund und macht alles was ich sage. Total niedlich eben!
Ich hoffe dass ich mit beiden in den Prüfungen gut abschneide, aber wir werden sehen..
Dann haben wir noch jeder ein Trainingspferd bekommen. Meiner heisst Fundur und ist eher auf der faulen Seite. Immerhin ist er ruhig und abgeworfen hat er mich auch noch nicht (das ist schon jemandem aus meiner Klasse passiert..). Mit ihm läuft es nicht ganz so am Schnürchen wie mit den Youngsters, da er ein bisschen seltsam ist. Mal sehen wie da die Prüfung wird.. die Lehrer kennen ihr ja immerhin auch. Unser Lehrer hat ihn mal probiert und mich dann streng angeschaut, ich dachte schon jetzt kommt das Donnerwetter, dabei kam nur: "hm.. der is ja nicht das schärfste Messer in der Schublade...". Immerhin sieht er imposant aus, pechschwarz und riesig. Dieses Bild gibt ihn relativ gut wieder, wie ich finde.
| Fundur |
liebe Grüsse!
Sonntag, 16. August 2015
Aus-Flug
Nach meiner Rükkehr ins angenehm kühle (15°C) Island gings auch gleich wieder dort weiter wo ich aufgehört habe: bei den Pferden. Ok, nein, stimmt nicht ganz: den ersten Tag musste ich das von den Hunden angerichtete Chaos im Pferdestall beseitigen und meine Arbeitsutensilien auf der Baustelle zusammensuchen. Kaum ist man mal ein paar Wochen weg, da werden einem schon alle Besen, Schaufeln und Rechen aus dem Stall gemopst! Unfassbar. So kann ich nicht arbeiten.
Jedenfalls war das nächste, was anstand, eine Reittour mit 5 finnischen Damen und einem deutschen Herrn. (Irgendwas sagt mir, dass das schon stand bevor beschlossen wurde einen grösseren Schafstall zu bauen, weil es war ein bisschen stressig.)
Um die Pferde fit zu kriegen haben wir sie also jeden Tag laufen lassen. Die Tour selbst ging zum Glück ganz gut, nur eine Verletzte und alle waren begeistert.
In der Woche darauf hat Maggi (Ólis Vater) mich eingeladen auf einen Rundflug mitzukommen. Er besitzt nämlich ein Flugzeug und hat einen Amateurflugschein. Bedingung fürs Mitkommen war eventuelles Speibsackerl halten für Salka Kristín.
Ich bin ja noch nie in einem so kleinen Flugzeug geflogen (mehr als 4 Leute haben da gar nicht Platz) und es ist schon ein bissi abenteuerlicher als mit einem grossen. "Opa, auf meiner Seite geht die Tür immer auf..." - "Ach so? Na dann machen wir sie im besten fest zu." Sprachs und lässt das Steuer los und lehnt sich rüber um die widerspenstige Tür mal eben kurz auf- und dann fest wieder zu zumachen, so wie unsereins beim Auto. Hab ich schon erwähnt dass wir zu dem Zeitpunkt schon 10 min in der Luft waren?
Aber das Wetter war perfekt und die Aussicht wirklich schön. Wir sind auch nach Sveinsstaðir geflogen und einmal darüber gekreist:
Auf dem nächsten Foto sieht man sogar noch mehr Details: das Haus, das Viereck mit Round Pen, den alten und den neuen Schaftstall und sogar die Pferde!
Alles in allem ein sehr schönes Erlebnis trotz kotzender Kinder. :)
Jedenfalls war das nächste, was anstand, eine Reittour mit 5 finnischen Damen und einem deutschen Herrn. (Irgendwas sagt mir, dass das schon stand bevor beschlossen wurde einen grösseren Schafstall zu bauen, weil es war ein bisschen stressig.)
Um die Pferde fit zu kriegen haben wir sie also jeden Tag laufen lassen. Die Tour selbst ging zum Glück ganz gut, nur eine Verletzte und alle waren begeistert.
In der Woche darauf hat Maggi (Ólis Vater) mich eingeladen auf einen Rundflug mitzukommen. Er besitzt nämlich ein Flugzeug und hat einen Amateurflugschein. Bedingung fürs Mitkommen war eventuelles Speibsackerl halten für Salka Kristín.
![]() |
| Flugzeug-Selfie |
![]() |
| Blönduós aus der Luft |
Aber das Wetter war perfekt und die Aussicht wirklich schön. Wir sind auch nach Sveinsstaðir geflogen und einmal darüber gekreist:
![]() |
| Sveinsstaðir und Vatndalshólar |
![]() |
| Sveinsstaðir - Nahaufnahme |
Alles in allem ein sehr schönes Erlebnis trotz kotzender Kinder. :)
Abonnieren
Posts (Atom)
















